Prostituierte mit Gewerbe im Haus-Mietminderungsgrund?

5 Antworten

Es kommt drauf an, rein aus moralischen Gründen ist eine Mietminderung jedenfalls nicht möglich, es muss schon eine echte Störung -Lärmbelästigung, ausfallende Kunden, ständiges Klingeln in der Nachbarschaft, um nach der Dame zu fragen, Müll wie Kondome im Hausflur- vorliegen. Außerdem kann der Vermieter sofort kündigen, wenn eine nicht genehemigte gewerbliche Nutzung vorliegt, d.h. wenn der Mietvertrag oder die Hausordnung die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung verbieten. Sollte der Lärm aus dem Nachbarhaus kommen, dann muss der Vermieter sich mit dem Vermieter dieser Wohnung arrangieren, um den Lärm beziehungsweise das Herumirren von „Kunden“ im Hausflur abzustellen. Für den Nachweis der dauerhaften Störung ist es wichtig, Protokoll -sog. Lärmprotokoll- zu führen,d.h das Notieren von Datum und Uhrzeit der Geräuschbelästigungen. Besser ist es, wenn auch ein unabhängiger Zeuge (vielleicht Freunde) dies bestätigen kann. Nachbarn, die so gestört werden, können, bis der Lärm abgestellt ist, 15 Prozent der Miete einbehalten.

Ich rate Dir beim Gewerbeamt oder bei dem Vermieter zu fragen ob eine Gewerbegenehmigung vorliegt. Sollte es keine geben ist das eine Straftat und Du kannst dagegen vorgehen. Ein Vermieter darf Wohnraum nicht als Gewerberaum vermieten, auch nicht an Prostituierte.Sollte der Vermieter nichts wissen von dem Gewerbe,muß er dagegen vorgehen. Wenn sich alle restlichen Mieter einig sind, hat der Vermieter so ein Gewerbe zu untersagen.Tut er nichts gegen ein störendes Vorkommen, könnt Ihr eine Mietminderung androhen.

Also...
Nein, ich beherrsche mich sage nichts, sage alles, fuer die, die lesen koennen.

@Bruno

Bruno, ich habs verstanden.

Ohne hier irgendwelche moralischen oder wertenden Gesichtspunkte ins Spiel zu bringen: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass eine Mietminderung möglich ist. Es gab vor etwa einem halben Jahr eine Gerichtsentscheidung, bei der es Mietern von Geschäftsräumen gestattet wurde ihre Miete zu mindern, da sich im gleichen Haus die ARGE befand. Die Begründung des Gerichts zielte in Richtung des 'fragwürdigen' (weiß leider den genauen Ausdruck nicht mehr) Durchgangsverkehrs ab. Evtl. ließe sich das auf Deinen Fall übertragen. Falls ich das Urteil wiederfinde poste ich Dir noch das Az.!

Udo Jürgens sang mal ein Lie "In diesem ehrenwerden Haus"

Ist zwar schon alles gesagt, aber als Zusatz: Würde sich der Bekannte auch beschweren, wenn die Dame statt einer Prostituierten eine Psychotherapeutin wäre, die in Ihrer Wohnung Ihre Klienten empfängt? Die kommen auch auf's Sofa.... ;-)

Prostituierte ist ein stinknormaler Beruf, genau wie Handarbeitslehrerein...

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