Sanierung Hourdisdecke (Tonhohlplatten)

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Das ist schwer zu sagen ohne die Risse gesehen zu haben und zu wissen woher die Risse kommen. Die ganze Decke Rückzubauen mitBeton und Estrich etc. wird wohl recht teuer, deswegen würde ich denken die einzelnen Hourdis zu sanieren wäre sinnvoller. Man kann die Risse mit Glasgewebefasern überkleben, damit sich die Risse nicht vergrößern. Wichtig ist aber zu wissen woher die Risse kommen und ob das eine Gefahr für die Tragfähigkeit darstellt. Wenn das nicht der Fall ist, dann nur die Hourdis sanieren!

Ok, Danke schonmal an euch beide. Das mit der Treppe war schonmal ein guter Hinweis. Mein Großvater hat vor ca. 30 Jahren einen Stahlträger unterfangen und dann einen Teil abgetrennt. genau in der Reihe sind auch die Risse in den Platten. Dann wird dort (wahrscheinlich) die Ursache liegen. Mal abwarten was der Architekt dazu meint.

Sollte es darauf hinauslaufen, dass wir an die komplette Decke ranmüssen, sind diese Platten noch zeitgemäß oder gibt es da mittlerweile modernere Alternativen? Estrich, Beton und Platten raus ist ja noch zumutbar, aber an die Stahlträger wollte ich nicht ran, die sehen nämlich noch top aus. Das System finde ich grundsätzlich schon klasse, weil man so viel in Eigenleistung machen kann...

Das Problem bei "Preussischen Kappendecken" und "Hourdisdecken" sind immer die Stahlträger, die keinerlei Rostschutz haben und die auch nachträglich nicht mit Rostschutz versehen werden können (Die Unterseite allein mit Rostschutz zu versehen reicht nicht aus).

Weiterhin gibt es in den Steinen immer dann Risse, wenn das seitliche Auflager zur Aufnahme der Horizontalkräfte nachgibt, was auch dann passiert, wenn man z.B. eine Treppenöffnung in die Decke einbaut.

Was ihr braucht ist ein erfahrener Sanierungsarchitekt, der sich mit alten Baukonstruktionen und Baumaterialien gut auskennt; bei GF könnt ihr dazu keine konkreten Empfehlungen erhalten.

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