Sind Vollstreckungstitel übertragbar?

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Es gibt Unternehmen, die sich mit Forderungskauf, dem sogenannten Factoring befassen. Wenn die Forderung tituliert ist, wird auch der Titel, also normalerweise das Urteil oder der Vollstreckungsbescheid mit verkauft. Der Titel kann vom Gericht mit geringem Aufwand auf den Erwerber "umgeschrieben" werden, so dass dieser als Gläubiger aufgeführt ist. Der Schuldner hat kein Mitwirkungsrecht. Die titulierte Forderung hat aber nicht den Forderungsbetrag als Marktwert, da ja zweifelhaft ist, ob und in welchem Umfang ein Titel realisiert werden kann, wenn der Schuldner schon gerichtlich verfolgt werden muss

Grundsätzlich ist die Übertragung von Rechten - und dazu zählt ein Vollstreckungstitel - möglich. (Eine Übertragung ist natürlich dann nicht möglich, wenn es sich um ein höchstpersönliches Recht handelt; aber das liegt hier ja nicht vor.)

jedes Inkasso Büro kann Titel für kleines Geld abkaufen.Danach Zinsen von der Armen Sau fordern.

ein Titel ist personengebunden und keine Handelsware..und wie im kaufmännischen überall gelehrt wird ist eine gegenseitige Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten nicht statthaft..

Forderungen kann man zwar übertragen, aber nur, wenn der andere Gläubiger mit dem sog. Schuldnerwechsel einverstanden ist, was kaum im privaten Bereich vorkommt. Woher soll der denn wissen, ob er wirklich erfolgreich vollstrecken kann? Im Zweifel wird er einer solchen Forderungsübertragung nicht zustimmen - trotz der fortgeschrittenen Eintreibungsphase, weil er die finanzielle Lage des anderen Schuldners nicht kennt und vielleicht hofft, grösere Chancen bei dir zu haben - selbst dann, wenn er mit der Forderungseintreibung bei dir noch nicht so weit fortgeschritten ist, wie du bei dem anderen Schuldner...

Du hattest die Frage wohl falsch verstanden. Nicht der Schuldner, sondern der Gläubiger sollte gewechselt werden.

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