Muss ich als Webentwickler-Freelancer immer einen Vertrag für den einzelnen Kunden schreiben bzw. erstellen?

3 Antworten

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Im Grunde ist das dir und dem Kunden überlassen, wie ihr euch miteinander abstimmt. Wenn du meinst, dass ein Handschlag mit Spucke reicht, kannst du Glück haben oder auch Pech.

Als ernsthafter Entwickler aber solltest du mit dem Kunden immer eine Art Pflichtenheft ausarbeiten, indem festgelegt wird, welche Anforderungen wirklich an die Software gestellt werden und inwiefern sie priorisiert sind. Frei auf Grundlage eines Lastenhefts (bzw. einer nicht ausdiskutierten Liste an Anforderungen) würde ich an deiner Stelle nie mit einer Entwicklung anfangen, da ohne ausführliche Kommunikation einfach zu viel falsch laufen kann, was letzten Endes zu sehr viel Zeitverschwendung führt.

Zudem ist es nur zu empfehlen, schriftlich festzuhalten, was wie viel kostet. Andernfalls kommt es evt. zu Unstimmigkeiten und der Kunde springt einfach ab, ohne dass dein Aufwand vergütet wird.

Die Aufträge bekomme ich dann von sogenannten verschiedenen Freelancer Börsen...

Möglicherweise werden über diese bereits vertragliche Regelungen umgesetzt. Aber da musst du einfach mal selbst auf der jeweiligen Börse nachschauen.

Ich habe keine Ahnung wie ich einen Vertrag schreiben bzw erstellen soll.

Es gibt haufenweise Muster im Internet, du musst nur einmal danach suchen. Andernfalls kannst du einmal schauen, ob du nicht zusammen mit einem Rechtsberater ein Vertragsmuster ausarbeitest, welches du zukünftig immer verwendest.

Ja: Dieser Vertrag muss klar regeln, nach Erfüllen welcher Bedingungen du welches Honorar zu bekommen hast.

Die genannten Bedingungen müssen gut nachprüfbar sein (auch durch Dritte, auf jeden Fall aber anhand deiner Projektdokumentation. Du solltest sie wöchentlich aktualisieren und monatlich auch deinem Auftraggeber zustellen, so dass der im Streitfall nicht argumentieren kann, er hätte nicht gewusst, wie das Projekt sich entwickelt).

Ich würde auf jeden Fall einen "Basis-Vertrag" aufsetzen... Somit bist du auf der sicheren Seite, wenn der Kunde nicht zahlen will.

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