Was haltet ihr von waldorf schulen?

22 Antworten

Zwar beruhen die Konzepte der Waldorfschulen auf der Anthroposophie, aber darüber wird dort kaum gesprochen, weil auch viele Lehrer dort davon wenig Ahnung haben.

  • An Waldorfschulen werden die Kinder als ganzheitliche Menschen ernst genommen - im Gegensatz zur Staatsschule, wo die Schüler nur als Leistungsträger in einem bestimmten Fach beurteilt werden.

  • An Waldorfschulen wird sehr viel mehr interdisziplinär gelernt - die Grenzen zwischen den Fächern werden also nicht als unverrückbar hingenommen.

  • An Waldorfschulen werden die Kinder nicht nur intellektuell gefördert, sondern auch handwerklich und künstlerisch.

  • Ehemalige Waldorfschüler werden oft Künstler, Schauspieler, Musiker oder Mediziner, kaum aber Banker, Juristen oder Betriebswirte

Eurythmie ist auch Kunst oder? Weil wenn ja dann werde ich auch mal Künstlerin :D ich liebe Eurythmie

Waldorfschule haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Aus eigener Erfahrung als ehemaliger Waldorfschüler kann ich sagen:

VORTEILE:

  • es ist nicht so stressig (da keine Noten, usw.); der Schüler verspürt oft im Alltag dort eine gewisse größere Freiheit;

  • die ARCHITEKTUR (sowohl Innen- als auch AUßenarchitektur) ist sehr menschenfreundlich und angenehm, so dass man sich dort in dieser Hinsicht gerne aufhält;

  • man hat viel handwerklichen und künstleriischen Unterricht (vor allem Malen und Schauspielen, sowie "Eurythmie" (ein spezieller Ausdruckstanz);

  • die Schule erhebt den Anspruch, jeden Schüler nach seinen individuellen Neigungen und Talenten zu fördern;

  • die Schule ist recht vielseitig, und bietet außer den regulären auch viele Fächer an, die eine normale, reguläre Schule nicht bietet;

  • viele Aktivitäten machen vielen Schülern dort SPASS, z.B. Schulfeste (z.B. "Basare"), Eurythmie, Malen, Musik, Feldmessen, Schauspiel, Handwerk, viele Klassenfahrten, die Abschlussfahrt nach Griechenland, ... dieses führt oft auch zu einem guten, kameradschaftlichen Verhältnis zu den Lehrern, die nicht nur als "üble Stressmacher" wahrgenommen werden, die vor allem in der Form in Erscheinung treten, den Schülern durch "ungerechte Noten" ihr Leben "zu vermiesen", u.Ä.;

  • die Tatsache, dass die meisten Schüler Schulgeld bezahlen, führt oft zu einer starken Position der Eltern und Schüler gegenüber Schule und Lehrern;

NACHTEILE.

  • mangelnder Einsatz von LERNMITTELN (z.B. kaum Schulbücher werden verwendet);

  • das esoterisch- religiöse WEltbild, das dort oft zum Ausdruck kommt, ist nicht Jedermann's Sache und wird oft als nicht mehr zeitgemäß oder zu einseitig empfunden;

  • bestimmte moderne Entwicklungen werden - nach meinen Erfahrungen - stark abgelehnt: z.B. Rockmusik, Fernsehen, Fussball, Atheismus, ... (man hat daher manchmal den Eindruck, es hier mit einer etwas seltsamen, unmodernen Einrichtung zu tun). Das kommt oft den Interessen des modernen Schülers nicht entegegen (und kann daher auch kaum mehr durchgesetzt werden, weil die LEhrer da i.d.R. mit der Vermittlung des (oft von den Schülern als äußerst schwer verständliches) Weltbild resignieren; dennoch wird dieses manchmal in bestimmten Maßen noch von alten, besonders orthodoxen Waldorflehrern versucht zu vermitteln);

  • häufig wird MANGELNDER REALTIÄTSBEZUG der Schule vorgeworfen; der Schulalltag ist z.T. recht esoterisch und unpraktisch; viele (Waldorf- spezifische) Schulinhalte spielen in der Realität kaum (noch) eine Rolle (z.B. Eurythmie, "Germanische Mythologie", Spinnen, ... ); dagegen wird vieles nicht vermittelt, das in der Realität (z.B: auf dem Arbeitsmarkt) gefordert wird; demnach produziert die Schule zu stark "an der Realität vorbei", bzw. am allgemeinen Arbeitsmark, kommt dessen Forderungen nicht in genügender WEise nacht;

  • Fachliche Ausbildung: viele Lehrer haben keine besodners fachliche Qualifikation;

  • in den ersten 8 Schuljahren werden die meisten Fächer vom Klassenlehrer unterrichtet; kommt man mit diesem nicht klar, ist es für den betreffenden Schüler eine unbefriedigende Sache;

  • entgegen den so oft postulierten Ansprüchen und Zielsetzungen wird der Schüler nicht immer individuell besonders gefördert - nach meiner Erfahrung!;

  • das Ausbleiben von Leistungsüberprüfungen fürht oft zu niedrigem Lernniveau; Klausuren werden ihrem Wesen nach dabei einseitig negativ behandelt, obwohl diese - gutes Abschneiden des Schülers vorausgesetzt - durchaus dem Schüler auch Motivation geben können; zumindest kann so sein Wissensstand abgerufen werden (oft hält sich der Schüler nämlich für besonders leistungsstark, obwohl er es - nach objektiven Kriterien - nciht ist (und eine Prüfung ist eine relative objektives Kriterium für das Abrufen des Wissensstandes); echte Schwächen des Schülers werden so oft nicht früh genug erkannt;

  • durch das Fehlen von Zeugnissen und der Vergabe durch Noten aufgrund dem Ausbleiben von Klausuren hat der Lehrer oft keine große Autorität über seine Klasse;

  • die SCHULKLASSEN sind oft viel zu GROSS (oft bis zu 40 Schülern pro Klasse!);

  • oft werden bestimmte Kernfächer, wie Mathematik und Grammatik, - insbesondere in den ersten Schuljahren - stark vernachlässigt;

  • von den Eltern wird oft viel Mitarbeit am Schulleben erwartet, was viele Eltern aber - zB. aus Zeitmangel - nicht leisten können;

Alles in allem würde ich aufgrund meiner eigenen, praktischen ERfahrung sagen, dass diese Schule i.d.R. eher nicht empfehlenswert ist, weil zu wenig auf die heutigen Bedürfnisse ausgerichtet; was früher modern war, ist heute z.T. fragwürdig. Die Schule wird in der Praxis ihren eigenen Ansprüchen oft nicht gerecht, und lässt viele im Leben wichtige Dinge oft zu kurz kommen. IN Einzelfällen kann es dennoch Sinn machen, sein Kind auf eine solche Schule zu schicken. Auch weisen verschiedene Waldorfschulen nicht immer das gleiche Schulniveau/ einen gleichen Ruf auf. Erkundigungen vorab sind daher ratsam!

Also, die Gerüchte die ich gehört habe:

Man muss von anfang an dabei sein,s eid dem KiGa, weil die ein anderes Lernsystem haben und man erst in der 2. oder 3. klasse schreiben lernt... geht man an ne andre schule muss man nachholen

was ich auch gehört habe un bisher auch gesehen habe, is der künstlerische aspekt. sehr ausgeprägt sehr gut.

was ich miterlebt habe: mein kleiner freund (damals 3 jahre) sollte in den Waldorfkiga, weil das der bsite da bei uns auf den Dörfern war. Er konnte nen Probetag kommen, zum St. Martinsfest. Er kam ganz stolz mit ner Schumilaterne(ok ich fände die ah ätzend :P aber er fand sie toll) und schumi jacke. Die eltern haben ihre Kinder weg gezogen von chris und seiner mum und die erzieherinnen haben die beiden ignoriert ;)

ansonsten muss ich gestehen habe ich mich nei damit befasst, obwohl ich erzieherin bin, ich weigere mich nach der geschichte mit meinem kleinen freund mich mit denen zu befassen.

ich habe es bisher nur als überheblich wahrgenommen, das is doch bissl widersprüchlich zum leitbild.

aber wie gesagt alles nur vom hören sagen...denke da spalten sich die meinungen auch extrem

ne man kann immer einsteigen..

@avira

Ja. Ich selbst bin in der 4ten Klasse von einer Grundschule aif die Waldorfschule gewechselt und wurde sofort freundlich aufgenommen. Bin jetzt seit 8 Jahren fester Bestandteil der Klasse.

wir hatten einuge die später zu uns kamen und sich anfangs für voll schlau hielten aber inzwischen kommen sie halt sooo mit und haben sich nicht zum klassenbesten entwickelt

Dass Waldorfs überheblich seien, habe ich noch nicht erlebt. Eher anders herum. Viele belächeln Waldorfschüler*innen, weil sie anders sind. Ich erlebe Waldorfs als offener, als viele andere.

Vielen, auch Ihnen, würde es gut tun, sich mit der Waldorf-Bewegung auseinanderzusetzen. Und zwar nicjt mit den Vorurteilen "Das sind doch eh nur esoterische, verschwörungsgläubige und überhebliche Spinner".

die frage ist zwar irgendwie schon uralt, aber ich geb hier trotzdem mal meinen senf ab :D ich war von der 10. bis zur 12. auf ner waldorfschule und hab da meinen realschulabschluss gemacht (der im übrigen genau der selbe ist wie an anderen schulen,auf denen man den realschulabschluss machen kann!)

ich fand die waldorfschule vieeel besser als die staatlichen auf denen ich war (war davor gymnasium u. realschule), es wurde viel mehr auf meine individuelle persönlichkeit geachtet und es wurde auch nicht so als schlimm angesehen, wenn ich irgendwo schlechter war als andere bzw. für manche sachen länger gebraucht hab oder so (genauso war's natürlich auch bei meinen mitschülern)

ich find einfach, viele, die nicht auf ner waldorfschule waren, reden viel zu viel negatives über waldorfschulen, obwohl sie oft noch nie ne waldorfschule betreten haben und auch meistens nur mal was von "namen tanzen" gehört haben ... andererseits gibt's auch waldorfschüler, die schlecht über staatliche schulen reden, obwohl da auch nicht alle schlecht sind :3 (zb war ich nach der waldorfschule auf nem wirtschaftsgymnasium, auf dem auch sehr auf die einzelnen schüler geachtet wird, obwohl es da viel mehr schüler gibt!)

so dumm/weltfremd können die waldorfschüler gar nicht sein, mag sein, dass wenig leute ihr abitur da machen, aber die haben auch gute schnitte. bei mir selbst war's so, dass wir so n paar über 20 schüler waren, die die mittlere reife gmeacht haben und der klassendurchschnitt lag so bei note 2. abiturienten hatten wir glaub 12 oder so und da waren auch drei dabei, die nen schnitt von 1, haben (eine hat einen von 1,1 und studiert jetzt medizin, ne andere hat 1,3 und die 3. 1,4 glaub ich. dann gibts viele mit 2, und auch einen mit 3,9 ;D)

also ist es eigentlich genau so wie bei ner staatlichen schule. ich find auch nicht, dass meine ehemaligen waldorfklassenkameraden irgendwie nicht mit der "realität" zurecht kommen oder so, ganz im gegenteil :D

natürlich kann ich jetzt nicht behaupten, dass alle waldorfschulen supertoll und empfehlenswert sind, da gibt's untereinander natürlich auch unterschiede, aber genau so ist das doch auch bei ner staatlichen schule!

also an alle leute, die nie auf ner waldorfschule waren: bildet euch bitte nicht zu schnell ein urteil, nur weil ihr mal irgendwo irgendwelche fakten aufgeschnappt habt, aber kaum was darüber wisst :D genauso an alle waldorfschüler, die nie auf ner staatlichen schule waren, es gibt auch gute staatliche schulen, die sehr auf die einzelnen schüler achten und rücksicht nehmen ;D

Find ich prima. Leider kam ich nie in den Genuß mal meinen Namen zu tanzen :-D Ne, im Ernst: Halte das für eine sinnvolle Alternative. Hätt ich Kinder, würde ich die auf eine Waldorfschule schicken. Klare Sache.

Und riskieren, daß sie ein schlechteres Abitur machen und nicht zu Leistungsbereitschaft erzogen werden? Möchtest Du wirklich Kinder haben, die erst in der 3. Klasse lesen lernen? In dem Alter hatte ich schon sehr viele Bücher gelesen!

@Kajjo

Wozu Leistungsbereitschaft oder Leistungsdruck führt, kannst Du anhand der weltweit führenden Schüler Suizid Statistik der Japaner sehen. Viel Spaß.

@Kajjo

öööööhm nur mal so in der 3. klasse lernt man lesen und schreiben ja, schreiben mit der feder und altschrift und lesen altschrift ;) da sind die waldorfschulen anderen voraus. wobei ich mit 5 gelesen habe o.ô

@MakotoAmano

Was bitte soll das bringen ? Ich mein, die wenigsten Texte werden wohl in Altschrift sein. Es sei denn die Waldorfschulen setzen auf Geisteswissenschaften.

@Cebe92

das gehört nunmal zur Allgemeinbildung...auch wenn nicht so doll..

@Kajjo

ist zwar schon 5 Jahre alt diese Diskussion, aber ich lernte in der 1./2. Klasse Lesen/Schreiben ^^

@Kajjo

wieso schlechtes Abitur? An einer Waldorfschule wird das selbe Abitur absolviert wie an einer Staatschule----> das ist auch der Grund weshalb es auszuschliesen ist das es an Waldorfschulen nur dumme Kinder gibt.

@Kajjo

wie riskieren dass sie eins glätteres Abi machen??? das ist nun mal so. man riskiert mit seinen Kindern immer was. wenn du kinder in die schule schickst riskierst du eine nicht gemachte Hausaufgabe. aber was hat das jetzt mit waldorf zu tun??? Auch an stahlt riskiert man dass das kind eine schlechtere Leistung bringt als man will. Das ist das leben. komischer kommi... das einzige was man riskiert ist an einer staatl.:

Mobbing

Falsches Denken

Unsozial Kompetenz

Frust

Kein Bock zu Schule zu gehen

aber da ist nun mal ein RISIKO. Riskieren tut man immer.

@Kajjo

wie riskieren dass sie eins glätteres Abi machen??? das ist nun mal so. man riskiert mit seinen Kindern immer was. wenn du kinder in die schule schickst riskierst du eine nicht gemachte Hausaufgabe. aber was hat das jetzt mit waldorf zu tun??? Auch an stahlt riskiert man dass das kind eine schlechtere Leistung bringt als man will. Das ist das leben. komischer kommi... das einzige was man riskiert ist an einer staatl.:

Mobbing

Falsches Denken

Unsozial Kompetenz

Frust

Kein Bock zu Schule zu gehen

aber da ist nun mal ein RISIKO. Riskieren tut man immer.

@Kajjo

Sie haben sich wohl nie mit Waldorfschulen beschäftigt?

Waldorfschüler werden sehr wohl zu "Leistungsbereitschaft erzogen". Nur nicht mit dem Druck wie in Regelschulen. Die Abischnitte sind oft genau so gut, wie an Gymnasien. Teilweise sogar besser.

Der große Unterschied ist, dass bei Waldorfs Kinder als eingenständige und individuelle Menschen wahrgenommen werden und auch so gefördert und gefordert werden. Sie werden nicht mit Gewalt in ein System gepresst.

Ich würde ihnen raten, sich mehr mit der Waldorfbewegung auseinanderzusetzen. Und zwar ohne Vorurteile.

Es sind eben nicht nur dumme, Namen tanzende Verschwörungstheoretiker

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