Mieter mach Stimmung gegen Vermieter. Was können wir tun?

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Eine Mieterversammlung ist sicherlich nicht das schlechteste. Vielleicht würde es schon helfen, mit einigen "vernünfigen" Mieter zu sprechen. Es muss ja Gründe geben, warum alle Mieter Ihre Vermieter schlecht da stehen lassen. Vielleicht basiert es auf den Lügen des einen Mieters oder vielleicht sind auch Missverständisse der Grund für die Unruhe. Ein Gespräch hilft sicher. Ansonsten hab ich hier noch etwas rechtliches im Bezug auf die Kündigung:

Ein Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit kann durch den Vermieter grundsätzlich nur unter den Voraussetzungen des § 573 BGB gekündigt werden. Demnach muss der Vermieter ein "berechtigtes Interesse" als Kündigungsgrund nachweisen und die schriftliche Kündigung begründen. Gem. § 573 II hat der Vermieter insbesondere ein berechtigtes Interesse, wenn der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft erheblich verletzt, der Vermieter Eigenbedarf geltend machen will oder der Vertmieter durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen Verwertung gehindert wird.

Ich würde glattweg eine Mieterversammlung einberufen ( aus wichtigem Grund ) und bei der Versammlung das als einzigen Tagespunkt behandeln. Einfach nur sachlich Punkt für Punkt aufzählen und dem faulen Apfel Gelegenheit geben, sich zu äussern.

Wegen einer Lündigung würde ich allerdings den Anwalt konsultieren.

eine mieterversammlung habe ich nur bei wohnungsbaugesellschaften gemacht. aber warum nicht auch in kleineren einheiten?. der rat von stella ist gut. ich denke aber daß dir einige tagesordnungspunkte mehr einfallen werden. schließlich schreibst du von einer mietminderung ohne gleichzeitig mietrückstand zu erwähnen. die minderung ist also offenbar gerechtfertigt. sieht es bei anderen mietern ähnlich aus? wenn es da ein paar baustellen gibt würde ich mal mit der bank sprechen, vielleicht kannst du modernisierungsmaßnahmen einleiten die die mieter begrüßen. modernisierungen kann man (mit ausnahme fälliger reparaturen) mit 11 % auf die miete umlegen.

stella hat wirklich gut geantwortet. ich denke daß auch eine kündigung nach 569 BGB in betracht kommt. ich würde die kündigung fristlos und gleichzeitig mit frist aus wichtigem grund aussprechen (schriftlich). dabei kannst du alle o.g. gründe angeben und als begründung für die fristlose auflösung des mietverhältnisses den tätlichen angriff auf den vermieter (misshandlung des vermieters).

Nein, die Mietminderung ist nicht gerechtfertigt. Trotzdem danke

@hotguenther

darüber kann letztlich nur ein ordentliches gericht entscheiden. aber wenn die minderung ungerechtfertigt ist kannst du sie als mietrückstand aufaddieren. bei 2 monatsmieten rückstand ist die außerordentliche (fristlose) kündigung zulässig.

@Obelhicks

Danke. DH

Sozialhilfeempfänger zieht ohne schrftliche Kündigung aus?

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Community,

Ich wende mich mit einer speziellen Mietfrage im Bezug auf einen Sozialhilfeempfänger an Sie und euch.

Der Fall sieht wie folgt aus:

Meine Eltern besitzen eine Eigentumswohnung, welche sie gegen Anfang des Jahres an einen Sozialhilfeempfänger vermietet haben. Die Miete wurde bislang durch das Sozialamt direkt auf das Konto meiner Eltern überwiesen. Des weiteren vereinten die Vermieter mit dem Mieter eine Zusatzzahlung, da das Sozialamt nicht die gesamten Mietkosten abdeckt. Diese geringfügige Sonderzahlung in Höhe von EUR 25,- kam in den ersten drei Monaten stets püntklich und blieb dann für zwei Monate aus. Nach einem kurzen Telefonat durch seiten des Vermieters zahlte der Mieter diese Sonderzahlung wieder, allerdings glich er nicht die Rückstände, die durch seine Seite entstanden waren aus,.

Die Vermieter teiltem ihm mit, dass die Ausfälle durch die Kaution abdeckt werden würden sollte er wieder ausziehen.

In einem weiterem Telefonat teilte der Mieter dem Vermieter mit, dass er wieder mit seiner Freundn zusammenziehen müsse, weil diese von ihm schwanger sei. Der Vermieter teilte dem Mieter mit, dass es einer schriftlichen Kündigung laut BGB bedürfe.

Seitdem hatte sich der Mieter weder schriftlich noch telefonisch gemeldet.

Wieder drei Monate später (also vor ein paar Tagen) meldete sich der Mieter und teilte mit, dass er im Gefängnis war und nun ausziehe. Der Vermieter solle als Entschädigung seine Möbel behalten, auch weil er sich keinen Möbeltransporter leisten könne.

Nun meine Fragen:

  1. Wird nun das Geld seitens des Sozialamtes ausbleiben weil der Vertrag mit dem Mieter und nicht dem Sozialamt geschlossen wurde und ist es rechtens, dass dieses nur seine neue Wohnung bezahlen obwohl noch keine Kündigung in Schriftform vorliegt?

  2. Wer entsorgt im Falle eines Falles die Möbel und wer kommt dafür auf? Darf dieses ebenfalls von der Kaution abgedeckt werden? Uns ist bewusst, dass der Vermieter sich an die so genannte Aufbewahrungsfrist halten muss.

  3. Die Kaution beträgt genau 3 Monatsmieten und deckt somit nicht alles an Kosten ab, sollte er vorzeitig ausziehen und die Möbel müssen noch entsorgt werden. Wie können die restlichen Kosten gedeckt werden?

Ich bedanke mich im Voraus für Erfahrungsberichte und kompetente Ratschläge.

P.S. Mir ist bewusst, dass dieses eigentlich Fragen für einen Rechtsanwalt sind, bitte aber dennoch um jeden Ratschlag

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