Was kann ich tun, wenn ich einen Versicherungsnachweis benötige, doch die Versicherung mir keinen ausstellen will?

5 Antworten

Jedoch bin ich laut Aussage der Krankenversicherung nicht mehr
krankenversichert, da die Rentenversicherung meine Beiträge nicht mehr
zahlt, 

Nicht versichert gibt es nicht. Aber wenn keine Beiträge mehr von anderer Stelle fließen, wirst du freiwilliges Mitglied und Beitragsschuldner, sofern keine Chance zur Familienversicherung bestünde.

Der Beitragsbescheid wird dir also alsbald zuflattern (hier lohnt ggf. ein Widerspruch, wenn die DRV auf dem Baum pennt).

Wie sollte ich weiter vorgehen?

Stelle bei der DRV einen Antrag auf Vorschuss auf die zu erwartende Leistung und sende den Bescheid hierüber der Kasse.

der Krankenkasse kannst du diesen Stiefel nicht zuschieben. die können nichts bescheinigen, was nicht vorliegt, d.h. solange die Rentenversicherung keinen Rentenbezug an dich in Form einer Meldung an die Krankenkasse übermittelt, können sie dir das auch nicht bescheinigen.

diese spezielle Meldung wird erst an die Krankenkasse übermittelt, wenn tatsächlich eine Rente an dich ausgezahlt wird. und aus deiner Schilderung schließe ich im Moment, dass die Rente aktuell nicht gezahlt wird, weil der Antrag noch in Bearbeitung ist.

um deinen Fall noch weiter zu spinnen.

wann genau endete der letzte Rentenbezug?

wann genau hast du den Antrag auf Fortzahlung der Hinterbliebenenrente gestellt?

Hallo,

erstens bist du dafür verantwortlich, dass die Unterlagen bei der Krankenkasse ankommen (Einschreiben/Rückschein).

Damit du nicht noch mehr Ezit beim Nachfragen hier verlierst, gehe sofort zu deiner Krankenversicherung, laut gesetz bis du da noch versichert (Beitragsnachzahlungen) Krankenversicherung ist Pflichtversicherung.

Dann bekommst du auch bei Nachzahlung den Nachweis.

Beste Grüße

Dickie59

In der Tat endet die Waisenrente (und damit auch der darüber aufrechterhaltene Versicherungsschutz), wenn die Ausbildung nicht *nahtlos* fortgesetzt wird. Bei einer Unterbrechung von mehr als *exakt* 4 Monaten endet der Anspruch auf Waisenrente mit dem Ende des Monats, in dem die schulische Ausbildung beendet wurde. (siehe § 48 SGB VI).

Jetzt stellt sich die Frage, wann die schulische Ausbildung beendet und wann das Studium aufgenommen werden sollte.

Liegen dazwischen nämlich mehr als 4 Kalendermonate, ist der Rentenbezug beendet und du schuldest deiner KK rückwirkend 4 Monate KV Beiträge i.H.v. € 176.--/mtl. (§ 188 Abs. 4 SGB V). Du könntest hilfsweise bei deiner KK einen Antrag auf freiwillige gesetzliche Versicherung samt Bescheinigung stellen (kann man normalerweise direkt mitnehmen), um die Frist zu wahren. Die Aufnahme respektive der Wechsel in die KVdS kann dann nach Immatrikulation erfolgen. Ich würde zudem raten, hierzu direkt einen Termin bei der Studienberatung respektive der Studentenkanzlei zu vereinbaren. Für die ist das Alltag.


Siehe dazu u.a.

https://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?4,1430413

Die Unterbrechung beträgt bei mir lediglich drei Monate, daher werden auch zu dieser Zeit die Beiträge von der Rentenversicherung übernommen. Das Problem besteht nur darin, dass diese nicht aktiv wird. Danke trotzdem für die Antwort!

zunächst einmal den Ball flach halten. Es kann der Krankenversicherung kein Vorwurf gemacht werden, wenn die Beiträge nicht kommen, egal ob von Dir bezahlt oder einem Amt. Entsprechend wird diese auch keinen Nachweis ausstellen, bis es geklärt ist. Es liegt also an Dir, es mit der Rentenversicherung zu klären. Ggf. können diese auch die Krankenversicherung informieren, dass das Verfahren gerade in Bearbeitung ist.

Auch lassen Bildungseinrichtungen mit sich reden. Wenn man ihnen freundlich (!) erklärt, dass der Nachweis nachgereicht wird, so stehen die einer Immatrikulation auch nicht im Wege.

Das stimmt, die Krankenversicherung hat dahingehend keinerlei Fehler gemacht. Hilfe habe ich von dieser allerdings auch nicht im geringsten erhalten, daher möge man mir nachsehen, dass ich auch auf diese nicht gut zu sprechen bin. 

@student2222

Darf ich offen sein: Wir leben in einem Sozialsystem. Das kann nur existieren, wenn ein grosser Teil der Gesellschaft direkt oder indirekt einzahlt, um einzelne Gruppen sozial zu unterstützen oder temporär zu fördern. So habe ich zwar damals kein Bafög bezogen, doch durfte (fast kostenlos) eine qualitativ-top Bildung (Schule&Studium) geniessen, wofür ich sehr dankbar bin. Dieses Quäntchen Dankbarkeit sollte man immer haben, wenn man Unterstützungsleistungen bezieht.

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