Unfall auf dem Weg zur Zulassungsstelle .?

5 Antworten

Das Auto war noch zugelassen, also tritt die Versicherung des Vorbesitzer ein. Der Haftpflicht schaden wird ohne Selbstbeteiligung erstattet.  sofern das Kfz vollkasko versichert war, kann die Kaskoversicherung den Schaden an deinem Auto unter Abzug der vom Vorbesitzer vereinbarten Selbstbeteiligung übernehmen.  Der Vorbesitzer kann Ansprüche wegen der rückstufung seiner SF klasse in der Haftpflicht - sowie in der Vollkaskoversicherung gegen dich geltend machen.  Wenn er auf diese Versicherung ein anderes Kfz zulässt,  hat er ab 01.01, Anspruch auf Erstattung der Beitragsdifferenz welche durch die Rückstufungen seiner SF Klassen entstehen.

Versicherungsschutz durch die mitgeführte eVB Nr. Besteht erst ab Zeitpunkt der Zulassung, bzw falls mit der Versicherung und der Zulassungsstelle vereinbart auch am Tag der Zulassung auf dem Weg zur Zulassungsstelle zum Zweck der Zulassung. Frühestens jedoch ab Beendigung der bisherigen Versicherung durch Stilllegung oder Ummeldung des Kfz. Doppelversicherung  darf nicht bestehen

Ich empfehle Dir trotzdem dich mit der Versicherung in Verbindung zu setzten, von der Du die eVB erhalten hast.  Wenn Du bereits ein Angebot, oder sogar schon einen Antrag über die zukünftige Versicherung samt Kaskoversicherung hast (damit hättest Du bereits deinen Willen, das Kfz zukünftig vollkasko zu versichern, kundgetan) , könnte die neue Versicherung mit etwas Glück bereits für den gesamten Schaden eintreten. Damit wärst Du dem Vorbesitzer gegenüber aus jeder Verpflichtung.

Da kann aber etwas nicht stimmen. Der Verkäifer wird doch, wenn er sich vertragsgerecht verhält, nicht von seiner Versicherung in Regreß genommen. Die alte Versicherung ordnet, aber der Schaden wird dem Käufer angelastet, so lese ich die Spielregeln. Der Verkäufer wird nur dann belastet, wenn er sich vertragwidrig verhält und damit hat ein Käufer nun wirklich nichts mit am Hut.

Vorausgesetzt das Fahrzeug war durch den Vorbesitzer vollkaskoversichert und du wählst den gleichen Versicherungsschutz, dann gilt:

Es besteht Versicherungsschutz!

Weshalb?

Mit dem Kauf des Fahrzeuges ging der bestehende Versicherungsvertrag auf den Erwerber über.  (§95VVG)


Dies hat zur Folge…
Der Schaden wird von der Versicherung des Veräußerers bezahlt. Diese wird an die „ neue“ Versicherung des Erwerbers Regressansprüche stellen.  Die Rückstufung des Schadensfreiheitsrabattes trifft deinen „ neuen Vertrag“.


Bedingung damit meine Aussage zutrifft:
Die Parteien müssen die Versicherungsunternehmen unverzüglich über den
Verkauf/Erwerb informieren.

Was keiner macht, wie ich hier immer wieder höre und somit geht die Rückstufung in der KH zu Lasten des Verkäufers und die Kasko gibt es gar nicht (mehr). Alles doch ganz einfach.

@schleudermaxe

Hey Mäxchen :)…

Lob von meiner Seite ! 

PS:
Es ist nicht zwingend notwendig die Info VOR dem Kauf an das VU zu richten

Sehr ungewöhnlich, dass ein Verkäufer dir mehrere Tage Zeit gibt, dass du mit SEINEN Kennzeichen und SEINER Versicherung noch eine Weile fahren darfst.

Kleiner Tip: Such dir nen guten Anwalt! Ich glaube dir deine Story nicht.

Was soll ich  mit einem Anwalt? Ich habe meine Schuld bereits zugegeben !

@VerbundenMitGF

Richtig. Und es war abgesprochen, dass du mehrere Tage auf das Kennzeichen (und die Versicherung) der Vorbesitzers fährst?

Üblicherweise meldet man das Auto noch am gleichen Tag um, wenn der Vorbesitzer schon so freundlich ist, DICH mit SEINEN Kennzeichen fahren zu lassen.

@konzato1

Ich sollte das Fahrzeug nur schnellstmöglich ummelden.

@VerbundenMitGF

Aha, da haben wir es doch. Schnellstmöglich ist für dich also mehrere Tage? In denen du schön mit dem Kennzeichen des Vorbesitzers rumgefahren bist (und auf seine Versicherung).

Die Behauptung, dass der Unfall bei der einzigen Fahrt, gerade in dem Moment, wo du zur Zulassungsstelle fahren wolltest, passiert ist, glaube ich dir nicht. Das ist eine Schutzbehauptung von dir. Du wolltest noch längere Zeit fahren, um die Kosten zu sparen, nur leider ist der Unfall dazwischen gekommen.

Es bleibt also dabei: Versorge dir einen guten Anwalt. Und das Auto kannst du vermutlich gleich wieder verkaufen, um den finanziellen Versicherungsschaden, der dem Vorbesitzer durch DEINEN Unfall passiert ist, abzuzahlen.

@konzato1

Warum? Nur weil der Verkäufer sich rechtswidrig/vertragswidrig verhält, habe ich doch damit nichts am Hut.

@schleudermaxe

Der Verkäufer hat gesagt: "Schnellstmöglich".

Der Käufer dagegen ist noch mehrere Tage mit dem "unumgemeldeten" Auto gefahren.

Ich sehe beim Verkäufer keine Schuld und behaupte, dass der Käufer (Fragesteller) uns nicht die volle Wahrheit erzählt.

Di eVb bewirkt nur eine vorläufige Haftpflichtversicherung.

Da du das Auto bereits zu Schrott gefahren hast, ist es natürlich klar, dass du es Vollkasko versichern wolltest wahrscheinlich ohne Selbstbeteiligung.

Das nützt dir nur leider nichts. Dafür hättest du den Vertrag VORHER komplett abschließen müssen.

Sofern er ein Angebot über eine vollkasko Versicherung hat,  das vor dem Unfall erstellt wurde,  gilt das bereits als Ausdruck seines Willens, das Auto künftig vollkasko zu versichern. 

Allerdings darf keine doppelversicherung bestehen, daher KANN die neue Versicherung bereits voll eintreten sie MUSS es aber nicht.  Es gilt der Grundsatz,  bei guter Kundenbindung machen Versicherungen einiges möglich.

@RudiRatlos67

In der Praxis sah das so aus, dass mich z.B. der Kunde aus dem Autohaus (oder der Zulassungsstelle) anrufen musste. Ich konnte dann wiederum telefonisch die Deckungszusage der Hauptverwaltung einholen. Dafür musste aber der UNTERSCHRIEBENE Antrag für Vollkasko in meiner Geschäftsstelle vorliegen. Sonst wäre ich selbst in der Haftung gewesen.

Die Anforderung eine eVB ist eben noch keine Willenserklärung zur Vollkasko. Der Kunde kann anschließend auch immer noch den Versicherer wechseln

@RudiRatlos67

Es gelten auch gesetzliche Vorgaben. Ein Versicherer handelt ja nicht mit seinem eigenen Geld. Eine Vollkaskoversicherung muss EINDEUTIG vorher abgeschlossen sein, um zur Wirkung zu kommen

@DerHans

Lieber DerHans, da kommt deine Praxis zur Geltung: für einen Vollkaskoschutz muß 1. der Kfz-Versicherungsantrag schriftlich gestellt sein mit Unterschrift von beiden Seiten, also vom VN + Vermittler!

Ausserdem muß der zeichnungsberechtigte Versich.vermittler der Gesellschaft eine sofortige Deckungszusage am Ende des Kfz-Vertrags handschriftlich vermerken und gegenzeichnen mit Datum und Unterschrift! Nur so wird ein sofortige Vollkaskoschutz wirksam!!!

das wird über die sogeannte deckungskarte (heute registierung)  versichert mit der neuen Versicherung.  Dein Auto, deine Versicherung.. dein schaden. Daher unbedingt kontakt mit deiner neuen Versicherung aufnehmen.

Die "Registrierung" heißt heute "elektronische Versicherungs Bestätigung"  oder kurz "eVB" und die Versicherung beginnt mit der Zulassung und nicht eine Stunde vorher.  Es kann vereinbart werden, dass der Versicherungsschutz bereits auf dem weg gilt

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