Warum sind für Selbstständige und Freiberufler Wochenend- und Nachzuschläge nicht auch steuerfrei und warum gilt für Selbstständige kein Arbeitsschutzgesetz?

6 Antworten

Der Grund des Übels sind Deiner Erläuterung nach die "aufgezwungenen" Tätigkeiten und Zeitpläne. Diese Überbelastung würde aber durch eine partielle Steuerbefreiung nicht aufgehoben werden. Ich sehe hier überhaupt keine Korrelation.

Die Steuerbefreiung rührt übrigens aus der Zeit des zweiten Weltkriegs, als es den Nazis darum ging, die Arbeitnehmer bei Laune zu halten, die in Nachtschichten in den Fabriken arbeiten mussten.

Meines Erachtens gehören diese Befreiungen aufgehoben. Wird natürlich keine Partei fordern, da sie dann Wählerstimmen verliert.

Wenn man in Berufen arbeitet, die von der Arbeitszeitgestaltung flexibel sind, sollte es keinen Unterschied machen, ob man an einem Wochentag oder am Wochenende arbeitet. Für mich als Angestellten wäre es auch wesentlich praktischer, wenn ich eine Arztpraxis hätte, die ich am Samstag aufsuchen kann. Dann muss ich nicht gleich immer einen halben Urlaubstag opfern. Nur weil ich mal wegen einer Kleinigkeit zum Arzt muss, weil ich ohne Rezept kein Medikament bekomme, kann ich mich ja nicht krankschreiben lassen.

Fussballer bekommen übrigens keine Steuerfreiheit, obwohl sie viel an Wochenenden arbeiten.

Trotzdem ist die Frage nach der zumutbaren Arbeitszeit von Ärzten - seinen sie nun freiberuflich (was ja auch nicht wirklich "frei" heißt) oder angestellt - vor allem auch wegen des hohen Verantwortungspotenzials völlig berechtigt.

Wenn im Bereitschaftsdienst von Krankenhausärzten 13 Stunden erlaubt sind - wegen der (eher theoretischen) Möglichkeit von Ruhezeiten -, dann sind das Zustände, die bei anderen Arbeitnehmer kaum hingenommen werden. Und ich möchte keinem Patienten wünschen, von einem Arzt in einem Notfall operiert werden zu müssen, der befreit seit 12 Stunden im stressigen Dauereinsatz war.

Und auch in der viel gerühmten Hausarztpraxis ist es nicht gerade wünschenswert, am Ende eines Tages von einem völlig übermüdeten Arzt untersucht und behandelt zu werden.

@Familiengerd

Dagegen sage ich ja auch nichts. Aber noch einmal:

Diese Überbelastung würde aber durch eine partielle Steuerbefreiung nicht aufgehoben werden. Ich sehe hier überhaupt keine Korrelation.

Zur Korrelation "Zwang-Steuerbefreiung": Ich würde mir eine Steuerbefreiung der Wochenendzuschläge wünschen, weil diese bei angestellten Ärzten auch befreit sind. Ich höre aber schon die Antwort: "Aber Du bist ja eben nicht angestellt, sondern Selbstständig. Deshalb kannst Du Dir es ja im Gegensatz zu Angestellten aussuchen, wann Du arbeitest und auch wie viel Du arbeitest. Du verdienst dann ja auch als Selbstständiger mehr, wenn Du viel arbeitest". Deshalb gleich das Gegenargument vorweg: Das hat mit Selbstständig nichts zu tun und schon gar nicht mit freier Entscheidung: Dazu wird man gezwungen. Man würde auch gerne auf das Geld verzichten und dafür mal etwas zur Ruhe kommen: Danach wird man aber nicht gefragt. Insofern sollte es schon wohl einen Unterschied machen, wenn man die Gerechtigkeit einer Steuerregelung diskutiert, ob man zu dieser Arbeit zur Unzeit verpflichtet wird, oder ob man das aus Gründen der Gewinnmaximierung freiwillig macht.

@Charlieken

Noch einmal: Diese Überbelastung würde aber durch eine partielle Steuerbefreiung nicht aufgehoben werden. Ich sehe hier überhaupt keine Korrelation. Was willst Du!!!

@Bakaroo1976

Die Frage bestand aus zwei Teilaspekten, die sehr wohl in Zusammenhang stehen und in der Frage mit dem Wörtchen "und" verknüpft wurden. Der gemeinsame Hintergrund ist in beiden Aspekten eine Anlehnung an die unfreie Beschäftigung als weisungsgebundener Arbeitnehmer und die Frage hier mal an "Nichtärzte" (die Meinung von Ärzten dazu kenne ich ja schon), ob auch Außenstehende, die es neutral betrachten können, der Meinung sind, dass eine Beschäftigung, die man weisungsgebunden unter Zwang auszuführen hat, nicht auch rechtlich mit gleichen Vorteilen verbunden sein sollte, wie eine Tätigkeit, die ein weisungsgebundener unfreier lohnempfangender Arbeitnehmer ausführt. Es geht um die Frage des "Rechtempfindens" und nicht um die Frage, wie das Recht im Moment praktiziert wird! Mir ist völlig klar, dass ich jeden Wochenendzuschlag auch in der Steuererklärung angeben muss und auch zu versteuern habe udn mir ist auch klar, dass für mich keinerlei Arbeitsschutzzeiten gelten und ich unfreiwillig zum Nachtdienst gezwungen bin, selbst wenn das ohne dass ich den geringsten Einfluss darauf hätte zu unverantwortbaren Müdigkeitszuständen nach 36 Stunden Dauerstress führen kann. Die Frage sollte nicht die sein, ob man durch Steuerbefreiung nicht eine Überbelastung aufheben kann!! Habe ich so nie gefragt!!! Die Frage sollte sein, ob es Nichtärzte nicht auch als ungerecht empfinden, bzw ob jemand weiß, warum es überhaupt so festgelegt wurde, dass zwar Angestellte unter Schutz stehen, was Arbeitsbelastung angeht und auch was das Versteuern von solchen Tätigkeiten über das normale Maß hinaus angeht, aber Selbstständige selbst dann nicht, wenn Sie zu diesen Tätigkeiten ohne irgendein freiwilliges Zutun gezwungen werden. Aber ich sehe schon: Man muss in unserem irrsinnigen Gesundheitssystem selber mal einige Jahre als Kassenarzt gearbeitet haben, bevor man überhaupt im Ansatz auch nur versteht, was ich meine. Ich glaube das Mißverständnis ist symptomatisch für das ganz tief sitzende Problem: Wir Ärzte werden zwar als "Selbstständig" oder "Freiberufler" bezeichnet und tragen auch eigenverantwortlich, wie andere Selbstständige das Risiko für unternehmerische Entscheidungen, Personal, Kunstfehler und Regresse komplett selber, aber wenn es um die Einnahmen geht, sind wir durch Budgets und Pauschalen durch absolute Planwirtschaft im Prinzip doch nichts Anderes als effektiv weisungsgebundene angestellte unfreie Ärzte mit einem festen budgetierten Gehalt. Wir können uns weder aussuchen, wann wir arbeiten noch wie viel wir arbeiten, wie es viele andere Selbstständige können, die ihr Arbeitsvolumen dann reduzieren können, wenn ihr EInkommen den Laden trägt und auch durch Mehrarbeit mehr Einkommen erzielen können. Gerade der Hausarzt auf dem Lande ist ein Paradebeispiel dafür, da er zu 99% von Kasseneinnahmen lebt. Die Frage nach dem, was gerecht ist und die Frage nach den Ursachen dafür, dass Hausärzte auf dem Lande dringend gebraucht werden und trotzdem keine zu finden sind, müssen wir uns stellen, wenn wir mehr Ärzte auf dem Lande wollen. Es nützt auch nichts, wenn Ärzte das immer nur unter sich diskutieren- deshalb mal hier ein Versuch Gedanken Außenstehender aufzuschnappen. Ich persönlich glaube, dass das Hauptproblem wirklich darin liegt, dass kein logisch denkender Mensch sich freiwillig nur die Nachteile der Marktwirtschaft auf den Hals binden möchte, wenn er auf der anderen Seite nicht einmal die Vorteile der Planwirtschaft genießen kann. Zum Einen werden einem die Hände so gebunden, dass man sich fühlt, wie ein angestellter unfreier Arzt, der absolut nichts selber entscheiden darf und zum Anderen bekommt man aber keine Zuschläge wie angestellte Ärzte und auch in keiner Weise den selben Schutz. Dann gehe ich doch wirklich lieber in ein MVZ als angestellter Arzt (gibt es auf dem Land selten!) oder mache eine Privatpraxis auf oder lasse mich als Kassenarzt in einer großen Stadt nieder, weil ich dort wenigstens einen großen Anteil an Privatpatienten habe, bei denen die KV sich nicht von Außen so reinmischen kann. Ganz klar: Ich könnte noch 1000 andere Aspekte nennen, die in diese Richtung gehen: Hier wurden nun eben nur mal die beiden Aspekte Arbeitszeitschutzgesetzt und Versteuern von Zulagen genannt, ohne dabei zu behaupten, dass die Arbeitszeitüberlastung durch steuerfreie Zulagen besser würde!

@Charlieken

Danke - dann bist Du ja meiner Meinung, dass durch steuerfreie Zulagen die Überlastung nicht durch steuerfreie Zulagen beseitigt wird. Hab mich ja nur gewundert, was diese Frage sollte.

@Bakaroo1976

Herrgottnochmal!

Die Frage ist hier doch erst einmal nicht die Beseitigung der "Überlastung" - die schnell und einfach wohl auch gar nicht möglich sein wird -, sondern eine finanzielle Kompensation als "Ersatzausgleich"!

Das sollte Dir inzwischen doch endlich mal klar geworden sein!

@Familiengerd

Und jetzt ich nochmal - Wenn Du an Übermüdung leidest, dann nutzt Dir Nahrungs nichts. Dann hilft nur Schlaf.

@Familiengerd

Gibt da so einen schönen Spruch aus einem Woody Allen - Film: "Das Essen hier ist echt schlecht." Antwort: "Stimmt, und außerdem sind die Portionen viel zu klein!" So empfinde ich Eure Beiträge, eben nur anders herum.

@Familiengerd

Wenn Du überlastet bist, dann hilft Dir Geld auch nicht. Das war mit diesem Vergleich gemeint.

@Bakaroo1976

Aha, sehr "aufschlussreich".

Mir sagt das jetzt nur, dass Du einen Woddy-Allen-Film gesehen und Dir diese Szene gemerkt hast - sonst nichts.

... und dass Du das Anliegen des Fragestellers nicht ansatzweise zu kapieren in der Lage bist (oder es einfach nicht willst oder uns verars... oder was weiß ich ...).

"Wenn Du überlastet bist, dann hilft Dir Geld auch nicht."

Zum wiederholten Male und für Dich gaaanz laaangsaaam: Das - hat - auch - kei - ner - be - haup - tet!

Und jetzt reicht's mir ...

@Familiengerd

Aus welchem Grund möchtest Du dann Geld?

@Bakaroo1976

Eine sicherere Einnahmequelle als die KV gibt es fast nicht. Also wo ist das Problem mit dem Geld - und nur darum geht es in dieser Diskussion. Der Arzt, der gesetzlich gezwungen wird, Dienst zu tun, bekommt dafür Geld. Dir geht es augenscheinlich nur darum, dass dieses Geld nicht ausreichend ist.

@Charlieken

Entschuldigung - die Abrechnung durch die KV ist Planwirtschaft. Welches marktwirtschaftliche Risiko trägst Du denn da?

"Also ist im Prinzip nicht nur die Frage, warum für Freiberufler mit
Zwang zur Nacht und Wochenendarbeit steuerrechtlich andere Gesetze
gelten, sondern auch die Frage, warum es hier andere oder schlicht gar
keine Arbeitsschutzgesetze gibt?"

Wen möchtest Du denn verklagen, wenn diese Regelung auch für Selbständige gelten soll und dagegen verstoßen wird - die Kammer, die KV, den Ärztebund, Ärzte ohne Grenzen?

Ach ne, halt. Du bist ja Dein eigener Arbeitgeber bzw. Deine Patienten. Genau, jetzt hab ich´s. Wenn Du so viele Überstunden machen musst, dann musst Du Deine Patienten verklagen, so wird ein Schuh draus.

Und wenn ein Selbständiger freiwillig Überstunden macht - kann der dann auch von seinen Konkurrenten verklagt werden?

Es geht nicht um Trump! Es geht nicht um die Frage, wie hübsch seine Frau ist! Es geht nicht um seine Intelligenz! Es geht auch nicht darum, Dir zu sagen, dass Du was "falsch" verstanden hast! Es geht nur darum, dass Du die Frage nicht so verstanden hast, wie ich sie gemeint habe! Die Sache mit Trump war nur ein Beispiel für ein solches Missverständnis! Du hast Ja Recht: Vielen Ärzten geht es nur ums Geld! Und wenn man von unverantwortbarer Überladtung redet, bleibt diese genau so unverantwortlich, wenn es dafür durch Steuerbefreiung mehr Geld gibt! Da bin ich ganz bei Dir und solche Dinge klarzustellen ist ja auch sehr wichtig!! Aber mir ging es bei der Frage nicht ums Geld! Ich habe zwar auch im Teilaspekt nach Steuergeld gefragt, des Pudels Kern sollte aber ein Anderer sein! Aspekte  wie zB. fehlende Steuerbefreiung von Wochenendzulagen und fehlende Arbeitszeitschutzgesetze trotz völlig enger und budgetiertet Arbeitsbedingungen, die eher einem Angestelltenverhältnis gleichen und nichts mehr mit freier Selbstständigkeit in der Marktwirtschaft zu tun haben könnten ja auch mit ein Grund dafür sein, dass von den Ärzten kaum noch jemand als Kassenhausarzt niederlassen möchte. Die Frage war also, wie es sein kann, dass trotz der zu einem weisungsgebundenen Angestellten  vergleichbaren Unfreiheit, bei diesen Aspekten ganz anders verfahren wird ohne dass ich jemals behauptet habe, dass ich mit Aufwertung von einem Teilaspekt (Steuern) den Anderen (Überlastung) kompensieren könnte! Ich weiß wirklich nicht mehr, wie ich es sonst noch erklären kann! 

Aber trotzdem extrem lehrreich für mich, dieses Problem mal in so einem Umfeld hier zu diskutieren. Es lehrt schon mal, dass ganz schnell immer versucht wird, die Diskussion in die Richtung zu lenken, dass Ärzte immer sowieso nur mehr Geld wollen. 

Feiberufler und Selbstständige erhalten keinen Lohn, daher auch keine extra Zuschläge.

Und warum beschwerst du dich darüber, dass du als selbstständiger soviel arbeiten musst?

Was glaubst du denn wie es den Betreibern von z. ambul. Pflegediensten oder Apothekern ergeht?

Oder was glaubst du wie es anderen Selbsständigen ergeht, die in medizinischen Berufen arbeiten?

Oder wie sieht es aus bei anderen Notdiensten wie Wasser, Strom Gas?

Hat dich wer gezwungen selbstständig zu werden.?

Selbstständig, das solltest du als angeblicher Arzt wissen

( Doch wir freiberuflichen Praxisärzte werden dazu gezwungen)

bedeutet: Selbst und Ständig

Hm und dass du niedergelassener Arzt bist, kann ich so nicht ganz glauben.

Ziemlich viel Polemik!

dem hausarzt, facharzt hno , gyn ,orth. , psych , befiehlt keiner  mehrstunden .  also denke erst .

"also denke erst"

Das sagt so großspurig der Richtige - ausgerechnet Du!?!?

Auch freiberuflich arbeitende Ärzte können sich Ihre Arbeitszeiten nicht nach Belieben aussuchen.

Die Überlegungen des Fragestellers sind durchaus nicht unberechtigt!

Und auch, wenn man die zugemuteten Arbeitszeiten z.B. von angestellten Assistentzärzten in Krankenhäusern mit ihrem hohen Verantwortungspotenzial vergleicht mit den erlaubten Zeiten "normaler" Arbeitnehmer, ist das logisch nicht nachvollziehbar.

@Familiengerd

"Auch freiberuflich arbeitende Ärzte können sich Ihre Arbeitszeiten nicht nach Belieben aussuchen." - Doch, viele können das. Da hat Kuestenflieger Recht.

@Bakaroo1976

das können organisierte schwer fassen .

@Kuestenflieger

@ Kuestenflieger:

organisierte

Was das mit "Organisierte" zu tun hat, wirst wahrscheinlich nicht einmal Du selbst wissen - das ist aber wieder ein Beleg dafür, dass Vorurteile, ideologische Voreingenommenheit und Dein Hass auf die Gewerkschaften (hast Du den von den Nazis geerbt?) Dein Denken beherrschen.

@ Bakaroo1976:

Doch, viele können das.

Das mag ja für freiberuflich tätige Ärzte gelten, die ausschließlich Privatpatienten behandeln, die als reine Privatärzte keine Kassenzulassung haben

Für niedergelassene Kassenärzte  - wir reden nicht von den freiberuflichen, die nur Privatpatienten behandeln!! - gibt es Restriktionen, die sich zwangsläufig aus der Bedarfsplanung für die Regulierung der Zulassungen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung ergeben.

Die durchschnittliche (!) wöchentliche Arbeitszeit von kassenärztlich zugelassener Hausärzte lag 2014 bei 56 Stunden, die von Fachärzten bei 53 Stunden.

Das als "normale" Arbeitszeit: Da würde jeder Arbeitnehmer mit 40-Stunden-Woche "Zustände" bekommen!

@Bakaroo1976

@ Bakaroo1976:

Das richtet sich gegen mich, weil ich jahrelang im Betriebsrat war und Gewerkschaftsmitglied bin!

Da spielt es für ihn dann auch überhaupt keine Rolle, dass das mit dieser Frage überhaupt nichts zu tun hat.

Alleine damit bin ich für Kuestenflieger - dessen Einstellungen zu arbeitsrechtlichen Fragen (jedenfalls nach seinen bisherigenn Antworten und Kommentaren zu urteilen) man durchaus als arbeitnehmerfeindlich und reaktionär bezeichnen kann - ein "rotes Tuch".

Aber das hatten wir alles ja schon einmal zwischen 1933 und 1945.

@Bakaroo1976

Ich kann es mir wirklich nicht aussuchen! Glaube mir, ich würde gerne auf das Geld verzichten und am Wochenend mal etwas zur Ruhe kommen! Na klar, ich kann auch gehen! Ich muss mich nicht als Hausarzt auf dem LAnde niederlassen: Aber so denken im Moment alle, weshalb die Versorgung hier auch gerade zusammenbricht. Ich denke es ist richtig, die Region nicht im Stich zu lassen und auch seiner Verantwortung nachzukommen dort zu bleiben, wo man gebraucht wird, auch wenn es schwer fällt!

Das bedeutet aber nicht, dass man sich über die Gründe der Mangelversorgung Gedanken machen muss, und dass ich nicht nur das Recht, sondern die Pflicht habe nach Außen auch diese Gründe zu hinterfragen! Man sollte auch als kleinen Denkanstoß mal mitnehmen, dass es kein anderes Land auf der Welt gibt, bei dem man rund um die Uhr und am Wochenende den Anspruch hat, als Patient sowohl über 112 einen Notarzt ans Bett zu zitieren als auch über 116117 einen Hausarzt. Also bevor es keine Hausärzte auf dem Lande mehr gibt, sollte man sich fragen, ob es nicht auch mal Ausnahmen vom Zwnag zur Überlastung des Arztes geben sollte und ob man nicht zumindest Anreize schaffen sollte, wie zb. Wochenendzuschläge von der Steuer zu befreien.

@Charlieken

Und zum Dritten: Dieser Zustand wird doch aber nicht durch eine Steuerbefreiung beseitigt.

@Bakaroo1976

Das hat ja auch keiner behauptet.

@Bakaroo1976

siehe oben- habe versucht noch mal den Zusammenhang der Frage zu erklären. Beispiel einer ähnlichen Fragen: "Wie kann es sein, dass ein Mensch, der so blöd ist, wie Donald Trump, so eine hübsche Frau hat und Amerkanischer Präsident geworden ist?" Diese Frage macht in sich einen Sinn, weil sie beides doch aufgrund der Dummheit in gleicher Weise hinterfragbar ist. Trotzdem kann man hier doch nicht immer wieder antworten: "Ich verstehe die Korrelation nicht. Glaubst Du der wäre nicht Präsident geworden, wenn er nicht so eine hübsche Frau hätte? Glaubst Du, seine Präsidentschaft hat irgendetwas mit der Frau zu tun"? Auf der einen Seite steht "dumm" auf der anderen Seite: "warum dann hübsche Frau und Präsident" und nirgens steht auf der einen Seite der Korrelation"hübsche Frau" und auf der anderen "Präsident"!

@Bakaroo1976

Außerdem:

Dieser (nicht vorhandene) Zusammenhang ist auch überhaupt nicht das Thema der Frage.

Trotzdem ist ja wohl die Überlegung berechtigt, ob es für die Überlastung durch lange Zeiten zumindest einen teilweisen "Ausgleich" durch steuerliche Erleichterungen für Verdienst  aus Arbeit zu diesen Zeiten geben könnte!

@Charlieken

Ich halte einen Menschen, der Präsdient der USA, wird nicht für dumm. Wie kommst Du zu der Behauptung, dass Trump dumm ist? Und aus welchem Grund verallgemeinerst Du? Warum sollte, angenommen Trump wäre dumm, er nicht eine hübsche Frau haben können?

@Familiengerd

Ja und dann? Das Problem wäre doch immer noch nicht beseitigt. Die Wurzel des Übels liegt doch wohl nicht in der Unterbezahlung!

@Bakaroo1976

Herrgottnochmal!

Die Frage ist hier doch erst einmal nicht die Beseitigung der "Überlastung" - die schnell und einfach wohl auch gar nicht möglich sein wird -, sondern eine finanzielle Kompensation als "Ersatzausgleich"!

Das sollte Dir inzwischen doch endlich mal klar geworden sein!

Und nebenbei (als ganz subjektive Meinung):

Trump ist auf gefährliche Weise "dumm" - und seine Frau sicher nicht hübsch (eher eine Barby-Maske)!

@Familiengerd

Naja, wenn Frau Trump nicht hübsch ist, dann hat der "dumme" Präsident doch auch keine "hübsche" Frau - und alles ist wieder in Ordnung.

Was soll ein Ersatzausgleich bringen - macht ihr Ärzte das auch so mit den Patienenten - so nach dem Motto: Der Patient hat ein gebrochenes Bein, kann ich grad nix gegen machen, bekommt er einen Einlauf. Echt eh - ich steig nicht dahinter.

@Familiengerd

Aus welchem Grund sollte es dann bitte eine Steuerbefreiung geben? Jetzt komm nicht mit "Ersatzausgleich"!

@Bakaroo1976

Dämlicher geht's wohl nicht mehr!

Wenn Du mit dem Begriff "Kompensation" nichts anfangen kannst - und darauf deutet alles hin, weil Du offensichtlich überhaupt nicht kapierst, worum es dem Fragesteller geht -, kann ich das nicht ändern.

Und ich habe keine Lust mehr, auf jemand, der sich allen Erklärungen verschließt, weiter einreden zu müssen wie auf das sprichwörtliche kranke Pferd.

@Familiengerd

Ok - verstanden. Es geht also nur um schnöde Knete.

@Bakaroo1976

Wenn es gar nicht mehr geht, hilft doch eine Krankentagegeldversicherung - die zahlt dann den Verdienstausfall.

@Familiengerd

"Dämlicher geht's wohl nicht mehr!" - geht es noch beleidigender?

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