Kirchenaustritt, wo? Nachteile?

5 Antworten

Um aus einer Kirche auszutreten, die steuerrechtlich interessant ist, solltest Du Dich beim örtlichen Rathaus zunächst informieren, wo Du diesen Kirchenaustritt erklären kannst. Entweder ist dies beim örtlichen Amtsgericht oder beim örtlichen Standesamt möglich. Wichtig ist dabei der Ort Deines angemeldeten Wohnsitzes. Beim Amtsgericht ist der Kirchenaustritt normalerweise gebührenfrei, während beim Standesamt in der Regel eine Arbeitsgebühr fällig wird, die sich regional unterscheiden kann.

Zu den Nachteilen gehört sicher, wie schon erwähnt, dass ein kirchliches Begräbnis vermutlich eher ausgeschlossen ist und eine kirchliche Trauung nur möglich ist, wenn wenigstens eine der beiden Personen des Brautpaares einer entsprechenden Religion angehören.

Wenn Du selbst aus der Kirche austrittst, sollte dies keine Auswirkung darauf haben, ob Dein Kind getauft werden kann. Eher relevant ist Deine Kirchenzugehörigkeit, wenn es darum geht, für eine Taufe Pate zu stehen

Den Kirchenaustritt kann man auf dem Standesamt oder direkt auf dem Pfarramt (heißt je nach Ort auch "Pfarrbüro") tätigen. Probleme oder Nachteile wird man deswegen nicht bekommen, zumal man sich das ja auch nicht öffentlich irgendwo auf das Haus schreibt oder so.. eine Eheschließung ist zumindest bei den katholischen aber nur noch Standesamtlich möglich. Etwaige Nachkommen betrifft es soweit ich weiß nicht, eine Trauerfeier aber sollte möglich sein.

Ich bin schon seit über 30 Jahre kein Kirchenmitglied - dennoch bin ich Christ. Eine Mitgliedschaft in einer Kirche macht keinen Christen aus dir. Taufe ist nur dann sinnvoll, wenn dein Kind sich bekehrt. Und wenn du stirbst, wirst du trotzdem unter die Erde gebracht. Wo du nach dem Tod landest, liegt in Gottes Hand und in deiner Verantwortung. Du siehst, ein Kirchenaustritt hat keinerlei Nachteile. aber ein Leben ohne Jesus Christus..

lg

am besten zum Standesamt oder Bürgerbüro.

Ich wurde damals aufgeklärt, dass kein Pfarrer mich trauen oder beerdigen darf und ich auch nicht mehr am Abendmahl teilnehmen darf.

Es gibt aber sehr wohl Pfarrer, die das noch machen - die es also nicht ganz so eng sehen. Kommt eben immer auf den Pfarrer an.

Getraut wurde ich auch kirchlich - nur in einer Freikirche :-)


Aber FRAGE: Weshalb solltest du dein Kind taufen lassen wollen in einer Kirche, aus der DU (wohl mit guten Gründen?!) ausgetreten bist?? Ist ja nicht so ganz logisch.


mhh.. weiß nicht... ich wurde damals auch getauft und konnte mich entscheiden ob ich es weiterführen möchte oder nicht. Hab dies auch getan, doch mitlerweile finde ich es ganz schön blöd, jeden minat dafür geld zu bezahlen, da ich mich damit weniger beschäftige..

Freikirche, gute Idee.. ;-)

@Kessyyyy

lach - für jemanden, der sich nicht mit Glauben beschäftigt, ist ne Freikirche eher nicht geeignet ;-)

Sieh es doch so: du möchtest aus der Kirche raus - dann überleg dir diesen Schritt sehr gut und wenn du ihn gehst - DANN mit allen Konsequenzen. Lass deine Kinder ungetauft - und wenn sie älter sind können sie sich ja selbst entscheiden, was sie wollen. Das ist in meinen Augen der logischere Schritt.

@MoBruinne

das stimmt. Ja bin irgendwie hin und hergerissen. Aber dann brauch ich mein Kind später auch nicht taufen lassen. Hast schon recht ;-)

Dolle Nachteile habe ich ja eigentlich nicht. Moralisch gesehen vielleicht..

@Kessyyyy

es kommt ein bisschen drauf an, wo / wie ihr lebt. Hier auf´m Land fallen ungetaufte Kinder auf wie bunte Hunde. Unsere sind auch ungetauft übrigens. Das mit dem "ich bin konfessionslos" verstehen viele Leute nicht. In der Stadt ist das sicherlich ein kleineres Problem. Moralische Nachteile? Nein, hast du nicht. Also nicht, wenn deine Entscheidung gut durchdacht ist und du sie begründen kannst.

@Kessyyyy

Wer sein Glaubensbekenntnis nur m Geldzahlen festmacht, sollte ganz schnell austreten!

Wo kann ich hingehen wenn ich aus der Kirche austreten will?

Wo ich wohne macht man dies auf dem Amtsgericht. In anderen Bundesländern bzw. Gemeinden ggf. auf dem Standesamt.

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