Schweigepflicht des psychiaters. wann darf er sie brechen?

4 Antworten

Es gelten auch hier die allgemeinen strafrechtlichen Vorgaben. Somit gelten auch hier die Rechtfertigungs- und Entschuldigungsgründe des StGB. Aber es läuft immer auf eine Abwägung hinaus.

  • Bei Ankündigung eines Mordes würde ich Nothilfe/Notwehr § 32 StGB bejahen, wenn der Psychiater die Schweigepflicht verletzt. Ebenso bei einem angekündigten Flugzeugabsturz.
  • Bei Steuerhinterziehung würde ich den Bruch nicht als erlaubt einstufen, weil die paar Euro weniger wichtig sind als ein funktionierendes Verhältnis Psychiater - Patient. Ebenso nicht bei Schwarzarbeit.

Das Problem ist: Würde man das Schweigerecht aufweichen, würde der Patient weniger reden, weil er Angst hätte, verpfiffen zu werden. Dennoch: Der Arzt hat das Recht, das Leben eines Menschen, welches konkret gefährdetes potentielles Mordopfer ist, zu schützen, das ist originäres Recht eines jeden Menschen.

Wenn ein anderes Menschenleben gefährdet ist, kann der Psychiater - übrigens auch der Beichtvater - seine Schweigepflicht brechen.
Bei einer Steuerhinterziehung sieht das schon anders aus. Es handelt sich zwar auch da um eine Straftat, sie gehört aber absolut nicht in den psychiatrischen Bereich hinein, so dass der Psychiater wohl eher nicht mit der Problemstellung Schweigepflicht brechen oder nicht konfrontiert ist.

Ich würde es nicht melden (ich stehe unter Schweigepflicht).

Darf nicht. 

Bericht an den Ärztlichen Dienst des Jobcenters, Darf die Arbeitsvermittlerin den sehen?

Also folgende Situation ich bin gesundheitlich eingeschränkt und das Jobcenter würde das gerne Prüfen inwieweit ich dem Arbeitsmarkt zur verfügung stehen kann.

Also bericht bekommen, ausgefüllt und in einem verschlossenem Umschlag(wie besprochen) beim Jobcenter abgegeben damit es an den ärztlichen Dienst weitergereicht wird.

Jetzt ruft mich meine Fallmanagerin an und meint ohne das sie den bericht weitergereicht hat das darin eine nebensächliche angabe fehlte , was ich ihr über telefon auch schnell mitteilte und sie es mit vermerk hinzugefügt hat..(ging um einen Namen)

Ich war jedoch verständlicherweiße geschockt da die Daten in diesem schreiben ausschließlich für den ärztlichen dienst sind und nur für die Ärzte einsehbar sein dürfen, deswegen auch der verschloßene Umschlag. Sie meinte das gehe in Ordnung sie würde es nicht weitererzählen...

Aber sie hat doch keine schweigepflicht.. wie kommt die dazu das zu machen.. normalerweise soll die das doch nur weiterleiten und der ärztliche Dienst wird dann schon sagen wenn was fehlt..?

Ich finde das verhalten unglaublich..

Bitte wen jemand der sich damit auskennt mir auskunft erteilen kann ob die das überhaupt darf und inwiefern sie es eben nicht darf..Und was ich jetzt tun kann!

Es handelt sich immerhin um Private Medizinische Daten, hab ja nicht umsonst die ganzen schweigepflichtsentbindungen in dem antrag unterschrieben, da war aber eine für die Fallmanagerin natürlich nicht dabei!!..

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Schweigepflicht von Ergotherapeuten?

Ich war letztes Frühjahr in ergotherapeutischer Behandlung. Etwa nach der Hälfte der Behandlungen bni ich schwer erkrankt und kam ins Krankenhaus auf die Intensivstation. Aus diesem Grund konnte ich meine weiteren vereinbarten Termine zur Ergotherapie nicht wahrnehmen und leider auch nicht absagen. Da ich leider mehrere Wochen auf der Intensivstation verbracht habe, hat sich die Ergotherapeutin verständlicherweise gewundert, das kann ich nachvollziehen. Und ich kann auch nachvollziehen, dass sie nach einiger Zeit beschlossen hat, mir eine Rechnung über meinen Zuzahlungsbetrag zukommen lassen zu wollen.

Was ich allerdimgs nicht verstehe, ist die Tatsache, dass ich als ich nach über zweieinhalb Monaten aus dem Krankennhaus entlassen wurde zuhause einen Brief meiner Arbeitsstelle vorfand, in dem mir wiederum im verschlossenen Umschlag die Rechnung der Erotherapeutin geschickt wurde. Auf dem BIefumschlag der Rechnung war von der Ergotherapeutin handschriftlich vermerkt, dass sie mich nicht erreichen würde, weil ich offenbar umgezogen sei und sie deswegen meinen Arbeitgeber um meine aktuelle Adresse gebeten habe.

Auch wenn ich keine Nachteile dadurch von Arbeitgeberseite aus habe, ärgert mich das Vorgehen der Ergotherapeutin ungemein, denn ich war nicht umgezogen. Ich erkläre mir das Ganze so, dass die Ergotherapeutin die Rechnung nicht per Post gecschickt hat, sondern versucht hat, bei mir zu klingeln um ihre Rechnung persönlich abzugeben. Da auf dem Klingelschild imein Name nicht vermerkt ist, hat sie dann vielleicht gedacht, ich würde dort gar nicht mehr wohnen. Aber ich weiß nicht wie es war. Aber nur so erchsint es mir plausibel, denn auf dem Briefkasten steht mein Name und der Brief mit der Rechnung wieß auch keine Briefmarke oder einen Vermerk, dass der Breif unzustellbar sei, auf.

Ich weiß inzwischen, dass die Therapeutin um ihre Rechnung beglichen zu bekommen, ihre Schweigepflicht brechen darf. Das sehe ich auch ein, sie wusste ja nicht dass ich auf der Intensivstation lag und nciht in der Lage war, mich bei ihr zu melden. Aber darf sie meinen Arbeitgeber kontaktieren? Wo ich arbeite, wusste sie ja nicht von offizieller Seite, soindern nur über unsere Gespräche. Ich frage mich warum sie nicht meine Krankenkasse kontaktiert hat um zu erfragen ob dort eine neue Adresse von mir vorliegen würde. Es ist ja Ihr Irrtum, denn ich war ja nicht umgezogen und ich bin rechtlich nicht verpflichtet, meinen Namen aufs Klingelschild zu schreiben, er steht ja auf dem Briefkasten, so dass mich Post erreicht. Und ist es ok, dass sie offenbar persönlich vor meiner Tür stand. Ihre therapeutischen Sitzungen fanden immer in ihrer Praxis statt. Hätte sie den Brief per Post geschickt, wäre er auch angekommen.

Vielleicht ist der Fall zu kompliziert, um hier beantwortet zu werden. Aber vielelicht hat jemand eine Idee, wo ich eine verbindliche Auskunft erhalten kann.

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