telecom vertrag - wie kommt man raus bei todesfall?

11 Antworten

Auszug aus Legal Tribune Online:Im Todesfalle darf ein Telefonanschluss trotz der noch laufenden Vertragszeit gekündigt werden. Dies entschied das AG Rüsselsheim im Rahmen einer Klage eines Testamentsvollstreckers gegen einen Telefonanbieter, der trotz der todesbedingten Vertragskündigung weiterhin die monatlichen Pauschalgebühren einzog.In der Sache befand das Amtsgericht (AG) Rüsselsheim zugunsten des Klägers, denn eine Kündigung sei vor allen Dingen dann gerechtfertigt, wenn der Anschluss für Erben schlichtweg nicht nutzbar sei (Urteil vom 8.01.2010, Az. 3 C 1097/09).

Komplett zu lesen auf:

http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ag-ruesselsheim-der-tod-als-kuendigungsgrund-eines-telefonvertrags/

Ich stimme Steffi zu - wenn die Briefe, Mahnungen etc. nicht an dich addressiert sind, Empfänger verstorben drauf, zurücksenden und gut ist. Sollte es trotzdem nicht aufhören, wende dich an die Verbraucherzentrale in deiner Nähe.

Kopie der Sterbeurkunde an Telekomm Mahnabteilung senden mit der Bitte um Kenntnisname unter einbezug der damaligen Kundennummer und Rechnungsnummern der nicht bezahlten Rechnungen. Ps. Falls Ihr noch auf dem Anschluss Telefoniert habt nach dem Todestag kommt Ihr für die Kosten bis zum Abrechnungszeitpunkt mit auf.

Das versterben des Vertragspartner ist ein außerordentlicher Kündigungsgrund. Von daher hast Du mit der Kündigung die sofortige Beendigung der Vertrages erreicht. Da davon ausgegangen werden kann das Deine Mutter kein Interesse/Nutzen an der angebotenen Leistung hat dürfte sich das eigentlich erledigen. Schildere der Telekom schriftlich den Sachverhalt, mach auf das von Dir wahrgenommene außerordentliche Kündigungsrecht aufmerksam und erwähne auch mal das Du für die überflüssige Bearbeitung jeder weiteren Korrespondenz einen Rechtsvertreter beauftragst.

Auch das ausserordentliche Kündigungsrecht muss im Vertrag oder in den AGBs geregelt sein - da muss einfach mal nachgeschaut werden. Ein Rechtsvertreter dürfte hier - zumindest im jetzigen Stadium - wirklich entbehrlich sein. Das kostet nur unnötig Geld.

da ich die sterbeurkunde samt ausführlicher schilderung, vertrauend auf gesunden menschenverstand, hingeschickt habe, ist meine adresse und daß ich die "erbin" bin bekannt.die briefe sind nun an mich mit dem titel nachlass adressiert. ich hätte gern irgendeinen pharagraphen oder was dergleichen,der sagt daß im todesfall derartige verträge enden.

@mandala

Das kann nur in den AGBs oder im Vertrag selbst stehen. Ansonsten: siehe meinen Beitrag.

@mandala

Dienstleistungsvertäge die über den Tod hinaus bindent sind dürfen sittenwidrig sein. Ich kann mir kein deutsches Gericht vorstellen welches einem Pflegedienst Tefefonanbieter etc. sonstigen Vertag ohne Kündigungsrecht bei versterben des Vertragspartners als sittenwidrig ansehen würde.

Das gleiche Problem haben wir zur Zeit mit der Telekom. Meine Frau und Nichte ihrer Tante war auch Bevollmächtigte der tante bis zu deren Tod (92 Jahre). Das Ableben wurde der Telekom mit Sterbeurkunde schriftlich angezeigt. Nun belästigt die Telekom meine Frau bzüglich Nachlass der Tante mit Forderungen wegen vorzeitlicher Vertragsauflösung, was mit Sicherheit unzutreffend ist, da die Tante mindestens die letzten 10 Jahre am Vertrag miot der der Telekom keine Änderungen durchführte. Die Telekom versucht es also noch heute. Wir haben der Telekom mitgeteilt, dass die Vollmacht mit dem Tod erloschen ist, der Nachlass für die Beerdigung nicht ausreichte und künftiger Schriftwechsel unmittelbar mit der Tante, neue Abschrift: Hauptfriedhof, erfolgen kann.

Was möchtest Du wissen?