Schlagzeug spielen zuhause- Gerichtsurteile

4 Antworten

Handele mit dem Schiedsmann einen Kompromiss aus. Ich finde 3 mal wöchentlich 1 Stunde zur zivilen Uhrzeiten kann man aushalten. Aber guck mal hier: http://www.kostenlose-urteile.de/newsview3622.htm

das finde ich allerdings eigentlich auch!

Ich habe gerade das gleiche Problem. Ich wohne seit fünf Jahren in einer separaten Wohnung in einem Einfamilienhaus. Seit einiger Zeit ist eine neue Familie eingezogen, dessen Sohn, wann er will in den (vermeintlich) zulässigen Zeiten Schlagzeug "übt". Nach einiger Zeit habe ich mich beschwert! Ich klingelte und fragte nach einem Kompromiss, da ich mich gestört fühle. Ich sagte, dass die Nachbarn mir doch bitte sagen sollten wann er in der Woche spielt (feste Zeiten!), damit ich dann meinen Tagesplan danach einrichten könnte, um zu dieser Zeit nicht zu Hause zu sein (ich arbeite gerade zu Hause). Sie sagten, "nein, dass ginge nicht und dass er sich an die rechtlichen Vorgaben halten und nicht nachts spielen würde". Der Sohn wollte erst gar nicht mit mir sprechen (zu feige! - Mama und Papa regeln es ja - nach dem Motto: "mit dem kann man es ja eh machen, der wohnt da ja eh alleine"). Er spielt, wann es ihm passt, manchmal einfach nur 10 oder 20 Minuten und dann später noch mal 1 oder 2 Stunden. Sonntags kommt neuerdings ein Kumpel hinzu mit einer E-Gitarre da geht es schon mal, mit ein bis zwei zehn-minütigen Unterbrechungen, von 16:30 Uhr bis kurz nach 20 Uhr. Diese "Proben" kommen auch manchmal noch in der Woche hinzu.  

Wenn ich hier so dumme Sachen lese, wie "man hätte wohl einen Prozesshansel" als Nachbarn bekomme ich das kalte Grausen und zweifle nur an meinem Verstand! Auch wenn du (die Fragestellerin!), schreibst, dass dein Nachbar wohl für einen Rechtsanwalt zu "knistig" sei, fällt mir nichts mehr ein! Da muss man als jemand, der sich da gestört fühlt, noch selber Geld aufwenden, um gegen so viel Dummheit vorzugehen! Wie wäre es denn gewesen, wenn man vorher mal auf die Idee gekommen wäre, seinen Nachbarn anzusprechen und ihm mitzuteilen, dass jemand in der Familie im Haus Schlagzeug üben wolle - und mit diesem im Voraus zu einer Einigung kommt. Als erwachsener Mensch sollte man sich doch denken können, dass es dadurch zu Schwierigkeiten kommen kann, außerdem schreibst du schon selber in der Frage, dass es laut ist und nervt!!! - Wie wäre es, wenn man selber mal in den Spiegel schaut, bevor man den anderen Mieter, den du hier einfach als "den Rentner" bezeichnest, als unhöflich und unverschämt betitelt! 

P.S.: Als ich im 2. Schuljahr war, bekam ich von meinem Onkel eine Kassette einer Heavy Metal Band der 2. Welle des British Heavy Metal. Seit dem war mein Weg geebnet. Ich denke, dass ich nun seit 25 Jahren ausgiebig Musik höre (Rock, Metal fast jeder Art, Blues, neuerdings Folk, Alternative, Hardcore-Punk, selten Klassik, Jazz, sphärische [z.B. Ambiente-Techno] und meditative Musik, Trance Techno bis Gapper und auch ab und an mal Pop [Radio], zeitweise auch etwas Hip-Hop, insbesondere mit der cross-over Welle der 90er - jedoch liegt mein Hauptfokus auf Metal/Rock/Punk bzw, gitarrenlastiger Musik). 

Nebenbei bin ich also auch nicht der klassische "spießige doofe Rentnernachbar"!  

Nerven tut die Dreistigkeit und Frechheit der Nachbarn noch viel mehr, genau wie deren Rücksichtslosigkeit ! Z.B. wenn es einem schlecht geht und man im Bett liegt - zuletzt bin ich dann mit dem Auto in den Wald gefahren (raus gehen ging nicht, es hat in strömen geregnet!) und habe da die Zeit tot geschlagen! So ist das nämlich! 

wenn der damit durch käm würde ich ja jeden tag eine stunde lang irgend etwas bohren, ist ja ne frechheit von dem typen. leider gibt es zu vie unteschiedliche gerichts urteile, die von 1ner bis 2,5 stunden gehe.aber sicherist, du darft bei lauten musikinstrumenten eine sunde pro tag üben! da kann auch dieser schiedman nicht daran ändern. suche dir ein paar grichts urteile raus und drucke sie saqmt ak.zei. aus, ann hast du gleich etwas zum vorzeigen.

Musizieren in der Wohnung ist erlaubt, solange sich die Lärmemissionen in für die Mitbewohner erträglichen Grenzen halten. Dies gilt grundsätzlich auch für Instrumente wie Schlagzeuge.

Allerdings müsse immer der Einzelfall betrachtet werden - die Nachbarn dürfen durch das Musizieren nicht wesentlich in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt werden, entschieden übereinstimmend das Amts- sowie das Landgericht München (Az.: 273 C 18392/04 und Az.: 6 S 11144/05), berichtet das Immobilienportal Immowelt.de.

Im verhandelten Fall übte der Sohn einer Erdgeschossmieterin regelmäßig Schlagzeug. Die Nachbarn aus dem ersten Stock fühlten sich derart belästigt, dass sie vor Gericht zogen. Dieses urteilte, dass Schlagzeugspielen in der Wohnung nicht grundsätzlich verboten ist.

Bei der Beurteilung, ob Nachbarn das Schlagzeug spielen zugemutet werden könne, müssten immer im konkreten Einzelfall zum Beispiel Baukonstruktion oder die Lage der Räume berücksichtigt werden, da es keine festen Grenzwerte zur Bestimmung der Beeinträchtigung gebe. Im konkreten Fall wurde deshalb ein Sachverständiger hinzugezogen, der allerdings ganz erhebliche Lärmwerte attestierte. Die Lärmemissionen seien sogar höher, als der Gesetzgeber sie für Mischgebiete erlaube. Deshalb verurteilten die Richter die Beklagten dazu, die Nachbarn künftig nicht mehr zu belästigen, berichtet Immowelt.de

(Quelle: Immowelt AG)

Danke. Das klingt jetzt nicht sooo gut. Verdammt! Das man nicht mal miteinander redet bevor man offiziell wird. So ist die Menschheit. Blödmann, der Typ

Als Kompromiss kommt zum Beispiel in Betracht: Ruhezeiten von 12.00 bis 14.00 und von 20.00 bis 8.00 Uhr. Maximale Spieldauer pro Tag 2 Stunden. Das soll zum Beispiel gelten für: Klarinette, Saxophon, Geige, Violine, Bratsche, Cello oder Klavier.

Bei einem Akkordeon haben Richter nur 1½ Stunden erlaubt und bei einem Schlagzeug sogar nur 45 Minuten. Wichtig: Mit in die Spielzeit gerechnet werden müssen so genannte Fingerübungen, zum Beispiel bei einem Klavierspieler. Im Übrigen kommt es auf die Qualität der Musikausübung nicht an, sondern ausschließlich auf die Lärmintensität.

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