Praktikant dauerkrank

21 Antworten

Würde mal Klartext mit ihm reden... ich weiß zwar nicht, wie das bei nem Praktikum ist, von wegen Kündigungsvorraussetzungen, aber generell müssen Kündigungen immer schriftlich erfolgen - ist gesetzlich so vorgeschrieben und Vertraglich nicht änderbar. Sagen funktioniert also sowieso nicht.
.
Ihn jetzt mit Kinderkrams zu beschäftigen... gut ich weiß ist bei Praktika nicht unüblich aber pfui.
.
Wie gesagt - erstmal Klartext reden, wenn er dann was zu sagt, kann man ja eventuell durchaus drüber nachdenken das Praktikum durch zu ziehen - sind ja nur noch zwei Wochen...

das ist ein praktikum vom arbeitsamt aus, ich weis vom vorstellungsgespräch das er da geld bekommt usw. und bei einer kündigung (was jederzeit möglich ist ohne schriftlichen krimskrams, steht so im vertrag) folgen halt sanktionen für ihn. ich will halt auch nicht unbedingt die faulheit (jeder hat mal kein bock kenne ich selber) sponsoren, und ihm dann einfach machen lassen

@partywatcher

Tjaja... wie gesagt: Klartext reden und mal schauen, wie er reagiert? Ich meine wenn er a) das Attest gebracht hat und b) den Montag nachweisen konnte und es jetzt nurnoch um c) den Dienstag geht... kann mir das schon gut vorstellen, was er auf den Ämtern musste - nämlich die ganzen Bescheinigungen holen, damit er von den Studiengebühren befreit wird... gut, das hät er vermutlich auch an nem anderen Wochentag machen können, aber ob er nun Dienstag oder Mittwoch fehlt ist auch egal. Natürlich sollte das eigentlich nicht den ganzen Tag dauern. Also drauf ansprechen, Ehrlichkeit verlangen und dann eben aus dem Bauch heraus handeln. Ist er ehrlich würde ich ihm eine neue Chance geben, wenn er sich in irgendwelchen Unsinn verstrickt kann man immer noch kündigen.
.
"Steht so im Vertrag..." tja Pech, da könnt ihr viel reinschreiben... § 623 BGB ist nicht verhandelbar:
Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen.

@Webaholic

naja der vertrag ist vom arbeitsamt nicht von uns...

So als kleines Feedback:

Der praktikant hat Mittwoch früh bei mir angerufen. Ihm geht es nicht so gut er bleibt daheim. Daraufhin habe ich beim arbeitsamt angerufen und das gemeldet, vom arbeitsamt habe ich dann auch noch erfahren, dass der Praktikant Donnerstag ein Vorstellungsgespräch hatte und Freitag unterricht. Das heißt, er war also bisher von den 4 Wochen 2 nicht da. Nun bin ich mal auf morgen früh gespannt, wenn er kommt kann er auch gleich wieder gehen, denn auf sowas habe ich dann auch keine Lust.

Da er sowieso kein Geld dafür bekommt, könnte man einfach mal abwarten, wie er seine Arbeit macht. Wenn er wirklich krank war und die Termine unaufschiebbar waren, was soll's.

Natürlich muss der junge Mann lernen, sich an Verträge zu halten, sag ihm das gleich morgen früh und bei der nächsten Verfehlung kann er zu Hause bleiben.

hallo partywatcher,

also, ich kann dir aus eigener erfahrung sagen, ich habe auch ein praktikum vor dem studium anzutreten, alles auf reiwilliger basis und ich bin da ehrlich gesagt dann gar nicht mehr hin, denn

  1. ist das anmelden an der uni oder fh ein echt stressiges unterfangen, man kann dort die termine nicht verschieben, du kriegst sie gesagt und bist entweder da oder halt nicht eingeschrieben
  2. war das praktikum dann total erledigt, ich hätte es weder im studium anerkannt bekommen, noch hätte mich das zeugnis im berufsleben weitergebracht

aus meiner sicht lass deine gewissensbisse locker weg und sag dem jungen mann, er braucht aus o.g. gründen nicht mehr zukommen. du wirst ihm dadurch nichts verbauen! und er wäre vielleicht auch erleichert weil er keinen spagat machen muss. lg

Den Praktikanten in die Zange nehmen und ihm genau mit den Worten des Chefs konfrontieren. Aber ohne vorher arbeiten zu lassen.

Und dann die Reaktion abwarten, ob er überhaupt willig ist zu arbeiten. Und ihn fragen, wie er das aufholen will. Ich hätte auch kein Problem damit, ihm Zettel einsortieren und kopieren zu lassen. Und wenn er dann nicht willig oder einsichtig ist, dann ist es wohl besser, ihn rauszuschmeißen. Irgendwann muss er es lernen, besser gleich als später. Du bist nicht böse dann, Du hilfst ihm nur auf seinem Lebensweg. Reine Erziehungsmaßnahme, die offensichtlich nötig ist.

Es ist nicht das Recht einer Firma einen Praktikanten/Azubi zu erziehen, sie kann ihn auf den richtigen Weg leiten aber ohne Drohungen sondern mit einem normalen freundlichen aufklärenden Gespräch, wird das nicht befolgt und andere Dinge missbraucht, sollte eine Abmahnung folgen und dann die Kündigung. mfg

@WillTell

So war das ja auch nicht gemeint. Sondern, dass man ihn fragt, wie er die Zeit aufholen will und ob. Also das freundlich-nachdrückliche Gespräch. Mit dem Hinweis, dass er negativ aufgefallen ist beim Chef und der Abmahnung. Da hast du sicher recht.

@WillTell

@Will Tell, sehe ich genauso.

Was möchtest Du wissen?