Was passiert wenn sich ein Tätowierer versticht? Habe ich Rechte oder einen Anspruch?

4 Antworten

Er zeigt dir zuerst seinen gezeichneten Entwurf, welchen du dann "absegnen" musst und nachher musst du auch nochmals dein OK geben, wenn die Vorlage auf deine Haut "abgepaust" wurde.. Wenn du dir dann z. B. etwas auf spanisch tätowieren lässt und es befinden sich Rechtschreibfehler im Tattoo, dann ist es schlussendlich deine eigene Schuld, wenn du trotzdem das ok gibst.. Wenn es eindeutig klar ist, dass der Tätowierer gepfuscht hat (z. B. das tätowierte Motiv und die Vorlage sehen ganz anders aus), dann kannst du das Geld einklagen bzw. darauf hoffen, dass er dir das Geld freiwillig zurück gibt...

Ich hatte den Fall, beim stechen trotz Vorlage einen Buchstaben im Namen meines Mannes vergessen. Wurde noch dazwischen gequetscht und musste nichts bezahlen. nachbessern auch gratis

Also er wird warscheinlich dir nicht den falschen Buchstaben stechen , denn du siehst das tatto ja bevor er es dir stechenlässt. Ich denke nicht das du den vollen Preis bezahlen müsst aber kläre das lieber mit dem tättoowirer vorher ab

Nein, du hast ihn gebeten dich zu verstümmeln, und da gibt es keine Rechtsansprüche....

Klar, wenn es nachweislich die Schuld des Tätowierers war (z. B. Vorlage weicht extrem stark vom tätowierten Motiv ab), dann kann Schadenersatz etc. eingeklagt werden..

Tattoo: Rechtslage?

Am 23.05.2017 wurden mir folgende beiden Tattoos gestochen. Ich habe mich im Voraus über den Tätowierer informiert, im Internet wird er sehr gut bewertet und meine Mutter war dort auch schon mal Kunde - mit gutem Ergebnis. Und ich wurde, wie man sieht, auf beiden Armen verunstaltet. Im Lauf der Zeit sind die Tattoos an stellenweise aufgeplatzt, es hat sich ein Loch (!) in der Haut gebildet, aus dem immer wieder Blut ausgetreten ist, die Farbe ist enorm verblasst, an machen Stellen vollständig verschwunden (!!!) und es hat ständig gejuckt, war rot und scheinbar entzündet. Aufgrund der fürchterlichen Optik und der gesundheitlichen Komplikationen habe ich mich für eine Entfernung entschieden. Eine Laserbehandlung kam nicht in Frage, es ist schweineteuer, eine enorme Belastung für den gesamten Körper (die Farbe wird aufgeschossen, von den Lymphknoten abstransportiert und teilweise über den DARM ausgeschieden), es dauert viel zu lange, weil man zwischen jeder Sitzung vier Wochen warten muss, letztendlich verschwindet die Farbe nie komplett und die Haut ist verbrannt. Also habe ich mich für die chirurgische Entfernung entschieden. Beide Tattoos wurden in zwei Terminen aus den Armen geschnitten, belastend war das nur kurzfristig, zwar billiger als Lasern, aber dennoch sehr teuer. Die Tattoos haben beide zusammen 70€, die Entfernung insgesamt 360€ gekostet. Im Endeffekt bin ich also um 430€ ärmer - und habe keine Tattoos. Wer jetzt mit "selbst Schuld" antworten möchte, kann sich das gleich sonst wohin stecken. Ich habe mich gut informiert, der Preis wurde vom Tätowierer selbst festgelegt, ich hätte auch bis zu 500€ zahlen können, und es ist nicht MEIN Fehler, wenn ein Mensch seinen eigenen Beruf nicht vernünftig ausführen kann. Ich habe mit diesen Tattoos nicht nur körperliche, sondern auch psychische Schmerzen erfahren, weil mir diese Daten alles bedeuten, und das Ganze zu einem einzigen Witz geworden ist. Es macht mir nichts aus, jetzt vernarbt zu sein, aber 430€ hätte ich besser investieren können. Ich kann mir überhaupt nichts vorwerfen, denn ich habe lediglich eine Dienstleistung in Anspruch genommen, die nicht richtig ausgeführt wurde, und keinem Tätowierer steht auf der Stirn geschrieben, dass er nix kann. Meinem Rechtsempfinden zufolge muss der Tätowierer für den Schaden aufkommen, der durch sein Handeln entstanden ist. Für ein cover up sind die Narben zu dick, aber ich möchte die entfernten Tattoos unbedingt von einem guten Tätowierer (!) durch Neue ersetzen lassen, und zumindest DAS müsste er übernehmen. Wie sieht es diesbezüglich aus? Was kann ich tun?

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