Scheinselbstständigkeit: wie viele 'andere' Auftraggeber sollte man in einem Jahr haben?

9 Antworten

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Wenn er sich gerade selbständig gemacht hat, dann kann er sogar bis zu drei Jahren für diesen einen Auftraggeber arbeiten! Er muß lediglich nachhweisen / darlegen können, dass er sich um andere Auftragsgeber bemüht hat. Das kann eine Rechnung für Flyer sein, Messebesuche, Porto und Rechnungen für Werbeanschreiben, Fahrtkosten für Kaltakquise, jemanden einen PC verkauft haben usw. Das Finanzamt ist da ganz und gar nicht so streng wie andreas48 schreibt. Davon abgesehen, dass nicht Dein Kumpel, sondern der Auftraggeber Ärger bekommt! Wenn er eine normale 40 Stunden-Woche für diesen Auftraggeber leistet, dann soll er ab und zu zwischendurch mal einen Tag frei nehmen und für diese dann Teilnahme / Besuche für Messen oder z.B. IHK-VVeranstaltungen nutzen. Das Finanzamt ist KEIN Bösewicht - zumindest so lang nicht, wie man nicht versucht zu betrügen! Ansonsten sind die nämlich mehr als human!

Leider falsch. Da gibt es nichts mit bis zu 3 Jahren. Wenn der Jahresumsatz zu 5/6 von nur einem Auftraggeber erwirtschaftet wird ist es Scheinselbstständigkeit. Da kann er soviel auf Messen fahren wie er will. Da kann er soviele Flyer drucken lassen, so viel Werbeanschreiben nachweisen, wie er will. Es ist und bleibt Scheinselbstständigkeit. ( es kann ihm sogar passieren, dass er wegen den Werbeanschreiben belangt werden kann - §§ 3 u. 7 des UWG so wie §§ 823 und 1004 des BGB.

Da beist die Maus keinen Faden ab. Es ist und bleibt Scheinselbstständigkeit.

Das Thema ist ziemlich komplex. Ich habe auf dieser Internetseite http://www.kanzleiwilli.de/news/kriterien-scheinselbststaendigkeit-selbststaendigkeit/ eine Vielzahl von Kriterien gefunden, die darüber entscheiden, ob es sich um Scheinselbständigkeit handelt oder nicht. Der Anwalt schreibt darunter jedoch "Weitere Kriterien sind je nach Fall denkbar."

Sehr komplex also und ich glaube man sollte sich von Steuerberater und/oder Anwalt auf alle Fälle Rat einholen, um sicherzugehen.

Scheinselbständigkeit ist meist dann angesagt, wenn es sich nur um einen auftraggeber handelt..da sind die finazämter sehr spitz...er sollte nachweisen, daß seine Tätigkeit und sein Verdienst sich auf mehrere Auftraggeber stützt...

Rechnungslegung ist dabei etwas völlig normales..und sollte auch dargelegt sein

Völliger Humbug!

@justin123
  1. Die Person ist auf Dauer und im wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig;

aus Bitmaps Link..soviel zum Thema Humbug...

@andreas48

wohl noch nie selbständig gewesen! Ich bleibe dabei: völliger Blödsinn! Man muß schon etwas genauer lesen und bescheid wissen! es gibt zig tausende Selbständige, die in Deutschland fast ausschließlich für einen Auftraggeber tätig sind. Erst informieren, dann schießen und nicht nur Gesetzestexte nicht verstehen.

@justin123

ja ne is klar. Du weißt es genau. Warst du schon mal selbstständig???

Den Finanzämtern ist das relativ egel. Sie bekommen von einem Selbstständigen oder über einen Angestellten ähnlich viel Steuer.

Den Sozialversicherungen ist der Unterschied aber überhaupt nicht egal!

Für die Scheinselbständigkeit ist auch viel mehr die arbeitnehmerähnlichkeit der Tätigkeit, als die Zahl der Kunden entscheidend.

Also meiner Erfahrung nach reichen ein paar andere Rechnungen pro Jahr, welche man "dazwischen streut", vollkommen aus, da wurde bei mir nie etwas beanstandet und ich glaube das Finanzamt nimmt das nicht mehr so genau, aber natürlich kann ich dir keine 100%ige Garantie geben.

Wenn fünfsechstel des gesamt Umsatzes von einem Auftraggeber erzielt werden spricht das Gesetz von Scheinselbstständigkeit.

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