Während des Umgangs beim Vater trägt das Kind die Zahnspange nicht - Was tun?

5 Antworten

Den Vater per Mail (Jugendamt in Kopie) darüber informieren, dass er dass Kind nicht davon abhalten darf die Zahnspange zu tragen, sondern im Gegenteil er dass Kind zum Tragen der Spange ermutigen soll.

Bei fortgesetzter Verhinderung der medizinischen Behandlung durch den Vater wäre ansonsten der Tatbestand der Kindeswohlgefährdung gegeben, mit allen Konsequenzen. Z.B.  kein alleiniger Umgang mit dem Kind.

Eventuell hilft das.

Ich befürchte fast, dass dieses Fass aufgemacht werden muss, da die Zahnspange nicht das einzige Thema ist. Danke für Deinen Beitrag.

das ist doch Quatsch, keine Jugendamt oder Gericht wird aus einer nicht getragenen Spange eine Kindeswohlgefährdung machen und den Umgang einschränken.

@Sanja2

Stimmt. Aber nur, wenn es dumme Gerichte sind.

vielleicht kannst du ihn dazu bringen mal mitzukommen zum Kieferorthopäden , das der ihm mal verklickert wie wichtig das regelmäßige tragen der Spange ist ....

.... dass finazielle Forderungen auf ihn zukommen können, wenn die Krankenkasse bei Nichttragen die Kostenübernahme verweigert,

.... über die Notwendigkeit des Tragens informieren,

Ich verstehe deinen Ärger, aber ist das wirklich das worum es geht? Ich kann es mir nicht vorstellen. Wenn der Vater dem Kind gut tut und es dem Kind da gut geht, dann wäre dieser eine Umstand lediglich ärgerlich, aber nicht tragisch. Worum geht es also wirklich, für was ist diese Zahnspange das Synonym? Was ist das ganze Paket das dich auf die Palme bringt?

Du hast wohl keine Ahnung von einer Spange? Es ist tragisch! Nämlich für den Kiefer des Kindes! Aus Spaß werden keine Spangen empfohlen und verordnet.

@user89467

stimmt, aber das Behandlungsziel ist ja nicht gefährdet, höchstens langsamer erreicht wenn der Vater hier inkonsequent ist.

@Sanja2

Sanja, Du hast natürlich recht, dass da noch viel mehr dahinter steckt. Sobald er merkt, dass mir etwas wichtig ist, versucht er mich damit zu kicken. Generell versuche ich sehr viel zu kompensieren, z.B., dass wir auf Proben vorlernen, da uns das Umgangs-WE abgeht oder dass wir bei Schullektüren unter der Woche mehr Seiten lesen, weil "in Freizeit zum Erholen und nicht zum Lesen da ist".  Ich sage auch nichts, wenn die Kids eine Woche nicht gebadet haben. 

Aber es gibt Dinge, bei denen ich dies nicht schaffe. Wenn die Spange einen Tag nicht getragen wird. bedeutet dies 14 Tage länger tragen.

Und wenn wir das Ergebnis nicht in einer bestimmten Zeit hinbekommen, was ja bei regelmäßigem Tragen kein Problem darstellen sollte, bleibe ich auf den Kosten sitzen und die Kasse zahlt die weitere Behandlung nicht. Und er weigert sich, hier seinen Anteil zu leisten.

Und es geht hier nicht um etwas schiefe Zähne, sondern um Zahnfehlstellung von 0,5 cm.  Wenn das nicht behandelt wird, rennt das Kind sein Leben lang mit sehr unschönem Gebiss rum.

@Sanja2

@ Sanja

Falsch! Das Behandlungsziel wird verhindert, wenn nicht von Anfang an richtig mitgespielt wird.

Ein Kiefer verändert sich innerhalb von ein paar Stunden, wenn Spangen, Schienen oder Prothesen nicht ordnungsgemäß getragen werden.

So eine Spange soll einen Zweck erfüllen, sie hat ein Behandlungsziel und kostet überdies auch viel Geld. Wenn das der Erzeuger nicht begreift, kann er sein Kind halt nicht mehr über Nacht bekommen. Ganz einfach.

Da würde ich gar nicht herumdiskutieren.

Das sehe ich grundsätzlich auch so, befürchte allerdings, dass dies vor Gericht kein ausschlaggebendes Argument ist.

@ASMAT75

Warum nicht? Wurde eine Spange ärztlich für nötig erachtet, hat sich auch ein Vater nach den Vorgaben zu richten, dass die Behandlung zum Erfolg führt.

Das wäre ja dasselbe, bräuchte das Kind irgendein Medikament, Insulin zum Beispiel, und der Vater würde sagen, es reicht, wenn er sich zuhause damit spritzt.

Er sollte um die Notwendigkeit des regelmäßigen Tragens einer Spange wissen. Wenn er sich bewusst verweigert, stellt er damit seine erzieherische Unfähigkeit unter Beweis.

@user89467

Ich meine, dass der Vater dann sagt: "Ok, mach ich jetzt." und dann findet der Umgang wieder normal statt.

Und wenn er das Kind wieder ohne Kindersitz transportiert, muss ich wieder vor Gericht.

 Und so gibt es ganz viele Dinge, die einfach nicht gemacht werden.

Aber vlt. muss es wirklich nochmal vor Gericht. 

@ASMAT75

Lasse dir vom Kieferorthopäden bescheinigen, dass das nicht-regelmäßige Tragen der Spange schon für Behinderungen im Verlauf gesorgt hat und was das weitere Schludern für Folgen hat.

Inclusive der finanziellen Seite, dass die anteilig übernommenen Kosten seitens der Krankenkasse nicht erstattet werden, wenn der Behandlungserfolg durch Eigenverschulden in den Sand gesetzt wurde.

Dein Ex scheint ein Mann der Sorte "Arschlecken, ich mache, was ich will" zu sein?

@ASMAT75

Es wäre für den Vater eventuell ein heilsamer Schock, wenn er Post vom Gericht erhält in der von Kindeswohlgefährdung die Rede ist.

War bei meiner Ex so, jahrelanges Reden hat nix gebracht. Als mir der Hals "geplatzt" ist und ich mit dem Familientherapeuten beim Jugendamt das Thema Kindeswohlgefährdung auf die Tapete gebracht habe, da hat ein Brief vom Familiengericht gereicht, das sich die Situation um mindestens 250% verbessert hat und seit dem nicht schlechter geworden ist.

@user89467

Das ist ein guter Tipp. Das werde ich gleich nächste Woche mit dem Kieferorthopäden besprechen.

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