Kann man sich gegen einen Beamten beschweren?

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Du kannst Dich schriftlich an den zuständigen Amtsleiter wenden, oder aber Du kannst u. U. auch eine förmliche Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. Es wäre sinnvoll, wenn Du Deine Beschwerde durch Beweise oder Zeugen untermauern kannst, sonst steht möglicherweise Aussage gegen Aussage.

Wie bei jedem Berufszweig gibt es solche und SOLCHE. Nicht jeder ist schlecht, aber jeder Mensch hat mal einen schlechten Tag. Es stimmt, viele im öffentlichen Dienst vergessen, das sie Dienstleister sind. Eine Beschwerde hat in der Regel nur Aussicht auf Erfolg, wenn diese schriftlich eingereicht wird. Manchmal reicht es aber auch schon aus, den Bediensteten höfflich anzusprechen und nachzufragen, warum er einen so herablassend oder unfreundlich behandelt. Viele "Kunden" sind zu den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst aus Prinzip unfreundlich, es sei sie wollen etwas. Bei allem gilt auch hier die Regel, BEAMTE sind auch nur Menschen.

Wenn es "nur" um Höflichkeit geht, kannst und solltest Du Dich beim Amtsleiter beschweren. Wenn ein Beamter fachliche Fehler macht, solltest Du schriftliche Beschwerde einlegen.

Natürlich, mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde. Ob diese Beschwerde allerdings erfolgreich ist, bleibt dahin gestellt; immerhin sitzen da unkündbare (im Regelfall) Beamte, denen es herzlich egal ist, von wem sie bezahlt werden. Was soll ihnen denn ernsthaft passieren? Und ich denke, gerade Beamte haben (wie Lehrer) eine besondere "Fürsorge-Pflicht". Gerade bei Beamten in Kontakt mit der Öffentlichkeit habe ich schon ein paarmal erlebt, wie sie ihre Stellung ausnutzen. Auch wenn ich nach einer formellen Beschwerde Recht bekam, erhielt ich nicht mal eine Entschuldigung, geschweige denn ein Zeichen der Wiedergutmachung.

Die beschwerde beim Amtsleiter ist Ratsam. Strebst du eine Dienstaufsichtsbeschwerde würde ich dir Persönlich raten das du eine schriftliche Stellungnahme verlangst. Bei dieser ist gewährleistet das sich noch einmal jemand damit auseinandersetzen muss.

Ein Rat jedoch meinerseits ich bin selbst Beamte. Versuche bei der Beschwerde sachlich zu bleiben und die Argumente verständlich herüberzubringen.

Eine Anmerkung meinerseits viele der Pauschalfloskeln wie Beamte sind faul unhöflich und ihnen sei alles egal halte ich persönlich Vorurteile und diese herunterzurattern nur weil man selbst schlecht gelaunt ist finde ich nicht in ordnung. Denn man kann an einem Berufsstand nicht die Persönlichkeit von Leuten festmachen. Und es Stimmt viele der Leute in einem Amt sind keine Beamten.

Grundsätzlich sind viele Beamte nett. Es kommt nur immer auf den Ton an. Viele kommen noch vor offizeller Amtsöffnung. Haben meist kein Aktenzeichen, oder keine Unterlagen, lesen sich die Schreiben, die sie bekommen gar nicht erst durch. Es nervt schon wenn man die Schreiben am Telefon gemeinsam lesen muß. Hab seltenst erlebt das ich ein Gespräch unfreundlich geführt habe. Meistens hat schon der Bürger negativ vorgelegt. Ich hab schon vielen über mein Aufgabenfeld hinweg geholfen. Und nur weil die Behörden um 12.00 zumachen heißt das nicht das der Beamte dann nicht noch bis 16 Uhr und später am Arbeitsplatz arbeitet. Die meisten haben 42 Stunden Wochen. Und da man immer Beurteilungen bekommt ist sehr wohl wichtig welchen Ruf man hat. Im Gegensatz zu den Angestellten, die auch nachzu unkündbar sind wenn sie einen festen Vertrag bekommen und keine Beurteilung. Die geben gern Kontra.

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