Offene Forderungen an verstorbene wann sind die verjährt?

3 Antworten

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Hängt davon ab, was es genau für Forderungen sind, aber in der Regel sind sie nach 3 Jahren verjährt.
Aber ich wäre jetzt auch besonders Vorsichtig, daß da nicht ein Betrugsversuch vorliegt. Das ist garnicht so selten, daß sich Firmen an ältere Menschen wenden, die sich vielleicht im Recht nicht so auskennen und denen erzählen, daß verstorbene nahe Angehörige noch Schulden gemacht haben oder irgendwelche Sachen bestellt hätten und noch offene Rechnungen vorlägen usw. In der Hoffnung, daß das Betrugsopfer das dann bezahlt.

Bei Betrugsverdacht umgehend Anzeige erstatten.

Kommt drauf an,ob die Forderung tituliert ist und ob jemand das Erbe deines Vaters angetreten hat. Ist die Forderung tituliert (d.h. gabs einen Vollstreckungsbescheid),dann kann sie 30 Jahre lang eingetrieben werden. Ob die Person verstorben ist,macht keinen wirklichen Unterschied,da Schulden mit vererbt werden können. Sprich;Hat eine Person das Erbe deines Vaters angetreten,kann die Schuld bei dieser Person eingetrieben werden. Haben alle das Erbe ausgeschlagen, hat der Gläubiger Pech gehabt.

Dein Opa braucht für die Rechnung auf keinen Fall aufzukommen, da er kein Erbe ist. Sollte die Firma einen Titel besitzen, so müssen die erben bis zu 20 Jahre dafür aufkommen. Ein Titel wäre ein rechtskräftiger Mahnbescheid.

Inkasso Mahnung erhalten, muss ich bezahlen?

Hallo,

folgendes Problem,

ich habe am 22.12.2017 ein Schreiben eines Rechtsanwalts vom Inkassobüro GFKL payprotect erhalten mit der Aufforderung eine Rechnung in höhe von ca. 400 Euro zu bezahlen und zwar innerhalb von 7 Tagen sonst drohe man mir mit weiteren gerichtlichen Schritten.

Hintergrund ist folgendes, ich soll angeblich im April 2011 2 DVDs bei einer Videothek geliehen und nicht wieder zurückgebracht haben. Problem ist, ich kann mich an die DVDs nicht erinnern, ich weiß dass ich vor langer Zeit Kunde bei der Videothek war und hier und da DVDs ausgeliehen habe, jedoch diese immer zurückgebracht habe. Hinzu kommt, ich bin 2010 also 1 Jahr bevor ich diese DVDs ausgeliehen haben soll, ins Ausland gezogen und dort bis vor kurzem (07/2017) gelebt habe. Ich war zwar zwischendurch in Deutschland zu besuch für 2-3 Wochen, jedoch weiß ich nicht das genau Datum.

Ich habe bei der Videothek angerufen, die teilten mir jedoch nichts mit und ich wurde auf das Inkasso Unternehmen verwiesen. Ich habe anschließend dem Inkasso Büro erst per Email und dann noch schriftlich/per Einschreiben Rückschein auf die gesamte Forderung widersprochen.

Ich kann mich sogar erinnern vor 2 Jahren, hat mich mein Bruder (der nie Kunde bei der Videothek war) angerufen und mitgeteilt dass er selbst einen Mahnbescheid auf seinen Namen erhalten genau wegen diesen 2 DVDs. Und jetzt bekomme ich diese.

Da ich nie mit sowas zu tun hatte, hoffe ich ihr könnt mir einige Tipps geben wie ich weiter vorgehen soll.

Wenn die Forderung von April 2011 ist, wäre sie nicht schon verjährt?

ich habe im Internet gesucht aber widersprüchliche Infos gefunden, irgendwo heißt es solche Forderungen verjähren nach 3 Jahren und irgendwo anders wieder nach 30 Jahren was stimmt nun? :)

Die Forderung ist nicht tituliert, als Betreff im Schreiben vom Anwalt steht einfach:

Mahnauftrag, Forderung: Miete (sonstige)

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