Kostenvoranschlag wurde ohne MwSt angegeben. Ich bin Privatmann und mich auf den Preis verlassen?OK?

14 Antworten

Soweit ich weiß ist das Rechtens, den ist ist ja gesetzlich vorgeschrieben die Umsatzsteuer zu nehmen. Wenn die nicht extra ausgewiesen war lieber nachfragen, den dann war diese nicht im Preis mit drin. Soweit ich weiß muss man die in ein Angebot auch nicht mit rein nehmen, bzw einen Zusatz im Kleingedruckten machen Preise zzgl. Ust

..und genau das ist falsch. Entweder brutto oder netto mit Hinweis.

Wenn ich schon lese: soweit ich weiß, dann weiß ich auch Bescheid.

Eine Gewährleistungskaution muss vor Auftragserteilung schriftlich (!) vereinbart worden sein. Ist dies nicht der Fall, darfst Du auch nichts zurück behalten. Die Rechnungssumme ist ohne Abzug in voller Höhe fällig.

Allerdings muss der Kostenvoranschlag - den Du hoffentlich auch schriftlich hast - die ausgewiesene Umsatzsteuer enthalten, oder der genannte Betrag muss ausdrücklich als Netto-Betrag auftauchen mit dem Hinweis, dass die Umsatzsteuer zusätzlich zu entrichten ist.

Ein gewerblicher Betrieb ist dazu verpflichtet.

Ergänzungen: Wenn nur mündlich, dann sowieso brutto.

Umsatzsteuer = heute MWst.

@RatsucherZYX

Mehrwertsteuer ist lediglich eine umgangssprachliche Bezeichnung, wenn auch eine weit verbreitete. Steuerrechtlich korrekt heisst es eigentlich Umsatzsteuer :-)

@Saarland60

stimmt, die im Sprachgebrauch eingebürgert ist und man damit Mißverständnisse vermeiden kann.

@Saarland60

Quatsch! Selbstverständlich darf man was zurückhalten. Das ergibt sich aus dem Vertragsrecht iVm dem Rechtsstaatsprinzip. Till

Auch Quatsch: die Umsatzsteuer ist eine Mehrwertsteuer - das ist mathematisch korrekter und mitnichten umgangssprachlich!

M.W. dürfen Handwerker generell Netto-Angebote machen (also ohne USt).

Fair ist, wenn das auch drinsteht.

Wenn die Arbeit nicht zu Deiner Zufriedenheit ausgefallen ist und Nachbesserungen erforderlich sind, darfst Du natürlich erst mal einen angemessenen Betrag einbehalten. Das teilst Du einfach dem Handwerker schriftlich mit.

Ob der zurückbehaltene Betrag angemessen ist, hängt natürlich auch vom Umfang der noch zu leistenden Arbeit ab.

....aber nur im schriftlichen Kostenvoranschlag und dann muss darin ein Hinweis enthalten sein, daß die MWst zusätzlich berechnet wird.

Rechnungen und Kostenvoranschläge müssen mit Umsatzsteuer angegeben werde, wenn sie an Privatpersonen gehen, zudem darf der Angebotspreis bis mw 15% über dem Angebot liegen.

Um nicht angemahnt zu werden ist ein teilbetrag unter Vorbehalt zu bezahlen. Die Mahnung kann dann trotzdem kommen, hat aber keine Rechtliche belange, Wichtig ist die Fristsetzung der Nachbesserung

Es liegt doch noch überhaupt keine Nachbesserung vor, nicht einmal eine mangelhaft ausgeführte Leistung.

Der Fragesteller will einen Teil des Rechnungsbetrags einbehalten einfach auf den Verdacht hin, dass vielleicht eine Nachbesserung notwendig werden sollte. So jedenfalls kann man aus der Fragestellung schließen. Und das darf er nicht!

Der Handwerker muss gegenüber Endverbrauchern immer den Bruttopreis angeben. Es ist eine weit verbreitete Unsitte, dass viele Handwerker diese gesetzliche Vorschrift ignorieren.

Leider sind in dieser Hinsicht die Antworten hier falsch, in denen behauptet wird, Kostenvoranschläge könnten gegenüber Endverbrauchern auch Nettoangaben enthalten.

Spätestens vor Gericht wird das der tricksende Handwerker einsehen müssen.

(Das steht übrigens schon in §1 der Preisangabenverordnung!)

http://bundesrecht.juris.de/pangv/index.html

Richtig ! Aber nicht jeder Handwerker trickst

@chicaBlue

Die Handwerker, die nicht tricksen, sind ja am Ende auch die Angeschmierten, weil ihnen der Auftrag durch die Lappen ging. Eigentlich sollten die Handwerker auch selber darauf achten, dass sich die Konkurrenz an die Preisangabenverordnung hält.

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