Verliert man sein Recht auf Unterhalt durch Fremdgehen?

16 Antworten

Einmaliges Fremdgehen gefährdet den Unterhalt auf keinen Fall. Seltenes selten.

Bei HWG, aber auch einer anderweitigen festen, auf Dauer angelegten Beziehung kann Zahlung von Unterhalt im konkreten Einzelfall für den sonst Unterhaltsverpflichteten unzumutbar sein. Im Trennungsjahr aber idR. auch dann nicht.

fremdgehen wirkt sich grundsätzlich erst auf den unterhaltsanspruch aus, wenn eine nach außen dokumentierte, eheänliche beziehung geführt wird, zB zusammenwohnen, haushaltsführung für den "Neuen" usw

So dumm wie die Gesetze nunmal sind...

Wenn mir eine Partnerin fremdgehen würde und dann noch Unterhalt verlangen würde, da würde mir der Kragen platzen. Ist ja fast so, als würde man sie noch fürs Fremdgehen bezahlen...

Also sollte man nur das nötigste Zahlen und der/m Untreuen/m auf anderen Wegen Rache zeigen.

Ist zwar hart, aber leider Gesetz. Denke, dass schon viele Leute bei so einer Situation richtig ausgerastet sind.

Ehebruch kann zum Verlust des Unterhaltsanspruchs führen. Das Koblenzer Oberlandesgerichts (OLG) hat entschieden, dass der Anspruch selbst dann verloren gehe, wenn ein über Jahre andauerndes, intimes Verhältnis kurz vor der Trennung des Ehepaares beendet worden und erst nachher wieder aufgelebt sei. Im verhandelten Fall hatte ein geschiedene Frau auf Unterhalt geklagt. Sie hatte über zwei Jahre hinweg ein intimes Verhältnis mit einem Freund der Familie. Die Beziehung war vor der Trennung von ihrem Ehemann beendet worden, weil sich der Freund einer anderen Frau zugewandt und diese geheiratet hatte. Nach der Trennung der Eheleute war die Beziehung allerdings noch einmal aufgeflammt.

Die Richter wiesen die Klage zurück. Begründung: Die Klägerin habe ihren Mann, der ihr vertraut habe, so massiv hintergangen, dass es diesem nicht zugemutet werden könne, an sie Unterhalt zu zahlen. Erschwerend wertete das Gericht, dass die Klägerin ein Verhältnis mit einem gemeinsamen Freund hatte, der dem selben Sportclub angehörte wie das Ehepaar. Dadurch wussten zumindest einige Clubmitglieder von dem Verhältnis, wodurch der Vertrauensbruch aus Sicht des Gerichts zusätzliches Gewicht bekam. Auch Eheprobleme könnten ein solches Verhalten nicht rechtfertigen. OLG Koblenz, 11 UF 1154/98 (Quelle: Focus online)

Quatsch. Schon seit Langem wird nicht mehr nach dem Schuldprinzip geschieden. Da müssen schon sehr gravierende Gründe vorliegen, wenn der Unterhalt überhaupt in Frage gestellt werden kann/soll.

Aber ist nicht, im letzten Jahr, das Scheidungsgesetz dahingehend geändert worden?Das Partner,die fremdgegangen sind, keinen Anspruch auf Unterhalt haben? Oder hab ich mich da so verhört?

@ghostwriter

DAS wäre mir aber ganz neu. Jetzt hast Du mich richtig irritiert. Mal sehen, ob ich da Info´s bekommen kann.

@gri1su

Ich denke mal, da hast Du Dich wohl verhört. Zumindest habe ich nichts Diesbezügliches finden können. Aber schau selbst gerne noch einmal nach, viellicht habe ich ja auch etwas übersehen: http://www.scheidung.de/

@gri1su

Dann schau mal weiter unten auf meine Antwort.Das hab ich gefunden.Werd mir deinen Link morgen mal in Ruhe durchlesen.Gute Nacht.

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