Unterstellung einer Fahrerflucht

5 Antworten

Hier hilft im Moment nur, erst einmal abzuwarten. Wenn sich etwas rührt kann man immer noch reagieren. Dass du die Daten hinterlegt hast, zeigt, dass du keine Fahrerflucht begehen wolltest. Tatsache ist aber leider dennoch, dass du streng genommen Fahrerflucht begangen hast. Denn in solchen Situationen (auch bei anderen Parkplätzen) ist man dazu verpflichtet, die Polizei zu rufen, wenn man den Halter des beschädigten Wagens nach einer gewissen Zeit (15-30 Minuten) noch nicht angetroffen hat. Der Polizei dann den Schaden melden und ggf. warten, es sei denn man muss dringend irgendwo hin.

Aber wie gesagt, jetzt einen Anwalt hinzuziehen fände ich zu früh. Dadurch könnten nur noch weitere unnötige Kosten hinzukommen, sollte die Fahrerflucht wegfallen. Manchmal ist die Polizei auch kulant, vor allem bei Ersttaten ;)

Sieh zu, dass dervSxhaden bei deinem Unfallgegner schnellstmöglich reguliert wird. Die Staatsaanwaltschaft wird dann kein großes Interesse an deiner Strafverfolgung haben. Bewiesener Maßen wolltest du dich ja nicht vor der Schadensregulierung drücken!

Wenn man jemanden desse eigentum fahrlässig beschädige und desse Eigentümer nicht herausfinde ruft man sofort die Polizei die finden den heraus. Das mit der Fahrerflucht ist schwierig sicher kann dir ein Anwalt weiter helfen, aber wenn die Polizei schon sagte das es keine sei muss du dir da keine sorgen machen. Für den enstandenen Schaden muss du allerdings aufkommen da hilft auch kein Anwalt

Hallo, danke für die Antwort. Dass der Schaden beglichen wird, ist selbstverständlich.

Hi,

ich weiss wie das ist. In so Situationen hat man erstmal Panik und reagiert schnell falsch. Wie du schon richtig gesagt hast: es reicht nicht, ein wenig zu warten und dann Meldung im Studio zu erstatten und auch nicht, einen Zettel unter die Windschutzscheibe klemmen (es sei denn, der Halter holt dann nicht die Polizei). Wenn nach einer gewissen Wartezeit der Halter nicht ausfindig gemacht werden konnte, ist die Polizei zu rufen (damit die Sachlage aufgenommen werden kann). Ist der Halter auffindbar, braucht man nicht zwingend die Polizei einzuschalten (ist aber sicherer ;)).

In deinem Fall ist es nun also so, dass du dich unrechtmässig von einem Unfallort entfernt hast und somit faktisch Fahrerflucht begangen hast. Das Gesetz sieht grundsätzlich eine Frist von 24 Stunden vor, in der du dich selbst "stellen" kannst, sprich nachträglich den Unfall noch meldest. In dem Fall kann der Gesetzgeber von Massnahmen absehen. Das gilt aber nur bei Unfällen im stehenden Verkehr (beim Ein- und Ausparken) und wenn bis dahin noch niemand die Polizei informiert hat (Opfer oder Zeuge). Und genau hier setzt dein Fall an: die Polizeit wurde informiert und du ausfindig gemacht. Obige Möglichkeit gibt es also nicht mehr. Allerdings kommen dir verschiedene Umstände zu Gute: - du hast den Unfall im Fitnessstudio gemeldet - du bist nicht sofort weggegangen - der Unfall ist im stehenden Verkehr passiert - und ich vermute auch, dass der Schaden nicht sonderlich gross sein wird. - dein erster Unfall in 25 Jahren kommt dir sicherlich auch zu gute ;)

Mit etwas Glück sieht die zuständige Stelle bzw. die Staatsanwaltschaft hier von einer Anzeige ab und du bekommst eine schriftliche Verwarnung oder eine Geldbusse. Auf jeden Fall würde ich jetzt keinen Aktionismus walten lassen, sondern erstmal abwarten, ob und was von den zuständigen Behörden da noch kommt. Der Anwalt reicht auch nachher noch, da es für alles Fristen gibt und diese genug lang sind, dass du reagieren kannst ;)

Viel Erfolg .)

DH.

Auch ich würde erst an einen Anwalt denken wenn ich den Tatvorwurf schriftlich habe, denn vorher kann dieser auch nichts tun.

@Crack

Richtig, so ist es... Die Polizei hat ja erst den Tatbestand aufgenommen. Jetzt muss der STA entscheiden, ob er das Delikt zur Anzeige bringt. Ich persönlich vermute, dass er es nicht tun wird. Falls doch, dann nur mit Verwarnung oder Geldbusse. Fahrverbot erachte ich an dieser Stelle für unwahrscheinlich. Anders sähe die Lage aus, wenn der Fragesteller mitten auf der Strasse irgendwo ein Auto touchiert hätte und dann einfach weitergefahren wäre, ohne sich zu kümmern. Noch schlimmer wäre es, wenn neben Blechschaden auch Personen zu Schaden gekommen sind. Alles nicht der Fall. Plus: hier ist der Fall im stehenden Verkehr passiert. Von daher: keine zu grossen Sorgen machen :)

@KlyX84

Die Polizei hat ja erst den Tatbestand aufgenommen. Jetzt muss der STA entscheiden, ob er das Delikt zur Anzeige bringt. Ich persönlich vermute, dass er es nicht tun wird. Falls doch, dann nur mit Verwarnung oder Geldbusse>

Im großen und Ganzen hast Du zwar mit dem was Du in den beiden Threads geschrieben hast recht.

Nur juristisch sind Deine Anführungen nicht ganz korrekt.

Die Polizei hat ja erst den Tatbestand aufgenommen.>

Die Polizei hat den Tatbestand nicht nur aufgenommen. Die Polizei hat dadurch, dass sie Kenntnis von einer Straftat hat, ein Strafverfahren wegen des "Unerlaubten Entfernens vom Unfallort" eingeleitet:

Durch die Einleitung des Strafverfahrens passiert folgendes:

  • Der Fragesteller hat den Status des Beschuldigten in einem Strafverfahren erhalten

  • Die Polizei beginnt mit ihren Ermittlungen, dazu zählt

    • die Unfallaufnahme

    • die Fertigung einer Strafanzeige

    • die Befragung möglicher Zeugen

    • die Vernehmung des Geschädigten

    • die Vernehmung des Beschuldigten

    • die Übersendung an die Staatsanwaltschaft.

Jetzt muss der STA entscheiden, ob er das Delikt zur Anzeige bringt.>

Die Strafanzeige ist wie bereits angeführt durch die Polizei erfolgt.

Ich persönlich vermute, dass er es nicht tun wird. Falls doch, dann nur mit Verwarnung oder Geldbusse>

Der Staatsanwalt kann das bereits durch die Polizei eingeleitete Strafverfahren einstellen. Dahin würde auch meine Vermutung gehen.

Im Falle einer Verurteilung ist eine Geldbuße nicht möglich, in einem Strafverfahren gibt es eine Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe. Zudem währe der Entzug der Fahrerlaubnis für die Dauer von mindestens 6 Monaten bis zu 5 Jahren (nicht wahrscheinlich aber zumindest) möglich.

Zusätzlich würde im Falle einer Verurteilung aller Wahrscheinlichkeit seine Versicherung Regressansprüche gegen den Fragsteller stellen.

Von daher: keine zu grossen Sorgen machen :)>

Dem kann ich mich da nicht so ganz anschließen.

Ich wünsche es dem Fragesteller zwar auch, dass das Strafverfahren eingestellt wird, aber dennoch darf man über die zumindest möglichen und alles andere als unerheblichen Folgen nicht hinwegsehen.

Schöne Grüße
TheGrow

Hallo,

danke für die Antwort. So werde ich jetzt auch machen. Ich habe auch heute mehrere Whatsapp-Nachrichten mit dem Beschädigten ausgetauscht. Denen tut jetzt die ganze Geschichte mit der angeblichen Fahrerflucht auch leid. Ich denke, sie würden für mich sprechen ( falls es was hilft ).

Der Schaden hält sich in Grenzen. Es ist "nur" die Stoßstange von dem anderen Auto eingedrückt. Der Lack ist auch nicht geplatzt. Leider sind die heutigen Stoßstangen keine Stoß-stangen nur Zierleisten. Diese halten nix aus. Aber Spass bei Seite, ich hoffe die Staatsanwaldchaft sieht ein, das es nicht meine Absicht war zu flüchten und es geht einigermaßen milde aus für mich.

Gruß,

Robert

@robertnac

Leider haben die Geschädigten hier keine Handhabe Dir das Strafverfahren zu ersparen. Beim Unerlaubten Entfernen vom Unfallort handelt es sich um ein Offizialdelikt, die Behörden müssen es also bei Kenntnisnahme verfolgen.

Ich gehe auch davon aus das es hier "nur" eine Geldstrafe aber kein Fahrverbot geben, und es schon gar nicht zum Entzug der FE kommen wird. Allerdings solltest Du hier mit 15-25 Tagessätzen rechnen, also etwa 3/4 eines Monatslohns.

Natürlich hast Du den Tatbestand erfüllt, ein Anwalt kann aber plausibel machen das Du für Dein Verständnis alles erforderliche getan hast um dem Geschädigten zu seinem Recht zu verhelfen.

Am besten gleich einen Anwalt einschalten - wenn Deine Schilderung der Veräufe so stimmt

Finde ich jetzt übertrieben. Das ist reiner Aktionismus. Die Polizei hat den Fall nur aufgenommen, jetzt muss erstmal geschaut werden, ob überhaupt eine Untersuchung bzw. eine Anzeige erhoben werden will. Der zuständige Staatsanwalt kann davon absehen.

@KlyX84

Die Rechtslage ist doch die, daß bei Parkplatzremplern mindestens 30 Minuten Wartezeit zumutbar sind und versäumt wurde, mit einem Zettel hinter dem Scheibenwischer auf die Meldung im Fitnessladen hinzuweisen

Und wir wissen nicht, wie massiv der Schaden war ...

Ein guter Anwalt kann schon im Vorfeld eine Menge machen - freundliche Polizisten sagen nix über das Gemüt des zuständigen Staatsanwaltes aus ;-)

@Midgarden

Die Rechtslage ist doch die, daß bei Parkplatzremplern mindestens 30 Minuten Wartezeit zumutbar sind und versäumt wurde, mit einem Zettel hinter dem Scheibenwischer auf die Meldung im Fitnessladen hinzuweisen

Die Wartezeit hängt immer von den Umständen ab. Und wenn zu diesem Zeitpunkt mehrere Kurse geendet haben können auch 15-20min ausreichen.

Dagegen reicht ein Zettel niemals aus, der Gang zurück ins Studio war der bessere, wenn auch nicht korrekte Weg - das wäre dann der Anruf bei der Polizei gewesen.

@Crack

Daß ein Zettel nicht reicht, weiß ich - ich "sprach" ja auch von dem Hinweis auf die Info im Fitnessladen

Das Problem ist doch einfach: es geht um nicht höchstrichterlich festgelegte "zumutbare" Wartezeiten und es liegt deshalb nun mal im Ermessen des Staatsanwaltes, wie mit dem Vorgang umgegangen wird: der eine schickt einen Strafbefehl, der nächste leitet ein Verfahren ein.

Hat deshalb ein wenig von Roulette, wie damit der "Beschuldigte" vernünftig umgehen soll

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