was kann ich gegen eine lüge im testament machen

5 Antworten

Gegen das Testament kannst Du garnichts machen, es sei denn, Du kannst nachweisen, dass sie nicht testierfähig war. Ist das Testament vom Notar beglaubigt, hat dieser damit auch die Testierfähigkeit festgestellt. Auf deinen Pflichtteil hast Du aber immer Anspruch, egal, was im Testament steht.

Wie so oft bei Rechtsfragen - jede Menge Antworten bar jeglicher Sachkenntnis :-(

Und wie so oft bei Rechtsfragen hilft ein Blick ins Gesetzbuch weiter ;-)

In diesem Fall BGB, Par. 2333, darin sind die Gründe aufgeführt, aus denen der Pflichtteil entzogen werden kann, hier zu finden: http://dejure.org/gesetze/BGB/2333.html

Zum einen ist fraglich, ob eine im Affekt ausgestoßene telefonische Morddrohung bereits ein "nach dem Leben trachten" darstellt.

Zum anderen reicht die einfache Behauptung, auch wenn sie notariell beurkundet ist, nicht aus. Vielmehr muss der Anspruchsgegner (also der Erbe, den Du auf Herausgabe des Pflichtteils verklagst) beweisen, dass Dir der Pflichtteil zu recht entzogen wurde, Du also beispielsweise der Verstorbenen nach dem Leben getrachtet hast.

Andere Frage: Hat Dir denn die die Verstorbene explizit den Pflichtteil entzogen, oder hat sie Dich nur enterbt? Denn das Recht, den Pflichtteil zu entziehen, soweit die Voraussetzungen des Par. 2333 gegeben sind, steht nur dem Erblasser zu, nicht dem Erben.

was hat sie dir gegeben? das leben. was willst da rumstreiten?

du wirst keinen frieden finden. allerdings ist die aussage die sie da macht merkwürdig. bekam sie irgendeine art an Medikation? die wirken sich manchmal halluzinatorisch aus. wenn du weisst, das du das nicht getan hast. ist es egal. gib ihr den wunsch des Friedens.

wenn du "gehst" kannst auch nichts mitnehmen. das letzte Hemd hat keine Taschen. ^^ und alles was ihres war - war nicht deins. also kannst auch ohne dem leben.

mdg

Hört sich fast so an, als hätte jemand anderes das Testament gemacht. Oder hattest du keine gute Beziehung zu deiner Mutter? Gibts jemanden, der irgendwas damit zu tun haben könnte?

Erbschaft ist leider sehr streitanfällig.

Juristisch enterbt bedeutet, man bekommt immer noch den Pflichtteil, der einklagbar ist. Der Pflichtteil ist die Hälfte dessen, was man sonst bekommen hätte. Der Antei ist nun wieder abhängig von der Anzahl der Erben. Z.B. Vater und ein Geschwisterchen macht 25 % der Erbmasse (Aktiva (Guthaben, Haus... minus Passiva (Beerdigungskosten, Schulden,...)). Pflichtteil macht dann nur 12.5%!

Nur, wenn Leib und Leben bedroht wurde, kann man tatsächlich jemanden so richtig/ komplett enterben! Auch das ist sehr streitanfällig, der Nachweis u.U. ist auch schwer zu führen.

Läuft dann alles über Anwälte vermute ich, keine Rechtschutzversicherung wird zahlen! Als Forderer wird das sowieso ne üble Nummer, weil man zumeist auf die Auskunftspflichten sich verlassen muss, am besten direkt ein notarisches Inventar anfordern,das erhöht das Passiva aber das spart Zeit. Aber auch der Notar kann nicht mutwillig verschwiegenes Finden und muss sich auf Auskünfte verlassen.

Ein kläffender Rechtsanwaltidiot kann hier viel bewirken. Das Familienidyll ist dann aber endgültig fürn ...

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