Kirchliche Trauung - Pflicht!

5 Antworten

naja, normale Weise ist das Privatsache, aber wenn die Einrichtung, bei der sie Arbeitet, eine krichliche Einrichtung ist (z.B. Caritas, Gemeindekindergarten...) kann ich das schon nachvollziehen, daß man auch nach der kirchlichen Maxime leben soll. Und für die ist eine nicht kirchlich geschlossene Ehe eben eine wilde Ehe und somit eine Sünde.

Habe damals auch den Fehler gemacht kirchlich zu heiraten. Bin im Ehevorgespräch doch glatt vom Pfarrer gefragt worden, ob ich auch die Ehe vollziehen könnte. Hat etwas länger gedauert, aber schließlich bin ich doch wegen solcher Schwachmaten aus dem Verein ausgetreten und habe es nicht bereut.

Es scheint Standard bei Einrichtungen der katholischen Kirche zu sein, eine kirchliche (katholische) Hochzeit zu verlangen. Und Deine Kollegin wird - gerade wenn sie im sozialen Sektor arbeitet - nicht eine massige Auswahl an Arbeitsangeboten haben. Aber immerhin bitten sie sie darum, dieses 'Manko' nachzuholen, anstatt einfach einen anderen einzustellen. Ich habe auch schon von Sozialarbeitern gehört, die deswegen abgelehnt wurden. Das ist halt so mit Monopolstellungen.

Ich dachte, das wäre aufgehoben wegen Religionsfreiheit. Ich hatte schon mehrere Stellenangebote bei kirchlichen Trägern, obwohl ich konfessionslos bin und explizit drauf hingewiesen habe. War kein Problem, deshalb wundert mich das. Ich glaube, das ist nicht durchsetzbar. Aber ich würde erst mal den Vertrag unterschreiben.

''Ich hatte schon mehrere Stellenangebote bei kirchlichen Trägern''

Kommt drauf an was für ne Tätigkeit bzw. Position.

@bitmap

Krankenschwester, also ähnliche Position wie o.g. Erzieherin. Und das spielt gar keine Rolle. Früher war es Voraussetzung ( noch in den 90iger Jahren) für Job bei der Kirche und heute nicht mehr, weil niemand wegen seines Glaubens benachteiligt werden darf. Ist explizit in den AVR vermerkt.

@kodiaksa

Krankenschwester hat doch keine [erzieherische] Botschaft zu vermitteln. Und die AVR sind nicht das einzige Regelwerk, was die kirchlichen AG haben (selbst AVR gibt zumindest 2).


Auszug aus der AVR des Cartasverbades: ''(3) Der Dienst in der katholischen Kirche erfordert vom katholischen Mitarbeiter, dass er seine persönliche Lebensführung nach der Glaubens- und Sittenlehre sowie den übrigen Normen der katholischen Kirche einrichtet. Die persönliche Lebensführung des nichtkatholischen Mitarbeiters darf dem kirchlichen Charakter der Einrichtung, in der er tätig ist, nicht widersprechen.''.


Aber wo das mit dem ''weil niemand wegen seines Glaubens benachteiligt werden darf.'' hab ich so in diesen AVR jetzt nicht gefunden. Selbst das - nicht von der Kirche gemachte - AGG lässt eine unterschiedliche Behandlung in dem Fall zu.

@bitmap

"Weil niemand wegen seines Glaubens benachteiligt werden darf": hat nach einigen gerichtlichen " Kopftuchverbot"entscheidungen dazu geführt, dass auch die christl. Kirche nicht nach Glauben entscheiden darf. Und Krankenschwester mit Job im Kinderheim o. kirchl. Krankenhaus ist natürlich vergleichb. mit Erzieherin. Man muß sich auch mit den Lebens-u. Umgangsregeln der christl. Kirche einverstanden erklären, aber nicht mehr Mitglied sein wie früher.

@kodiaksa

Wäre ja schön, wenn die Kirche sich da auch mal lernfähig zeigt. Ihr entgehen ja auch gute Arbeitskräfte mit der Einstellung ''keine Kirchenmitgliedschaft = hat bei uns nichts zu suchen''.

Die römisch-katholische Kirche ist eine reine Machtinstitution die sich den christlichen Glauben zu eigen macht. Sie versucht den Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden und sie somit gefügig zu machen. Würde sie nach der LEhre Jesu Christi handeln würde sie jeden Menschen in Ihrer Gemeinschaft zulassen und akzeptieren der nach den Geboten Gottes lebt und nicht nach den Geboten von ehemaligen Päpsten die Mörder, Heuchler waren und die etliche Kinder gezeugt haben. In meinen Augen verliert diese Kirche durch Ihr Tun und Handeln ihre Glaubwürdigkeit.

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