von heute auf morgen gekündigt und firma wurde geschlossen

5 Antworten

Die Kündigung sollte auf jeden Fall schriftlich erfolgen.

Eine Kündigungsfrist von 7 Monaten muß eingehalten werden. Ob der Betrieb in diesen Monaten Arbeit hat bzw Arbeitskraft abruft spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Sollte der Betrieb Pleite sein muß der Chef eben Insolvenz anmelden. Erst dann habt ihr die Möglichkeit, Konkursausfallgeld zu erhalten.

Geht auf das Arbeitsamt und auch zum Anwalt.

Die firma war ja bis letzte ja insovelnz angemeldet. aber durch die fusion mit einer anderen sind die da raus gekommen.

@Btg1988

Das heißt also, dass die Firma überhaupt nicht "dichtgemacht" hat, sondern an eine andere Firma verkauft worden und in der "aufgegangen" ist?

Das ist aber eine völlig andere Information als die in Deiner Ausgangsfrage! Da musst Du aber einmal deutlich genauer und präziser mit den Informationen sein, sonst kann man Dir hier überhaupt keine vernünftige Antwort geben!!! :-(

Wenn das so ist, dann sieht die ganz Sache ja ganz anders aus, dann besteht auch das Arbeitsverhältnis bei der anderen Firma erst einmal weiter!

Rein rechtlich betrachtet:

Wenn die Firma schließt, weil der Inhaber "aufgibt" oder "keine Lust" mehr hat (wir reden nicht von einer ordnungsgemäßen Insolvenz, da verhält sich das alles unter Umständen völlig anders), dann

  • kann Dein Vater nur betriebsbedingt gekündigt werden (die Kündigung muss zwingend schriftlich erfolgen),
  • muss die arbeits- oder tarifvertragliche oder die gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten werden, auch wenn sie weit über das Schließungsdatum hinausreicht,
  • muss Dein Vater bis zum Ende der Kündigungsfrist weiter seinen Lohn erhalten.

Das sind alles Ansprüche, die arbeitsgerichtlich eingeklagt werden können (wozu in dieser Instanz noch kein Anwalt vorgeschrieben ist); der Erfolg dürfte ziemlich sicher sein, die Durchsetzung des Erfolges ist dann wieder eine andere Frage.

Normalerweise und wenn alles regulär ablaufen würde, wäre das keine Situation, in der man zur Durchsetzung seiner Ansprüche einen Anwalt einschalten müsste. Hier allerdings, wegen der Umstände, unter denen der Arbeitgeber vorgeht, empfehle ich auch den Gang zu einem Anwalt - der allerdings, unabhängig vom möglichen Ausgang eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens, auf jeden Fall von Deinem Vater selbst bezahlt werden muss (aber vielleicht hat er eine Rechtsschutzversicherung).

Top Antwort... nur kurzer Hinweis: Egal ob mit oder ohne Anwalt, man muss auf die Fristen z.B. für die Klage achten und darf die auf keinen Fall verstreichen lassen, sonst wird es noch teurer und/bzw. der Erfolg rückt in weite(re) Ferne.

Dein VAter hat ein Recht auf eine fristgerechte Kündigung. Wenn die Firma heute plötzlich geschlossen wurde, was ich nicht so recht glauben kann, sollte dein Vater sich schnellstens an einen Anwalt wenden.

sein chef hat heute früh angerufen und gefragt ob er zu hause sei. dann kam er zu uns uns sagte ihm die firma ist ab heute geschlossen und alle sind gekündigt.

Die Firma muss natürlich die Kündigungsfrist einhalten. Aber wenn sie pleite ist, nützt das nichts. Dafür gibt es dann Konkursausfallgeld. Das ist natürlich weniger als der bisherige Lohn. Etwas anderes als zum Arbeitsamt zu gehen, wird ihnen wohl nicht übrig bleiben.

aber hätte nicht der chef seinen mitarbeitern früher bekannt geben müssen das er die firma wohl bald schließen muss. verstößt er damit nicht gegen seine pflichten

kommt darauf an, was de rgrund ist.

der grund ist das der chef die firma runter gewirtschaftet hat und jetzt keine auftrage mehr hat. die firma bis letztes jahr auch als insolvenz gemeldet. hatte sich aber laut angaben des chefs erholt. lieber hat er das geld in sein haus und in pferde seiner töchter investiert. geld schuldet er meinen vater auch noch. er hat letztes jahr 4 mal nicht gezahlt. er will aber das noch tun. so seine aussage

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