Krankschreibung wegen Burn out durch Mobbing und Kündigung

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Eine fristlose Kündigung geht nur aus wichtigen Gründen, z.B. Diebstahl, sexuelle Übergriffe. Erst wenn du schon mind. 2 Abmahnungen aus dem selben Grund hast, besteht die Möglichkeit, bei einer weiteren gleichen Verfehlung, gekündigt zu werden. Allerdings nicht fristlos. Und schon gar nicht, wenn du krank geschrieben bist. So, wie du es beschreibst, geht das selbstverständlich. Es ist für dich nicht mehr zumutbar, nachdem das Arbeitsverhältnis so empfindlich gestört ist, dort nochmal zu arbeiten. Ich empfehle nur, die Kollegen nicht darunter leiden zu lassen, dass du evtl. von heut auf morgen weg bist und nicht wiederkommst. Also: irgendwie eine gewisse Art von Übergabe überlegen... Ach - und was deine Chefin denkt, dass du simulierst oder so, kann dir dann doch egal sein... Wenn man länger als 2 Wochen krank geschrieben ist, weiß sie sowieso, dass psychische Gründe dahinterstecken. Sie wird zwar fluchen, aber machen kann sie nichts.

Auch Arbeitsgerichte sehen es nicht gerne, wenn der Arbeitnehmer mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach einer fristgemäßen Kündigung aufwartet. Hier scheint der Fall aber ja bereits vorher durch einen Arzt dokumentiert zu sein.

Normalerweise sollte der Chef seine Angestellten vor Mobbing schützen. (Er kannsich sogar strafbar machen) Hier kommt dasd Mobbing aber sogar von der Chefin selbst.

Stelle bei der Rentenversicherung einen Reha-Antrag und gehe für eine Wochen in eine psychosomatische Klinik. Dann hast du Ruhe, dir einen neuen Job zu suchen.

Ein Psychologe kann dich in eine pyschosomatische Klinik einweisen lassen, die auf Burn Out spezialisiert ist. Da hat der Arbeitgeber dann wirklich schlechte Karten, und du alle Trümpfe in der Hand!

Mobbing mit der Folge, dass Du depressiv wirst (Burn out), erfordert konsequentes Handeln von Dir.

Erkundige Dich telefonisch bei einer Gewerkschaft ob sie Dir die Adresse einer örtlichen Mobbingberatung geben können. Auch Deine Krankenkasse könntest Du telefonisch danach befragen.

Du benötigtst nämlich vor Ort jemanden, der Dir den Rücken stärkt, dir gute Tipps gibt und auch einschätzen kannn, ob es strategisch gut ist mit Krankheit eine Auszeit zu nehmen. Ich habe beruflich immer wieder mit Mobbing zu tun und beste Erfahrungen damit gemacht, wenn eine Mobbingberaterin als außenstehende Dritte den Opfern hilft. In unserem Bundesland gibt es sogar eine Landesmobbingbeauftragte, die auch arroganten Chefs das Fürchten lehrt und gute Abfindungen aushandelt. Mobbingberater kennen sich auch im Arbeitsrecht gut aus, bzw. vermitteln Dich an kompetente Anwälte.

Denn der Arbeitsplatz hat jegliche Qualität für die Zukunft verloren.

Leider, gibt es hier keine Gewerkschaft. Ich wohne nicht in deutschland.

Vielen Dank für eure Antworten!

Ich wurde schon über soviele Monate immer wieder nieder gemacht, dass ich so verunsichert bin. Der Grund warum meine Chefin mich mobbt ist, weil sie die Stelle übernommen hatte als ich schon da war,und ich ihr einfach nicht passe. Ich arbeite halt ziemlich hart und bekomme von anderen dafür viel Lob...das ist ihr ein Dorn im Auge.

Sie hat mir auch eine Abmahnung gegeben schon, aber der Anwalt hat bewirkt sie zurücknehmen zu lassen, da sie völlig haltlos war.

Eine Frage habe ich noch. Sie ist so sauer auf mich, dass sie am Dienstag mit mir reden will. Sie sagte zwischen uns ginge es nicht weiter. Von einem Kollegen weiß ich, dass sie meine Stelle neu besetzen will mit einer Kollegin die ihr besser passt. Wenn sie mich nun kündigt und freistellt (wäre ja gut) darf ich mich dann von meinen Kunden verabschieden? Oder darf ich über meinen Weggang erst im Juli reden wenn meine 4 Monate Kündigungsfrist rum sind?

Vielen Dank!

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