Vertragsbruch von mündlichem Vertrag bei Pferdekauf

5 Antworten

Grundsätzlich sind auch mündlich geschlossene Verträge gültig, wenn nichts anderes dagegen steht und eine andere Vertragsform nicht gesetzlich erforderlich ist. Grundsätzlich ist man immer gut beraten, Kaufverträge schriftlich abzuschließen. Es gibt eine Ausnahme und das ist tatsächlich im Pferdehandel (besonders auf dem Pferdemarkt), wo bis heute der Handschlag gilt. Also, ist dein geschlossener Kaufvertrag rechtens, zumal du auch Zeugen dafür hast, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Verkäuferin des Pferdes auch tatsächlich Eigentümer ist. Nun meint ihr Mann, er sei Miteigentümer und der Kaufvertrag sei gegen seinen Willen geschlossen wurden. Das muss er nun beweisen. Es verkompliziert vielleicht die Sache, aber wenn das nur eine Ausrede war, um aus dem Kaufvertrag wieder raus zu kommen, hast du eine sehr gute Chance das Pferd doch noch zu bekommen. Du solltest einen Anwalt, der Spezialist für Vertragsrecht ist, um Rat fragen und ihn ggf. einschalten.

Das was Du schreibst ist in dieser Scene ganz normal. Es ist die Unzuverlässigkeit. Das sollte man wissen und sich danach richten. Die Dame hat Dir per Handschlag ein Pferd verkauft ohne dass sie das kann, denn es gehörte ihr nur zur Hälfte. Für mich wäre das Anlass Schadensersatz für die Unkosten zu verlangen, das von Anfang an die Verkaufsabsicht nicht gegeben war.

Ging mir auch mal so, haben ein Pferd auf Handschlag gekauft und hatten dann zwei tage später einen zettel im Briefkasten, dass das Pferd nicht mehr zu kaufen ist. Meist ist es so, dass dann ein anderer Käufer mehr geboten hat. Daher habe ich dann beim nächsten Pferd eine nicht unerhebliche Summe abgezahlt und das schriftlich gemacht. Sicherlich könnten deine Mutter und deine Schwester bezeugen, dass der Handschlag stattgefunden hat. Aber wenn das Pferd tatsächlich zur Hälfte dem Mann gehört, könntet ihr maximal Schadenersatz wegen der Täuschung fordern.

einklagen kannst du das Pferd nicht, wohl aber Schadenersatz fordern. Die Frage ist, ob sich der Aufwand lohnt, und ob bei dem Besitzer überhaupt was zu holen ist. Ein alter Geschäftsmann hat mich vor Jahren davor gewarnt, mit Pferdebesitzern irgendwelche Geschäfte zu machen, da sie überwiegend unzuverlässig sind oder kein Geld haben. Diese Aussage hat sich immer wieder bestätigt....

Rein rechtlich gesehen sind mündlich geschlossene Kaufverträge, bzw. Verträge per Handschlag genau so rechtsgültig abgeschlossene Verträge, wie Verträge die schrifltich fixiert werden. Allerdings wird es schwer bis unmöglich den Abschluss des mündlichen Vertrages irgendwie nach zu weisen (du wärst hier in der Beweispflicht).

Auch wenn das ganze wirklich ärgerlich ist, wer weiss wozu es gut ist, dass kein Kauf zu stande gekommen ist. Wenn du einen guten Züchter suchst der wirklich tolle Pferde zieht, gebe ich dir gerne Kontaktdaten.

Was möchtest Du wissen?