Kann Vermieter Einzug meiner Freundin verbieten?

5 Antworten

Es ist richtig, dass der Vermieter um Genehmigung gefragt werden muss. Da du ein berechtigtes Interesse hast, darf er die Genehmigung nicht verweigern. Aber geh doch jetzt nicht gleich zum Anwalt. Dazu besteht kein Grund, wenn du den Vermieter noch gar nicht gefragt hast. Schreib ihm einen Brief und bitte dabei um die Genehmigung. Schreib dabei auch den Namen deiner Freundin dazu.

Die Bestätigung für das Einwohnermeldeamt muss nicht dein Vermieter ausstellen. Das kannst du selber machen. Das Ding nennt sich nämlich nicht Vermieterbescheinigung, sondern Wohnungsgeberbescheinigung. Und Wohnungsgeber bist ja du. Gib im Google mal Wohnungsgeberbestätigung ein, du findest dann viele Vorlagen, die du runter laden kannst und für deine Freundin ausfüllen. Das passt dann.

Das Ding nennt sich nämlich nicht Vermieterbescheinigung, sondern Wohnungsgeberbescheinigung.

Das begreifen viele nicht. ;-) Nicht mal mache Behörden selbst.

Vermieterbescheinigung gibt es nicht, das Ding heißt Wohnungsgeberbestätigung.

Ob zwischen Wohnungsgeber und Wohnungsnehmer ein Mietverhältnis besteht oder nicht ist völlig irrelevant.

Der Vermieter muß in diesem Fall die Bestätigung für die Anmeldung nicht ausstellen. Darf er auch gar nicht.

Denn er ist nicht der Wohnungsgeber, sondern Du.

Den Zuzug der Freundin kann er nur untersagen wenn die Wohnung für 2 Personen zu klein ist oder der Grund in der Person der Freundin selbst liegt.

Ich habe das Thema durch mit meinem Freund, als ich dazu gezogen bin.

Die Rechtslage sieht so aus, das hierbei der Vermieter angefragt werden muss, ob er mit dem Zuzug einer weiteren Person einverstanden ist.

Nun wird es Lustig, der Vermieter muss zustimmen, da es sich um deine Lebenspartnerin handelt. Wenn der Vermieter die zustimmung nicht erteilt, musst du dir die einklagen (so bescheuert es ist)

Auch muss der Vermieter, wenn er die Bestätigung erteilt hat, auch die notwendigen Unterlagen für das Einwohnermeldeamt ausstellen.

Die Praxis sieht leider so aus, das davon viele Vermieter keine Ahnung haben und keine zusätzlichen Personen in der Wohnung haben wollen. Als ich vor vier Jahren zu meinem Freund gezogen bin, hatte die Vermieterin es nach drei Monaten nicht geschafft, eine Zustimmung zu erteilen und ich bin einfach mal eingezogen (meine Wohnung war ja bereits gekündigt)

^^ Das ganze hat einen so schönen Streit mit der Vermieterin ausgelöst, das die mich letztes Jahr rausklagen wollte und haushoch verloren hat. Aber halt auch drei Jahre lang ärger.

Nachtrag:

http://anwalt-im-netz.de/mietrecht/nichteheliche-lebensgemeinschaft.html

Ich muss fragen - die müssen zustimmen LoL Danke dir. Jetzt rate mal wer morgen zum Anwalt geht und eine Klage vorbereitet ?

@Chris911e

Der Vermieter hoffe ich?

Das Problem ist, wer klagt, der zahlt erstmal ;) Also habe ich mich lieber verklagen lassen, riskanter aber auch billiger

@Maribo0689

Advocard Rechtsschutz XD

@Chris911e

Ja, aber ich hoffe du hast auch die Zeit, die ganze Geschichte kann sich über Jahre hinziehen ;-)

Adcocard ist Anwalts Liebling .. ich verstehe XD

Und deine Vermietung hat anscheinend nicht zugestimmt, oder ;)

@Maribo0689

Ach nein nicht bei dem Vermieter.

Der wollte nem Kumpel damals Hausverbot erteilen.

Ich habe dem Vermieter total haltlos mit einer Schadensersatzklage über 250.000 Euro + Anzeige wegen Nötigung gedroht. Zack ist der Vermieter eingeknickt.

@Chris911e

Derjenige, der ein Prozesswagnis und die damit zunächst einmal verbunden Kostenvorlage ebensowenig scheut, wie den je nach Einschätzung eines Richters unwägbaren Urteilsspruch, sowie die Trickkiste eines gewieften Vermieters.

Die Frage war aber nun wirklich nicht sonderlich schwer zu beantworten!

@Chris911e

Das wäre sehr dumm. Der Anwalt freut sich höchstens, dass er Ihnen eine saftige Rechnung schreiben kann. Und Grund zur Klage besteht hier nicht.

Der Vermieter bestätigt den Einzug seines im Mietvertrag aufgeführten Mieters.

Sofern Sie ein zulässiges Untermietverhältnis begründen, stellen Sie als Untervermieter die Wohnungsgeberbescheinigung aus.

Seien Sie aber hübsch vorsichtig mit der Ausstellung; immerhin sind mißbräuchliche ausgestellte Bescheinigungen mit Geldstrafen bis zu € 50.000 bewährt!

Handelt es sich bei der Zuziehenden um eine/n Ehepartner/in oder eine Lebensgfährtin, dann kann der Vermieter den Zuzug, eine angemessene Wohnugnsgröße für 2 Personen vorausgesetzt, den Zuzug kaum unterbinden.

Sofern Sie ein zulässiges Untermietverhältnis begründen, stellen Sie als Untervermieter die Wohnungsgeberbescheinigung aus.

Und wenn kein Untermietverhältnis, sondern nur ein Verhältnis begründet wird?

@anitari

Das kommt auf die Art des Verhältnisses an.

Bei Arbeitsverhältnissen, "Beziehungskisten" oder sonstigen Verhältnissen denen kein Wohnraummietverhältnis zugrunde liegt, ist keine Wohnungsgeberbestätigung erforderlich!

Zunächst müsstets du ein berechtigtes Interesse an dem Zuzug nachweisen. Soll sie als Untermieterin deine Mietzahlungen mitfinanzieren oder plant ihr, zusammemzuleben, wäre dies gegeben und in dem Antrag auf Genehmigung anzugeben.

Weiter musst du den Zuzug erst einmal deinem Vermueter unter Nennung identifizierbarer Daten der zuziehenden Person (vollständiger Name, Geburtsadtum, letzte Meldeadresse) anzeigen und ihn schritlich um Genehmigung bitten.

Das wäre bei berechtigtem Interesse reine Formsache es sei denn, du weigerst dich, einen zumutbare Mieterhöhung sowie Erhöhung der veranschlagten Betriebskosetn(vorauszahlungen) zu bezahlen, es läge Überbelegung vor oder in der Person der Freundin lägen Gründe, die es dem VM unzumutbar machen: Personen, die als Ruhestörer, Vandalen, Mietnomaden usw. bekannt sind, muss er natürlich nicht dulden.

Verweigert er den Zuzug grundlos, kann man Klage auf Zustimmung erheben.

Vermieterbescheinigungen muss der Wohnungsgeber ausstellen. Also bei Untervermietung der Hautmieter als Vermieter und sein Vermieter.

G imager761

Zunächst müsstets du ein berechtigtes Interesse an dem Zuzug nachweisen

Falsch, das gilt nur für Untervermietung.

Vermieterbescheinigungen muss der Wohnungsgeber ausstellen. Also bei Untervermietung der Hautmieter als Vermieter und sein Vermieter.

Falsch! Der Vermieter muss lediglich benannt werden, er ist nicht der Wohnungsgeber

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