Schöffenamt ablehnen

3 Antworten

Ich habe mich für die Schöffenwahl beworben und noch nichts gehört. Ähm grundsätzlich kannst du die Wahl nicht ablehnen. Und es wäre ja auch nicht so, daß dann ständig bei Gericht sitzt, du wirst ca. 2 bis 4mal in einem Jahr dazu bestellt.

''Ähm grundsätzlich kannst du die Wahl nicht ablehnen.''

Grundsätzlich vielleicht nicht, aber das GVG nennt ja im § 35 Gründe, warum man es doch kann bzw. darf.

Du hast ehrlich gesagt kaum eine Chance, dass du dich da entziehen kannst. Ich war schon zweimal Schöffe. Aber du bekommst ja eine Aufwandsentschädigung. Und die Termine erhältst du normalerweise für das ganze Jahr im Voraus

Ich habe auch mal so einen überraschenden Brief gekriegt wie du. Dann wurde ich auch gleich noch am Landgericht als Schöffin bestellt, da dauern die Verhandlungen noch viel länger als beim Amtsgericht. Ich habe damals einen Brief geschrieben, dass ich eben erst Mutter geworden sei und mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, mehrere Verhandlungstage mit Stillkind zu absolvieren, und daraufhin wurde ich von diesem Ehrenamt freigestellt; war kein wirkliches Problem. Ich denke, wenn du ehrlich darlegst, in welche Nöte dich dieses Amt bringt, dann wird halt jemand anderes berufen, und vielleicht passt das dann bei dem besser. Die Leute im Gericht haben ein Interesse daran, dass dieses Amt ernsthaft ausgeübt wird, und das kann man nur, wenn man den Rücken frei hat. Keine Angst, bei dir geht es gerade nicht, vielleicht ja später einmal.

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