Soll ich ohne offizielle Vermessung einen kleinen Teil meines Grundstückes abgeben?

5 Antworten

Grundstückskauf und -tausch geht überhaupt nicht ohne Notar und Katasteramt. Im Zweifelsfall wären alle Vereinbarungen NICHTIG.

Mein Rat: Mach es auf keinen Fall! Mit solchen Sachen ist nicht zu spaßen!

Wenn der Nachbar Vorteile erzielen möchte, dann muß der dafür bezahlen. Offensichtlich ist die Einfahrt ja wertvoller als unnützes Land hinten -- warum solltest Du also 1:1 tauschen? Verkaufe ihm doch lieber etwas Land -- das Geld kannst Du bestimmt gebrauchen. Erkundigt Euch bei der Gemeinde nach dem fairen Preis laut Bestandstabelle und fertig. Du mußt nicht unnützes Land im Tausch annehmen. Und die Grunderwerbssteuer zahlt immer der Käufer...

Das ist eine gute Idee, denn das Land was wir bekommen sollen nützt uns wirklich überhaupt nichts. Muss noch mal mit ihm reden ob es nicht doch offiziell gemacht werden soll, verkaufen ist wohl das beste, so gibt es auch keine Probleme. Und wer weiß wann das genannte Gebäude abgerissen wird....

Nun ja, Kosten sollen eben vermieden werden. Und ja: wir verstehen uns gut, nur was ist, wenn z. b. einer das Haus verkaufen will o. muss? Oder wenn es doch zum großen Krach kommt. Wenn ich da irgendein Schriftstück habe, das ist doch dann nur ein Stück Papier.

Eben und da kannst Du Dir dann den Popo mit abwischen.
Alles was ein Grundstück betrifft muss, wenn es rechtsverbindlich sein soll, im Grundbuch eingetragen werden.
Du bist ja schon selbst auf die Haken an der Sache gekommen. Lieber jetzt Geld für eine vernünftige Lösung ausgeben als es später Rechtsanwälten in den Rachen zu schmeißen. Da ist die jetzige Lösung mit Sicherheit preiswerter und jeder weiß woran er ist.

Wenn ihr Euch einig seid und das ist bei einer guten Nachbarschaft möglich, muss es keinen Ärger geben. Es wird aber mit Sicherheit nicht billig da jede Veräußerung eines Grundstückes über einen Notar gehen muss. Und das ist in Eurem Fall ja 2x so.

Es geht ohne Katasteramt, aber nicht ohne Grundbuch. Was hälst du von einer Grunddienstbarkeit? Sprich einem Wegerecht. Das wird auf deinem Grundstück ins Grundbuch eingetragen. So kann sich dein Nachbar sicher sein, dass es weiter besteht, auch wenn du dein Grundstück verkaufst.

Aber. Eine Teilung oder Flächentausch wäre langfristig die bessere Variante. Ein Grundstück mit einer gescheiten Zuwegung läßt sich in der Regel besser verkaufen, als eines ohne. Langfristig sollte man auch was die Form angeht, immer auf gut bebaubare und gut erreichbare Grundstücke hinarbeiten.

Nebenbei trifft das auch für den umgekehrten Fall zu. Da sehe ich haarsträubende Teilungsentwürfe, nur um Dienstbarkeiten wegen Abstandsflächen zu vermeiden (Baulasten). Und wenn die Schuppen mal abgerissen sind, bleiben grauenvolle Grundstücke übrig.

Ich denke , in der heutigen Zeit geht wahrscheinlich nichts mehr ohne Grundbuch und Katasteramt. Das ist leider mit Kosten verbunden , doch denke einmal an die nächste Besitzgeneration . Die wird sich vielleicht um diesen Privatvertrag nicht scheren und der Ärger ist dann vorprogrammiert.

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