Muss ich das Geld, dass fälschlicherweise auf mein Konto überwiesen wurde, zurückzahlen?

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Es besteht ein Rückforderungsanspruch, der sich ebenfalls auf ungerechtfertigte Bereicherung (§ 812 BGB) begründet. Der Rückforderungsanspruch verjährt frühestens nach drei Jahren.

Mir hat mal jemand für die Überweisung auf sein Konto eine falsche Kontonummer angegeben. Er reklamierte später den fälligen Betrag.

Da das Geld im Online-Banking-Verfahren überwiesen worden war, haftet die Bank nicht dafür. Eine einfache Stornierung ist nur innerhalb eng gesetzter Fristen, teilweise sogar nur binnen 24 Stunden möglich. Leichter ist es dann, wenn Überweisung mit Option Zahlungsziel ein paar Tage später verwendet wurde, dann kann man problemlos wieder stornieren, bevor die Überweisung vom Kreditinstitut durchgeführt wurde.

Fazit: Das Geld wäre futsch, da online überwiesen. Hier liegt also ein Risiko beim Online-Banking.

Lehre daraus: Vor der Überweisung die Website aufrufen, bei der man Kontonummern überprüfen kann, ob sie auch mit dem Namen des Empfängers übereinstimmen.

Das allgemein zu Überweisungspannen.

Hier liegt das Problem genau andersherum. Eine Behörde hat eine falsche Kontonummer verwendet, und das Geld landete auf einem anderen Konto.

Hier kann dann nur die Behörde tätig werden, indem sie den irrtümlichen Empfänger bittet, das Geld zurückzuüberweisen. Reagiert dieser nicht, wird versucht, das Geld einzuklagen, was zwar mühsam ist, aber bei Behördenirrtümern durchaus für sie erfolgversprechend. Letztendlich erläßt das Gericht eine Verfügung, wenn die Beweislage klar ist.

Bei Privatleuten kann man nur an deren Ehrlichkeit appellieren. Ist das Geld da bereits aufgebraucht, wird es fast unmöglich, es zurückzubekommen. Ist diese Person dann noch amtsbekannt ohne verfügbare Habe, sieht es ganz schlecht aus.

Ist es aber nur eine "Überzahlung" der Behörde, also, der Empfänger hatte die richtige Kontonummer, muß unverzüglich zurücküberwiesen werden, da ihm das Geld nicht zustand. Es kann also durchaus sein, daß bei Revisionen nochmals Rückforderungen entstehen, die längere Zeit zurückliegen. Hier lange herumzustreiten, bringt nichts. Nötigenfalls kann Raten-Rückzahlung vereinbart werden.

Vielen Dank für deine hilfreiche Antwort!

Wenns Dir nicht mal aufgefallen ist, dann wars wohl nicht so viel und Du leidest keine Geldsorgen - gib es zurück, dann sind die Probleme weg und Du hast alles wieder in Ordnung gebracht, für Dich und den armen Sachbearbeiter, der den Fehler gemacht hat. Und du hast ein Supergewissen.

Ich habe versehentlich bei meinen Lohnsteuererklärungen 2005 und 2006 eine falsche Kontonummer angegeben und das Geld wurde daher an jemand anderen überwiesen. Ich versuche jetzt seit August irgendwie das Geld über das Finanzamt zu bekommen, aber die helfen mir nicht wirklich weiter.

Ich ärgere mich ziemlich über meine eigene Dummheit, aber auch über den Kontoinhaber, der nicht auf die Anfrage vom Finanzamt reagiert und über das Finanzamt, das mich im Regen stehen lässt.

Ich denke, wenn fast 800 Euro auf einmal auf einem Konto landen, dann fällt das schon auf, wenn einem das Geld gar nicht gehört... von Ausgeben im guten Glauben, es sei das eigene Geld kann dann definitiv nicht die Rede sein.

Ich möchte gerne einen Anwalt einschalten, um vom mir unbekannten Kontoinhaber, den Betrag zurück zu fordern. Weiß jemand, wie da die Erfolgsaussichten liegen?

lg cari

mir ist auch schon mal so was passiert aber ich hab es gleich wieder zurück überwiesen da ich es gemerkt haben. aber die haben das recht das geld zurück zu fordern auch wenn du es nicht bemerkt hast

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