Warum hat der öffentliche Dienst bzw. Behörden so einen schlechten Ruf?

5 Antworten

Weil es immer ein paar Experten gibt, die während der Dienstzeit einkaufen gehen und andere Dinge erledigen. Ich selbst arbeite auch in einem Amt.Wir haben auch unsere 40 Stunden woche und Freitags um 11 Uhr Feierabend. Die Leute sehen nur, dass wir um elf gehen, aber nicht, dass wir die Zeit auch raus gearbeitet haben. Außerdem muss ich sagen, dass die Mühlen der Ämter nunmal langsam mahlen - man hat ja auch keinen Zeit- und Leistungsdruck wie in der freien Marktwirtschaft, in der gewinnbringend gearbeitet werden muss. Ich bin erst ein Jahr im Amt und war vorher in der freien Marktwirtschaft und es ist ein erheblicher Unterschied, was das Arbeiten angeht.

Hmm ... dafür verdient man aber auch nicht so gut wie in der freien Wirtschaft.

@StefanKfg

Das stimmt, aber man hat einen relativ sicheren Arbeitsplatz und das nutzen viele zum Leid der anderen aus.

@ineya

Das stimmt. Betriebsbedingt wird bei uns niemand gekündigt.

@StefanKfg

Das stimmt nicht. Inzwischen hat sich das Nievau im Verdienst von Beamten und Mitarbeitern in der freien Wirtschaft bei vergleichbaren Tätigkeiten, angeglichen. Ein beamteter Abteilungsleiter verdient auch nicht weniger als ein vergleichbarer Abteilungsleiter in der freien Wirtschaft.

Was muss einer in der freien Wirtschaft an Abzügen hinnehmen ? Arbeitslosenbeitrag, Rentenbeitrag. Das sind Fremdwörter für Beamtete, machen aber für den in der freien Wirtschaft einige hundert Euro im Monat an Abzügen aus.

Der Beamte bekommt eine vergleichsweise höhere Pension als einer der in der freien Wirtschaft tätig ist und ein Arbeitsleben lang in die Rentenkasse einzahlte.

Hinzu kommt, dass für Bedienstete im Öffentlichen Dienst Sonderkonditionen bei den Versicherungen eingeräumt werden. Addiert man diese Beträge über viele Jahre hinweg, die der Beamte spart, so kommt da eine schöne Summe zusammen, die andere bezahlen müssen.

Nicht zu unterschätzen ist die Planbarkeit bezüglich des Arbeitsplatzes. Ein Beamter weiss, dass er , so er sich nichts zuschulden kommen lässt, ewig seinen Areitsplatz behält. In der freien Wirtschaft kann der Rotstift ganz schnell, den Arbeitsplatz wegrationalisieren.

Möchte keine Neidkultur entstehen lassen. Komme selber aus einer Beamtenfamilie. Meine Tante erhielt nach dem Tode ihres Mannes der Beamter gewesen ist, eine Pension von über 4000.--€. Ein Rentner kann so eine Rente nie erreichen.

Sicher gibt es genug Pensionäre die viel weniger an Pension bekommen, dafür zahlen sie auch nichts in eine Rentenkasse ein.

Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst tragen durch ihr Verhalten, ihr oft fehlendes Wissen, kurz, durch ihre Darstellung nach Aussen, einen ganz wesentlichen Teil dazu bei, daß die Normalbürger eine negative Einstellung zu ihnen haben.

Da ich einen Großteil meiner Geschäfte über das Ausland abwickle,habe ich notgedrungen viel mit Behörden zu tun.

Über meine negativen Erfahrungen könnte ich Bücher schreiben.

Ist das nicht in der Pflege ähnlich?
Meiner Meinung sehen einen die Kunden halt meistens "nur" sitzen (das dabei geschrieben wird, wird halt ganz aus versehen übersehen). Oft wird die Kaffeepause am Arbeitsplatz gemacht und... sie sitzen wieder. Andererseits liegt es, meiner Meinung nach an der strengen Maßnahmenhirachie, ein Großteil der Behördenmitarbeiter nimmt die Sachlage auf und hat keine Entscheidungskompetzenzen. Das ist der Hacken an der Sache.
Bekanntlicherweise behält der Mensch negatives immer besser im Kopf. Vielleicht kommt daher auch die negativen Verhaltensmuster, die dann verallgemeinert werden. LG bengelch

Ich arbeite selber im öffentlichen Dienst und muss sagen, dass es hier für meine Verhältnisse ein bisschen zu viel schwarze Schafe gibt...;-((

Außerdem ist es doch meistens so, will man etwas vom Amt, dauert es ewig...dann fehlen da noch Unterlagen und dort fehlt noch etwas. Will aber das Amt etwas von einem Bürger z. B. irgendeine Nachzahlung o. ä. dann sind sie ganz schnell...

LG

genau, mein sohn wartet jetzt schon seit 5 monaten auf sein bafög. und das soll normal sein. wenn ich so arbeiten würde, na dann gute nacht.

@nsx280

Gut, Bafög ist ein Thema für sich. Da muss wirklich alles ganz genau und richtig ausgefüllt sein. Der Staat zahlt schließlich nicht einfach so mal paar Euros auf Gut Glück!!!

@nsx280

Wenn noch Unterlagen fehlen und die nicht nachgereicht werden, dann ist man doch selber Schuld. Und warum sollte ich der Arbeit nachrennen. Ich kann doch nur drauf hinweisen, das mir für die Bearbeitung noch diese und diese Unterlagen fehlen.

@Putzibuhbuh

verstehe ich ja auch, aber 5 monate tztztztztztz

@StefanKfg

So geht es mir leider auch, man weist die Leute ständig darauf hin, dass noch etwas fehlt, aber es kommt dann trotzdem nichts. Was soll ich da machen? Hinfahren und es mir selbst holen?

Im Grunde gibt es im öffentlichen Dienst genauso viele schwarze Schafe wie in der freien Wirschaft.

Auf Grund der rechtlichen Lage inbesondere bei den Beamten, sind Kündigungen/Entlassungen im öffentlichen Dienst etwas schwieriger, weshalb die schwarzen Schafe oft länger bleiben als es in der freien Wirtschaft der Fall wäre.

Ich denke mal, dass kommt daher, weil durch die ganze Bürokratie es immer etwas dauert bis Anträge etc. wieder da sind und da die meisten Leute ungeduldig sind schieben sie es auf euch. Nimms sportlich und schönen Urlaub ;)

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