Muss ich die beerdigung meines vaters bezahlen?

5 Antworten

Ja, das ist leider so! Kinder müssen die Beerdigung ihrer Eltern übernehmen, ob sie sie kennen oder nicht. Finde ich auch ganz schön frech, aber die Rechtslage ist so.

das ist echt ne Frechheit...was ist denn die günstigste Variante? Weiss das hier zufällig jemand?

@wandpilz

Anonyme Bestattung ist wohl am günstigsten und dann alles so schlicht wie möglich halten, ohne Trauerfeier etc.

@wandpilz

ja, eine anonyme beerdigung.. und das in ner Urne, sprich eingeäschert Wandpilz..

@wandpilz

Notbestattung. Wird vom Amt festgemacht nach Ausschreibungen (also die Ausschreibungen laufen schon vorher...lach)...so war es jedenfalls damals...

@wandpilz

die günstigste Variante ist anonym einäschern.

@Nachtflug

danke, muss ich mir unbedingt merken. Ich kenn meine Schwester. Da sie davon ausgeht, dass ich zahlen darf, wird sie sicherlich - wenn es so weit ist - eine Art Staatsbegräbnis organisieren. Hmmm...das führt mich gleich zur nächsten Frage...ich stelle sie mal dem GF-Publikum.

@wandpilz

Anwalt24.de sagt dazu: "Kinder müssen Beerdigung der Eltern zahlen! Kinder müssen auch dann für die Beerdigungskosten ihrer verstorbenen Eltern aufkommen, wenn sie zu diesen jahrelang keine persönliche Beziehung mehr unterhalten haben.

Erwachsene Kinder müssen grundsätzlich für die Beerdigung ihrer Eltern aufkommen. Nahe Angehörige, so das Verwaltungsgericht Koblenz, stehen einem Verstorbenen stets näher als die Allgemeinheit.

Das Gericht verlangte daher von einem Sohn, die Begräbniskosten für seinen Vater zu bezahlen, zu dem er seit seinem 14. Lebensjahr keine persönliche Beziehung mehr gehabt hatte. Die Pflicht zur Kostenübernahme besteht unabhängig von der Annahme einer Erbschaft oder intakten Familienverhältnissen."

mir wurde gesagt vom amtsgericht das wenn ich das erbe ausschlage ich nichts bezahlen bräuchte..... ich steh total neben mir weiss überhaupt nicht mehr was nun richtig ist und was nicht. könnt heulen..

wie gesagt zu 99,9 %...mir wurde das ja eben auch gesagt...

Was sagen denn seine Mutter und Geschwister dazu? Die können doch jetzt von dir nicht erwarten, daß du alles regelst?
Ich würde denen direkt mitteilen, daß wenn du die Beerdigung organisieren sollst, du nur eine anomyme Beerdigung ohne Trauerfeier regeln wirst.

@moon73

die sagen nix dazu, ich hatte auch nie kontakt ,

@dieliebevolle

Dann nimmst du jetzt als erstes Kontakt zu ihnen auf, das ist der nächste Schritt für dich und hörst dir an, wie die sich die Beerdigung vorstellen. Alles wird wieder gut, o.k.?

Frag sie doch mal, ob sie Dir das irgendwie schriftlich geben können. (Sagen kann man ja viel, wenn der Tag lang ist, und Du brauchst im Moment was Gewisses.)

Was sonst eventuell an Tätigkeiten wichtig sein könnte, habe ich hier gesammelt: http://www.klicktipps.de/nach_todesfall.php

@JoWaKu

ich habe ja nichtmal zugang zu seiner wohnung!!! nichts !! will ich auch nichts der mensch ist im wahrsten sinne für mich schon lange gestorben

Hallo, meine Frau hat das gleiche erlebt. Vater einmal in 37 Jahren gesehen und er ist jetzt verstorben und sie solle die Beerdigungskosten bezahlen. Dabei muss ich sagen der Mann hat Sozialhilfe bekommen. Nach Anfrage bei unserem Anwalt:

Wenn man zu dem Menschen seit 10 Jahren kein Kontakt hatte, sollte man mit dem Sozialamt streiten und die müssten normalerweise die Kosten übernehmen.

Die Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer regeln, dass die nächsten Verwandten für die Bestattungskosten aufkommen müssen, auch wenn sie nichts erben und bei den Erben nichts zu holen ist

auch wenn ich das erbe ausschlage?

@dieliebevolle

ja, weshalb Du nicht erbst, ob wegen Enterbung oder Ausschlagung, ist egal.

Abrechnung einer befreiten Vorerbschaft ohne getrennte Konten

Ein Frau verstirbt und hat in einem gemeinsamen Testament ihren Mann als befreiten Vorerben eingesetzt. Nacherbe soll ihr Stiefsohn werden. Der Ehemann darf also über das Vermögen seiner Frau frei verfügen und auch die Substanz verbrauchen. Als auch der Ehemann verstirbt, wird der Stiefsohn zugleich Nacherbe von seiner Stiefmutter als auch Alleinerbe seines Vaters. Seine eigenen Geschwister werden enterbt. Er ist also Nacherbe seines Stiefmutter und Alleinerbe seines Vaters in einer Person. In Bezug auf das Erbe seines Vaters muss er gegenüber seinen drei Geschwistern den Pflichtteil auszuahlen und abgrenzen, was zur befreiten Vorerbschaft gehört und was zum Erbe seines Vaters, woraus er den Pflichtteilsanspruch seiner Geschwister bezahlen muss. Da der Stiefvater das Geld der Ehefrau aber nach ihrem Tod auf seinem Konto integriert hat, ist die Frage, wie diese Vermögensmassen abzugrenzen sind: Denn zum Zeitpunkt des Eintretens der Nacherbschaft ist weniger Geld auf dem vermischten Konto übrig, als der Stiefvater von seiner Frau geerbt hat, aber auf der anderen Seite mehr, als der Vorerbe zum Zeitpunkt des Todes seiner Frau selbst auf dem Konto hatte. Er durfte aber das Vermögen verbrauchen. Andererseits war aber auch eigenes Geld zu Beginn der Vorerbschaft auf dem Konto. Gibt es hierzu Tipps, wie dies in der Rechtsprechung bzw. in der Praxis zu handhaben ist? Bin über jeden Tipp dankbar! Geht es zulasten des Nacherben, wenn der befreite Vorerbe die Vermögen nicht in getrennten Konten voneinander abgrenzt oder geht es zulasten der eigenen Erbmasse des beftreiten Vorerben und damit zulasten der Pflichtteilsberechtigten? Sprich: Bei welchem Vermögensteil wird das verschwundene Vermögen abgezogen?

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