Warum tragen Richter/Anwälte Roben? Tun sie das immer oder nur ab gewissen Instanzen?

3 Antworten

Ursprünglich wurde die Robe von dem Juristenhasser Friedrich d. Gr. eingeführt, als schwarzer Wollumhang "auf das man sie Spitzbuben von weitem erkenne" wie es in seinem Erlass heißt. Über die Jahre wandelte sich aber die Bedeutung zu dem bereits hier genannten.

Im Juristendeutsch heißt die Robe "Amtstracht". Richter und Staatsanwälte tragen im Gerichtssaal immer Robe, außer der Richter macht eine Mediation oder ein Schiedsverfahren oder ähnliches. Anwälte müssen nur Roben tragen, wenn das bei dem jeweiligen Gericht so üblich ist. In Berlin trägt man z.B. bei Amtsgerichten, beim Arbeitsgericht und beim Sozialgericht keine Robe.

Warum das sein muss, darüber kann man ohne Ende diskutieren. Warum haben Strafverteidiger weiße Schlipse? Warum tragen BGH-Richter rote Roben? Warum haben Richterroben Samtbesatz und Anwaltsroben Seide? Es ist in erster Linie alles Tradition. Es soll wohl die Würde des Gerichts ausstrahlen (und die Anwälte sind Organe der Rechtspflege, auch wenn sie natürlich nicht dem Gericht angehören). Es soll erkennbar sein, wer im Saal zur Rechtspflege gehört und wer "nur" Partei, Zeuge oder Zuhörer ist. Und es soll wohl die Zivilkleidung der Richter, Anwälte usw. verdecken.

Das ist Tradition. Außerdem sind das Zauberroben. Damit verstecken sie sich vorm Gesetz.

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