Kindsvater hat sich aus dem Staub gemacht. Wie ausfindig machen?

5 Antworten

Dass das Jugendamt großartig aktiv werden würde, um den derzeitigen Aufenthaltsort herauszufinden, kann man wohl abhaken. Dafür sind beim JA weder die Zeit noch die Mittel vorhanden (meist auch nicht das Interesse). Es wird regelmäßige Nachfragen an die Mutter geben, ob ihr mittlerweile die neue Anschrift bekannt ist, und das war's. Er muss (je nach Bundesland) sofort bis innerhalb 2 Wochen seinen neuen Wohnsitz anmelden. Die Nichtbeachtung seiner Meldepflicht ist auf jeden Fall eine Ordnungswidrigkeit, kann auch eine Straftat darstellen. Nach dem Ordnungswidrigkeitenrecht liegt die Verfolgung im Ermessen der Behörde. Die Mutter kann bzw. sollte eine Ordnungswidrigkeitenanzeige bei der zuständigen Verwaltungsbehörde oder der Polizei erstatten u.darin darauf hinweisen, dass der Vater sich durch seine Nichtanmeldung vorsätzlich seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht für das Kind entzieht.

Gleichzeitig bei der Polizei Anzeige erstatten wegen Verletzung seiner UH-Pflicht (nach § 170 StGB eine Straftat); Anzeige erstatten kann sie je nach Bundesland auch online . Der Polizei sollte sie mit der Anzeige alle Daten und Infos mitteilen, die sie über ihn hat (also auch die Anschrift früherer Arbitgeber, oder von Verwandten) ...und auch, von wem sie ihre Informationen über seine neue Arbeit usw. bekommen hat (Name und Anschrift der Personen nennen). Der Polizei auch die Info über sein Facebook-Konto etc. mitteilen. (Ihn oder seine gelisteten Freunde über Facebook anzuschreiben wäre z.Zt. vermutlich nicht unbedingt angeraten, da er ggf. ruckzuck sein Konto löscht).

Dass die Mutter von Dritten (z.B. Krankenkasse, früherem Arbeitgeber, Finanzamt) Auskünfte zu seinen persönl.Daten erhält, dürfte aus Datenschutzgründen wohl nichts werden. Hier könnten aber ggf. die Behörden bei ihrer Ermittlung Auskünfte anfordern - also sollte sie ihnen unbedingt auch diese Infos nennen, soweit sie ihr bekannt sind.-

Da es hier vermutlich auch um den UH-Vorschuss geht: Es dürfte der Mutter keinesfalls "schnuppe" sein, wo der Vater sich aufhält. Mal ganz abgesehen von ihren Pflichten gegenüber den Sozialleistungsträgern: Sie ist die gesetzl. Interessensvertreterin ihres Kindes und seiner rechlichen Ansprüche - es ist nicht nur ihr Recht, sondern auch ihre Pflicht , sich um die Belange des Kindes zu kümmern. Auch wenn das JA die Beistandschaft hat, entlässt sie das ja nicht aus ihren Pflichten, das ihr Mögliche zu tun, um die UH-Ansprüche durchzusetzen u.auch das Umgangsrecht des Kindes mit dem Vater zu ermöglichen (§1684 BGB) . Letzteres besteht unabhängig davon, ob er UH zahlt oder nicht..

es gibt einige Möglichkeiten, einer Spur nachzugehen. Doch das ist Aufgabe des Amts. Es geht vermutlich um den Unterhalt und damit um das UVG. Vermute ich mal..... mach sie darauf aufmerksam, dass du selbst keine Ahnung hast, aber es wäre vielleicht hilfreich, beispielsweise die frühere Krankenkasse anzuschreiben... die wissen den Aufenthaltsort im Regelfall... oder beim EWA nachzubohren, damit er zumindest dort von Amts wegen abgemeldet wird. Oder auch mal beim früheren Vermieter nachzufragen, denn evtl. gabs noch Kontakt wegen Abrechnungen oder wegen dem Umzug.... oder....oder.... ich weiß, das klingt nach Detektivarbeit.... und ist es letztendlich auch. NUR: einem Amt stehen hier ganz andere Möglichkeiten offen :-))

Von welchem "Amt", das etwas wissen will, redest du denn?

Prinzipiell kann es deiner Freundin schnuppe sein, wo der sich aufhält. Ihre Tochter ist 2 1/2, somit kann deine Freundin den Unterhalt für das Kind von der Unterhaltsvorschusskasse bekommen. Das sollte sie fix beantragen. Die kümmern sich dann schon darum, wie sie ihr Geld wieder rein bekommen und werden die geeigneten Maßnahmen zur Auffindung des Aufenthaltes des Kindesvaters einleiten. Vermutlich dürfte er dann zur Fahndung ausgeschrieben werden.

Aber mal eine kleine Frage: wenn du weißt, dass er schwarz in der Gastronomie arbeitet, dann scheint ihr ja doch mehr zu wissen, als du hier schreibst, oder?

Strafanzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht stellen.

§ 170 StGB

Verletzung der Unterhaltspflicht.

(1) Wer sich einer gesetzlichen Unterhaltspflicht entzieht, so daß der Lebensbedarf des Unterhaltsberechtigten gefährdet ist oder ohne die Hilfe anderer gefährdet wäre, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Dann wird der Gute mit Haftbefehl gesucht. Gib der Polizei alle Infos die du hast, also auch, was du über andere gehört hast woer sein könnte. Der Rest ist Sache der Behörden!

sie bekommt doch geld vom jugendamt, nennt man unterhaltsvorschuss, und somit sucht das jugendamt auch den Vater des Kindes, denn sie wollen das geld ja mit zinsen wieder vom ihm zurück! in den fragebögen, die sie ausfüllen soll, in bezug auf wohnort usw.des vaters, trägt sie dann einfach ein, dass sie darüber keine kenntnis hat! oder noch nen weg, nen anwalt für familienrecht einschalten, der dann auch gleich mal überprüfen kann, was der vater so verdient, er hat doch ne andere hanhabe als die kindesmutter!

die Beistandschaft über's Jugendamt genügt. Anwalt ist hier nicht nötig.

@jimmini

nicht grad der freund von diesen beistandschaften! also persönlich nen anwalt vorziehen, auch vorgezogen!! er kostet zudem in gewissen fällen nichts, ausser nen gang zum amtsgericht für nen schreiben und nen zettel!habe es selber erlebt, dass der anwalt mehr erwirken und erreichen kann wie das jugendamt!da ist man eh nur ne nummer zwischen ganz vielen

@blasehase75

Der Anwalt wird ABER WOHL KAUM IN vORLAGE TRETEN:

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