Welche Informationen darf das Finanzamt über das Konto eines Steuerzahlers einholen?

5 Antworten

alle Finanz und Sozialbehörden können seit 2005 bei Bedarf auf alle Konten Einsicht nehmen. Betroffen sind: Konten und Depots bei deutschen Kreditinstituten, inländische Filialen von ausländischen Banken und ausländische Filialen deutscher Institute. Es wird jedoch kein begründeter Verdacht vorausgesetzt. Es genügt, wenn auf Grund allgemeiner Erfahrungen ein Kontenabruf angezeigt ist. Ein Kontenabruf steht jedoch im Ermessen der Behörden. Er muss anlassbezogen, zielgerichtet und eindeutig auf eine bestimmte Person bezogen sein. Dem Betroffenen soll zunächst die Gelegenheit gegeben den Behörden die erforderlichen Informationen selbst zu geben. Wird dadurch jedoch der Ermittlungszweck gefährdet, ist der Betroffene zumindest nachträglich über die Kontenabfrage zu informieren.

Also mal angenommen ich habe keine Steuerschuld und ich habe auch noch nie eine Steuererklärung machen müssen... Wie verhält es sich da, wenn ich jeden Monat einen zusätzlichen Betrag von sagen wir mal 2000€ auf mein Konto überwiesen bekommen würde. Würde das Finanzamt irgendwann wissen wollen woher das Geld stammt? Würde mich das überhaupt interresant machen für das Finanzamt ? Oder könnte davon ausgegangen werden, dass es so eine Art Taschengeld ist?

Gar keine, alles andere ist für die Finanzbeamtin der sichere Weg zur Sozialhilfe.

Tja - die können praktisch jedes Konto einsehen wenn ein begründeter Verdacht besteht. Ob der Anlaß dazu konkret ist oder nicht - wer beurteilt das schon und welcher Finanzbeamte hält sich daran wenn er aus Ehrgeiz dem kleinen Mann was ans Zeug flicken kann dann nutzt er die Chance. dabei ist es vollkommen egal ob es sich um große oder kleine Kleckerbeträge handelt. An die großen Steuerhinterzieher trauen die sich nicht ran, sei es aus Angst vor den Konsequenzen oder aufgrund von Orders durch Vorgesetzte. Viele Beamte verrennen sich da richtig und lassen dabei die eigentlich wichtige Aufgaben liegen. Wenn du also mal Probleme damit hast und das FA konfrontiert dich mit deinen Konten, lass nicht locker und scheue auch keine Dienstaufsichtsbeschwerde wenn es keine ausreichende Begrüngung für die Einsichtnahme gab. Dabei aber schon den Vorgesetztenweg übergehen und gleich die Finanzminister von Bund und Land damit nerven. Denn eins ist mal klar: Beamte sind Staatsdiener und werden dafür fürstlich hornoriert.

ich dachte, die behörden erhalten nur aufgrund eines richterspruchs auskunft über konten, was natürlich nur bei begründetem verdacht auf eine strafbare handlung möglich sein wird. natürlich kann ich nicht sagen, wie das in deutschland ist.

Alle Behörden können in all unsere Bankkonten reinschauen! Ob es für sie wichtig ist oder nicht. Die Behörden sind untereinander total vernetzt, und jedes Amt kann sich von einem anderen alle Unterlagen besorgen, die es meint, gebrauchen zu können. Und wer schaut schon einem Beamten über die Schulter, ob er gerade darf? Bankgeheimnis/Datenschutz zu 100 % ade!

@critter

Woher hast du das denn? Schön wärs, nö, ehrlich, ich kann nicht in dein Bankkonto sehen (arbeite für die Justiz) und muß es begründen wenn ich irgendwo amtliche Daten anfordere.

@critter

@critter: in welchem land lebst du denn? - in österreich ist es jedenfalls nicht so, wie du es beschreibst!!!

Folgen von Erbe bei einer vom Jobcenter finanzierten Umschulung?

Hallo liebe Leute,

vor knapp 2 Monaten ist mein Vater gestorben und ich beginne nun eine Umschulung die 2 Jahre dauert damit ich eine vollwertige Ausbildung habe.

Nun ist es aber so, das wohl ein Erbe ansteht von wohl insgesamt ca 10.000€. Davon ist noch nichts auf meinem Konto oder irgendwo gelandet. Der ehemalige "Versicherungsmann" meines Vaters hat mir und meinem Bruder sowas angedeutet, dass eben Erst Dinge ausgefüllt werden müssen wegen Lebensversicherung etc und das eben erst alles fertig bearbeitet sein muss bevor auch nur ein Cent fließt. Deshalb habe ich auch noch nichts dem Jobcenter mitgeteilt. Sie wissen von dem Tod aber noch nicht von einem möglichen Erbe weil bevor ich nicht wirklich das Geld habe, ich es für dumm halte da mit zahlen umher zu werfen die ich weder belegend noch wiederlegen kann.

Jetzt sind meine Fragen folgende:

  1. Muss ich ohne bisher konkreten Geldfluss angeben das ich vielleicht Summe X Erbe oder ist es ok direkt Bescheid zu sagen, wenn das Geld da ist und stimmt es, dass das Jobcenter sowie so auf mich zukommt wegen dem Datenabgleich mit dem Finanzamt?
  2. Muss ich jetzt Angst haben, im Falle des Herausfallens aus der Hilfebedürftigkeit, dass die Umschulung mittendrin abgebrochen wird?
  3. Kann ich die Kosten für die Beerdigung auf die Erbsumme anwenden? Es sind ca. 11.000€ Offen für Sarg, Grabmiete, Grabstein etc.
  4. Kann man die Umschulung, im Falle eines Abbruchs von seiten des Jobcenters, in eine normale Ausbildung umwandeln wenn der Betrieb das mitmacht? So als ob ich bei einer Firma im z.B. zweiten Lehrjahr einsteige?

Vielen Dank mal im Vorraus.

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