musterschreiben schmerzensgeldanspruch

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Braucht man dafür ein Musterschreiben? Ich würde da einfach zwei, drei Sätze aufs Papier pinnen und das Attest vom Arzt (in Kopie) beifügen.

Der Antrag ist an keine Form gebunden dieser läuft über die gegnerische Versicherung, welche in der Regel die entsprechenden Formulare aushändigt. Diese im Formular gestellten Fragen sollten peinlich genau beantwortet werden, dazu kommt der behandelnde Arzt sowie die Akteneinsicht von der Polizei (wenn dieser Unfall aufgenommen wurde). Sollte es keine Einigung geben, erfolgt in der Regel eine Entscheidung durch das Gericht, dazu ist aber ein Anwalt notwendig. Hierzu gibt es aber Unterschiede 1. Das Strafverfahren, z.B. wegen Körperverletzung 2. Die Zivilklage, um eine Entschädigung zu bekommen. Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, können Sie als Nebenkläger (mit Rechtsanwalt) ihre Rechte einfordern.

Es genügt, wenn du die Versicherung über diese Absicht kurz informierst. Für die Bemessung der Entschädigung ist die Expertise eines medizinischen Sachverständigen - Arzt - ausschlaggebend. Darin werden die Perioden der starken, mittleren und schwachen Schmerzen gemäss den dafür geltenden Tagessätzen zusammengezählt, woraus sich letztlich die Entschädigungssumme ergibt. Dafür wird der/die Anspruchstellende in die Ordination des Arztes vorgeladen und dort untersucht und befragt.

Ich befinde mich im Moment in einer ähnlichen Lage. Meine umfangreichen Recherchen im Internet ergaben immer das gleiche: "Da die Berechnung von Schmerzensgeld sehr komplex und weitgehend undurchschaubar ist, werden Sie im Schadensfall anwaltliche Beratung benötigen. Nur so sichern Sie sich Ihr Recht und riskieren nicht, einen unrealistisch hohen Betrag oder einen zu niedrigen Betrag einzufordern." (Quelle: helpster.de/schmerzensgeld-nach-unfall-beantragen-so-geht-s_91648#zur-anleitung)

Ich persönlich tendiere eher gegen das Einschalten eines Anwalts. Nicht wegen den Kosten - die bezahlt die Versicherung des Unfallverursachers - sondern weil sich das Verfahren dadurch in die Länge zieht. Meine Empfehlung (der ich auch selbst folgen werde) ist daher, erst einmal selbst ein Schreiben an die Versicherung zu richten. Rein müssen auf jeden Fall alle ärztlichen Bescheinigungen wie Arztbericht, Krankmeldung, etc.. Laut verschiedener Listen aus dem Internet liegt das Schmerzensgeld bei einem leichten Schleudertrauma bei ca. 250€. Natürlich sollte man seine Forderung höher ansetzen (400€?). Wenn die gegnerische Versicherung dann in unangemessener Weise reagiert, kann man immer noch zum Anwalt gehen. Ein Formschreiben habe ich leider nicht gefunden. Werde daher einfach die Beschwerden mit Verweis auf die Bescheinigungen beschreiben und die gewünschte Schmerzensgeldhöhe reinschreiben. Zusätzlich könnte man noch auf bestehende Urteile verweisen (zu finden hier: schmerzensgeld.info/search.aspx).

Beispiel für Anschreiben einer Schmerzensgeldforderung:

Betrifft: [Schadensnummer]

Sehr geehrte Damen und Herrn,

bezugnehmend auf den durch Ihren Versicherungsnehmer am [Unfalldatum] verursachten Unfall, sende ich Ihnen hiermit die im Zusammenhang des Unfalls entstandenen Arztberichte, Ateste und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.

Sie werden den Unterlagen entnehmen, dass ich [Anzahl Kranktage] aufgrund einer HWS-Distorsion (Schleudertrauma) bei der Arbeit ausgefallen bin. Es war außerdem nötig, dass meine Nacken- und Kopfschmerzen mit Schmerzmittel behandelt wurden und nur so meine arbeitsfähigkeit wieder hergestellt wurde. Die Beschwerden im Nackenbereich dauerten trotz Schmerzmittel drei Wochen an.

Aufgrund dieser Einschränkungen erachte ich ein Schmerzensgeld in Höhe von 400,-€ für angemessen. Ich hoffe darauf, dass eine außeranwaltliche Einigung möglich ist um Ihnen die Kosten und mir die Mühe zu ersparen.

Mit freundlichen Grüßen

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