Schornsteinfeger kommt...was genau macht er?

2 Antworten

Die Abgaswegeprüfung beinhaltet das er prüft ob der Gasfeuerstätte genügend Verbrennungsluft zuströmen kann (also z.B. wenn Lütungsgitter in der Tür sind ob diese auch frei sind). Dann schaut er ob der Brandschutz eingehalten wird (z.B. nicht das jemand vielleicht eine Zwischendecke aus brennbaren Baustoffen (z.B. Holz) eingebaut hat und diese das Abgasrohr berührt). Dann schaut er ob die Feuerstätte beschädigt oder verschmutzt ist und prüft ob die Abgase einwandfrei abziehen. Und schlußendlich mist er mit einem Meßgerät wie hoch der Kohlenmonoxidgehalt (CO) im Abgas liegt. Im Regelfall soll dieser unter 100 ppm (Teile pro Million) liegen. Bis zu 1000 ppm ist noch zulässig, darüber würde er die Anlage bemängeln. Der Kohlenmonoxidgehalt im Abgas (kann sehr gravierend sein, teilweise mehrere tausend ppm) verändert sich wenn der Gasbrenner stark verschmutzt ist oder beschädigt ist. Im Grunde ist ein erhöhter Kohlenmonoxidgehalt immer eine Folge von Luftmangel, entweder weil die Luftwege im Brenner durch Schmutz verengt sind oder aber der Brenner das Gas nicht mit der Luft ausreichend durchmischt. Eine kurze Übersicht darüber wie CO auf den Menschenwirkt

unbedenklich ist auf Dauer 3 ppm (MIK-Wert oder maximale Indikationsrate)

Am Arbeitsplatz dürfen (8 Stunden) maximal 30 ppm sein (MAK-Wert = maximale Arbeitsplatzkonzentration)

50 ppm über mehrere Monate eingatmet führt zu Kurzatmigkeit

100 ppm über eine Stunde führt zu Kopfschmerzen und Mattigkeit

300 ppm über 40 Minuten führt zu Brechreiz

1.000 ppm über 40 Minuten eingeatmet führt zur Bewustlosigkeit, nach 2 Stunden ist es tötlich.

18.000 ppm sind sofort tötlich

Wenn der CO-Wert nicht mehr alös 1000 ppm beträgt (ansonsten bricht er die Arbeit ab und bemängelt) mißt er die Abgase nach der 1.BimSchV Dabei mißt er verschiedene Werte, entscheidend dabei sind aber nur die Abgasverluste die sich rechnerisch aus diesen Meßwerten errechnen (das heißt wieviel Prozent der Wärme geht über den Schornstein, während des Betriebes, verloren. Bei Feuerstätten in dieser Größenordnung dürfen das maximal 11 % sein.

Läßt sich die Feuerstätte nicht in Betrieb setzen (z.B. ausgebauter Gaszähler [warum eigentlich ?)]) dann kann er die Prüfung nur soweit machen wie es möglich ist und beanstandet die Anlage ansonsten.

Ohne Gaszähler kann er auch keine Abgasmessung machen.

Er muss an jedes Gasgerät in der Wohnung (Ausnahme Gasherd) und dort die Messung vornehmen. Dazu sind alle Türen und Fenster zu schließen.

Also nur an die Therme? Nicht an die Heizkörper?

@Vogeligel

Wenn die Therme die einzige Stelle ist, an der Gas verbrannt wird, dann ja.

@user1518

Ja in die Heizungen läuft ja nur das Wasser! Aber da ich ja keinen Gaszähler habe,hat sich das dann bei mir wohl sowieso erledigt!

Vielen Dank für deine Antwort!!!

@Vogeligel

Da die Therme ja laufen muss um die Abgase messen zu können. Du aber keinen Gaszähler hast, hat sich das wohl erledigt. :)

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