Vorgehen nach Kabelbrand. Vermieter weigert sich defekte Leitung zu ersetzten.

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Gemäß den geltenden Technischen Anschlussbedingungen der VNB und den Bestimmungen der DIN VDE 0100 ist der Einsatz solcher Leitungen bei Installation, Änderung und Instandhaltung elektrischer Anlagen nicht zulässig. Solange nichts mit der Anlage passiert gilt in weiten Bereichen der Bestandsschutz. Wird die Anlage aber repariert oder geändert muss dies nach neuen Vorschriften erfolgen. Das "zusammenflicken" der alten Leitung ist also unzulässig. Sage dies deinem Vermieter mit der Androhung rechtlicher Schritte.

Der Vermieter als Betreiber der Anlage ist verpflichtet diese in einem einwandfreien Zustand zu erhalten, Funktions- und Sicherheitstechnisch. Wenn du dir nicht ganz sicher bist was genau getan wurde wende dich an einen Elektromeister in deiner Nähe, er soll sich das doch bitte angucken. Ebenfalls kannst du dich an dein Energieversorgungsunternehmen wenden und denen von deinem Fall berichten. Die werden einen Kontrolleur schicken...dann besteht aber die Gefahr dass die Anlage bis zur Reperatur stillgelegt wird und du keinen Strom mehr hast.

Sie dürfen auf keinen Fall selber einen Elektriker beauftragen, falls Sie dieKosten nicht selber tragen wollen, außer nach einer Absprache mit der Hausverwaltung, oder dem Vermieter bzw. dem Eigentümer.

@maydayfly

Gemeint war nicht dass der angesprochene Elektromeister da was rumbauen soll, das ist nicht erlaubt da die Anlage ja dem Vermieter gehört.

In Deutschland gibt es den sogenannten HEA Ausstattungsstandard in drei Stufen. Wenn der eingehalten wurde kann man die Anlage praktisch nicht überbelasten...es sei denn man nutzt nur eine Steckdose mit 5 Verteilern.

@Buergilektriker

Textil-Bitumen umwickelte Kabel entsprechen sicher keiner Norm, der Vermieter bzw. die Hausverwaltung hat für eine sichere Stromversorgung zu sorgen. Wenn das nicht gegeben ist, sinkt der Standard der Wohnung und somit der Mietpreis.

@maydayfly

wenn die Installation nicht sicher ist, ist das vermieten sogar verboten. Am besten wäre es das EVU zu informieren aber dann hat man unter Umständen keinen Strom mehr...dann aber sinkt auch die Miete gewaltig...damit könnte man dem Vermieter drohen um eine rasche Reperatur zu erzwingen.

Sie dürfen auf keinen Fall selber einen Elektriker beauftragen, falls Sie die Kosten nicht selber tragen wollen, außer nach einer Absprache mit der Hausverwaltung, oder dem Vermieter bzw. dem Eigentümer.

In Österreich ist es so, daß man nach einem geschlossenen Mietsverhältnis durchaus, wenn die Verbrauchsleistung, die verfügbare Verkabelung überbeansprucht, man selber für die Aufrüstung derselben zu sorgen hat.

Für alles was fest mit dem Haus verbunden ist, Stromleitungen, Wasserleitungen, Gasleitungen, Fenster, Mauerwerk, auch Böden, soweit mit dem Estrich verbunden, ist die Hausverwaltung zuständig. Falls es die nicht gibt, der Vermieter. Falls ein Brandschaden eintritt, ist die oder der haftbar.

das ganze ist eine einzige grauzone.

die frage ist, ob die Anlage, so wie sie derzeit ist, als betriebssicher oder nicht betriebssicher gilt.

und das wiederum ist auch eine frage der auslegung.

der beschreibung nach würde ich sagen, es ist verdammt hart an der grenze, wenn nicht schon darüber hinaus.

ich würde mir an deiner stelle mal die sachkundige Meinung eines Elektrikers holen was das betrifft. das kann je nach dem duchaus 50 oder 100 € kosten. mit den gewonnenen erkentnissen kann man dann ggf. einen auf mietrecht spezailisierten Anwalt wenden

lg, Anna

aussage vom berliner mieterverein: Welche Pflichten hat eigentlich der Vermieter beim Brandschutz? Wer garantiert Mietern, dass die Gastherme oder die elektrischen Leitungen technisch in Ordnung sind? "Für Hauseigentümer gibt es keine verbindlichen Regelungen", erklärt Klaus-Dieter Wathling von der Obersten Bauaufsicht bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Der Vermieter ist beispielsweise nicht verpflichtet, in bestimmten Abständen die Elektrik überprüfen zu lassen. Und während jede kleine Pension und jeder Betrieb Feuerlöscher bereithalten muss, sind im Mietshaus - selbst im Hochhaus - weder Feuerlöscher noch Brandschutztüren vorgeschrieben, es sei denn, die jeweilige Baugenehmigung hat das verlangt. Bei der Vorbeugung von Bränden sind Mieter also ganz auf sich allein gestellt. wenn der name des elektrikers bekannt ist würde ich mal die elektriker-innung informieren und um rat bitten. vielleicht dürfen verbrannte leitungen gar nicht geflickt werden

Da würde ich einen Sachverständigen zu rate ziehen. Mir wäre das Risiko zu hoch, dass es nachts zum Brand kommt weil die Leitungen durchschmoren und man nicht mehr aus dem Haus kommt. Ansonsten ist es richtig, dass der Elektriker-Meister (!!) haftet. Wenn der Hausbesitzer aber nur einen Elektriker beauftrag hat dann haftet der Hausbesitzer, denn er ist verpflichtet, die Installationen "sicher" zu halten.

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