Was passiert wenn der Mieter nicht zur Schlüsselübergabe kommt?

12 Antworten

Ich würde mit ihm das Gespräch und eine möglichst schnelle lösung suchen. Er schreibt doch ehrlich, dass sich inzwischen seine finanzielle lage deutlich verschlechtert hat. Da ist es doch besser, er zieht gar nicht ein und du vermietest die wohnung so schnell wie möglich weiter. Bestimmt hast du mehrere interessenten gehabt. Was nützt dir ein mieter, der längerfristig die miete nicht mehr überweisen kann?

Er soll dir deine umtriebe vergüten, die fehlende miete bezahlen und beiden ist geholfen.

Wenn er nichts hat, kannst du auch nichts holen. Vielleicht ist er auch unverschuldet in not geraten, da zählt für ihn im moment jeder euro.

Wenn der Mieter meint er müsste den Wohnungsschlüssel nicht annehmen, so ist das sein gutes Recht.

Dein gutes Recht ist es aber auch Miete bis zum nächsten Kündigungszeitpunkt vom Mieter verlangen.

Du willst den Vertrag aufheben lassen, aber trotzdem noch einen Nachmieter für die Verwaltung suchen?

Macht gar keinen Sinn, zudem hätte ich behauptet dass man sehr wohl ein Widerrufsrecht hat. Hier ein Auszug:

Die Widerrufsfrist beträgt zwei Wochen, wenn derMieter ordnungsgemäß vom Vermieter über dasWiderrufsrecht belehrt worden ist.

Es gibt bei Mietverträgen kein grundsätzliches Widerrufsrecht.

Wie soll ich deinen letzten Absatz verstehen? Es gibt ein Widerrufsrecht bei Mietverträgen.

@Jewi14

Man immer diese verdammte Autokorrektur.

Es gibt kein Widerrufsrecht

Aus welchem Zusammenhang hast du dass gerissen?

@ErsterSchnee

"Welche Voraussetzungen bestehen für das Widerrufsrecht?

Der Vermieter muss Unternehmer im Sinne des Gesetzes (§ 14 BGB) sein. Das ist er nur, wenn er mehrere Wohnungen vermietet. Teilweise wird vertreten, der Vermieter müsse mehr als acht Wohnungen vermieten, um als Unternehmer zu gelten (LG Waldshut-Tiengen, 30.04.2008, Az. 1 S 27/07). Das Landgericht Köln hat aber schon einen Vermieter mit mehr zwei Wohnungen als Unternehmer angesehen (LG Köln, 26.01.1999, Az. 12 S 256/98 – beide zum damaligen HaustürWG)."

Ein Widerrufsrecht gibt es beim Mietvertrag nur, wenn der Vermieter Unternehmer ist und der Mieter die Wohnung nicht besichtigen konnte. Sonst ist es ja kein Fernabsatzvertrag.

@RobertLiebling

Angenommen, Wohnung wurde besichtigt, alles wurde klar gemacht und nun fährt man als Vermieter (Unternehmer) zur aktuellen Wohnung des Mieters und in dieser Wohnung wird dann der Vertrag beiderseits unterschrieben.

Das ist nun auch kein Fernabsatzvertrag, aber ein Vertrag der zwischen Unternehmer und Privatperson in der Wohnung der Privatperson. Das Widerrufsrecht wurde seinerzeit eingeführt, um Leuten, die z. B. von unseriösen Vertretern in ihrer Wohnung zum Abschluss eines Vertrags genötigt werden sollen, eine einfache Möglichkeit zu schaffen, diese Leute wieder los zu werden. Sie können seither einfach einen Kaufvertrag, Abonnement oder sonstwas unterschreiben, damit der lästige Herr/die klebrige Dame wieder geht. Dann schickt man einen Widerruf hinterher und die Sache ist erledigt.

Ich fürchte und bin daher immer sehr vorsichtig, das das gleiche auch für Mietverträge gilt, wenn es ein Mieter darauf ankommen läßt, sofern der Mietvertrag in seiner aktuellen Wohnung unterzeichnet wurde.

@bwhoch2

Meines Wissens ist es unabdingbar nötig, dass der Mieter nicht die Möglichkeit hatte, die vertragsgegenständliche Wohnung zu besichtigen. Nur dann sind die Voraussetzungen eines Fernabsatzvertrags erfüllt.

@RobertLiebling

Du schreibst über Fernabsatz und ich über Haustürgeschäfte. Mietverträge fallen da zwar nicht unmittelbar drunter, jedoch möchte ich nicht wissen, wie ein Richter reagiert, dem ein Neumiete erzählt, dass er in seiner Wohnung zur sofortigen Unterzeichnung des Mietvertrags genötigt wurde, weil der Vermieter oder Makler sonst nicht gehen wollten.

Ohne Zeugen könnte es problematisch werden und wer ist bei so etwas schon als unabhängiger Zeuge dabei. Lieber also, wenn man sich einig ist, Vertrag hinschicken und darum bitten, dass er möglichst bald unterzeichnet zurück gesandt wird.

Moin!

Ich würde sagen, der Mieter will entweder verhindern, dass ihm irgendwelche eigentlich schon bestehende Schäden oder dergleichen womöglich untergeschoben werden, vielleicht will er aber auch bloß der Neuvermietung in jeglicher Hinsicht entgegen kommen, voller Hoffnung, dass vorzeitig ein neuer Mieter gefunden wird, was ihm ja evtl. helfen würde Geld zu sparen. Ich tendiere daher zum Zweiten.

Schönen Tag noch!

wölfin

Der Mieter ist dann schadernsersatzpflichtig. Er kann zwar kündigen aber eben mit der gesetzlichen Kündigungsfrist

Der Schaden muss vom Vermieter natürlich nachgewiesen werden. Da heute die Wohnung ja dann höchstens einen Monat leer steht, begrenzt sich der Schaden entsprechend.

Welcher Schaden soll deiner Meinung nach dadurch entstehen, dass der Mieter die Wohnung und Schlüssel nicht in Besitz nimmt?

Mieter hat die Kündigungsfrist einzuhalten, ja, aber wo du einen Schaden siehst ist unklar.

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