Unfall beim ausparken, wer zahlt?

5 Antworten

Kann das wirklich sein?

Möglich.

Ein extrem unfaires urteil wie ich finde.

Ein Urteil trifft ein Richter, nicht die Polizei.

Gib den Fall an deine KFZ Haftpflicht. Diese wird prüfen, ablehnen oder regulieren.

Wenn sie reguliert und der Schaden gering ist, kannst du diesen zurückkaufen, dann wirst du nicht hochgestuft.

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass wer rückwärts fährt oder wendet, eine besondere Sorgfaltspflicht hat. Bei einem Unfall wird daher automatisch demjenigen die Schuld zugewiesen, es sei denn, er kann das Gegenteil beweisen.

Hättest du gesagt, du standest bereits, wärst du ja nicht rückwärts gefahren sondern gestanden. Dann hätte der andere die Schuld, weil man nur so schnell fahren darf, dass man bei einem unbeweglichen Hindernis noch bremsen kann.

Deine Schuld - Erst fahren, wenn alles frei ist und nichts kommt - ob nun rückwärts oder vorwärts..

Ob der andere "zu" schnell fuhr, spiel keine Rolle, oder würdest du an einer Kreuzung, an der 60 erlaubt ist und einer mit 90 ankommt und den du siehst trotzdem raus fahren, weil der sich ja nicht an die 60 hält?

"..Mit den Fehlern anderer  Verkehrsteilnehmer ist stets zu rechnen.." hat man doch mal gelernt..

Außerdem ist das kein "Urteil", sondern eine "Einschätzung" des Beamten!- Wenn du es deiner Versicherung meldest wirst du überrascht sein, was da alles raus kommen kann..

Inwiefern:

"Wenn du es deiner Versicherung meldest wirst du überrascht sein, was da alles raus kommen kann.."?

@MajoranQt

Weil das, was die Versicherungen untereinander da herausbekommen nicht immer das ist, was du dir wünscht..

http://www.autounfall.net/unfall-beide-schuld-wer-zahlt-was/

Zitat: "..Die Versicherungen kommunizieren miteinander und klären, nach Sichtung des Unfallberichts, wer zu wie viel Prozent Schuld an dem Autounfall hat...."

Im Gegensatz zu den bisherigen Antwortern lese ich hier:

auf einem privaten Parkplatz meine Parklücke verlassen

Auf einem Parkplatz hat sich jeder besonders umsichtig zu verhalten. Wenn ich langsam aus einer Parklücke ausparke und stoppe, sobald ich ein vorbeifahrendes Fahrzeug sehe, ist meiner Umsicht genüge getan.

Auf einem Parkplatz fährt man nun einmal nicht schnell.

Melde den Unfall mit der Schilderung Deiner Versicherung, die sollten sich darum kümmern, ggfs. unberechtigte Ansprüche zurückzuweisen. Du wendest Dich an die gegnereische Versicherung und verlangst Ersatz Deines Schadens.

Nun hat er aber nicht gestoppt, sonder ist langsam rückwärts in den verbeifahrenden Verkehr geraten und hat erst nach dem Knall  gehalten.

Das wird sein Versicherer genau so regulieren: Schadensforderung des Vorbeifahrenden ohne wenn und aber oder Vetorecht :-O.

@imager761

Ein Parkplatz(!) hat nun allerdings gar keinen "vorbeifahrenden Verkehr". Jeder, der nicht erst seit gestern seine Fahrerlaubnis hat, weiß, dass man dort außergewöhnlich vorsichtig fahren muss.

Die Schilderung ist sicher subjektiv und lässt allemal keinen Schluss auf den genauen Sachverhalt zu.

@Mikkey

Häh? Natürlich hat ein Parkplatz markierte Stellflächen und Fahrwege, auf denen man dorthin wie auf den Parkplatz selbst gelangt.

@imager761

Lass gut sein, es ist schon klar, dass Du manchmal einfach nicht verstehen willst, was andere schreiben.

Polizisten sprechen keine Urteile.

Bei einem Unfallgeschehen, das keinen größeren Schaden auslöst als ein verbogenes Kennzeichen (was heutzutage extrem ungewöhnlich ist), einigt man sich üblicherweise darauf, dass nichts passiert ist. Mitunter wechselt noch ein kleiner Geldschein den Besitzer, für den ein Lackstift, ein Kennzeichenhalter oder ähnliches erworben werden kann.

Zwei Dinge tut man bei solchen Bagatellen eher nicht: man ruft nicht die Polizei, und man wickelt es nicht über die Versicherung ab.

Na das seh ich völlig anders. Man einigt sich niemals unter der Hand, man gibt niemals Geld und informiert immer seinen KFZ Haftpflichtversicherer. Sollen die den Fall regeln und hinterher kann man kleine Schäden zurück kaufen. Man macht immer ein Foto von der Schramme am Gegnerfahrzeug.

Weil manche Menschen nicht ehrlich sind. Weil du keinen Quittungsbogen dabei hast. Weil du nicht weißt, was deinem Gegner unterwegs noch alles passiert. Weil du nicht weißt, was die Werkstatt deinem Gegner alles erzählt oder gute Bekannte....usw

@BenniXYZ

Das kannst du gerne so sehen und handhaben. Ich mache es halt auf meine Art - ich bin aber auch allgemein nicht der Typ, der sich immer und überall gegen alles und jedes absichern muss.

Laut der Fragestellung - und die nehme ich einfach mal als Tatsache an, weil wilde Spekulationen sinnlos sind - war nur ein Kennzeichen verbogen. Das kann man der Versicherung melden - muss man aber nicht.

Nebenbei bemerkt: gewiss gibt es böse Menschen. Diese unsere Welt wird aber nicht besser, wenn wir immer nur das Risiko sehen, auf einen solchen zu treffen, und grundsätzlich niemandem vertrauen. Ich gehe halt etwas optimistischer durchs Leben und bin damit unter dem Strich bisher nicht schlecht gefahren.

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