Kann man das Arbeitslosengeld eigentlich auch pfänden lassen?

5 Antworten

theoretisch ja. Ob es da noch einen pfändbaren Anteil gibt, ist aber fraglich, jedenfalls höchstens ein paar Euro - ob sich das lohnt?

Gepfändet wird mittels eine "Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses", der bei Gericht beantragt wird (15,00 Euro) und vom Gerichtsvollzieher an den Schuldner und den Drittschuldner (ARGE) zugestellt werden muss (kostet extra, ca nochmal 20 - 30 Euro).

Dafür muss zumindest das zuständige Amt bekannt sein.

ich glaube, dass in solchen Fällen aufwand und Kosten in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehen, selbst wenn es ein paar Euro im Monat geben sollte.

Manche Gläubiger und Gerichtsvollzieher kennen keine Gnade. Sie fragen auch nicht, woher das Geld kommt oder kommen soll.

"Pecunia non olet!" - sgte Tiberuis und führte die Toilettengebühren in Rom ein!

@Indy72

wenn man den gerichtsvollzieher zum schuldner schickt, pfändet der aber nicht das Arbeitslosengeld. Die Pfändung des AlG hat nix mit dem Gerichtsvollzieher zu tun (außer, dass der den Brief dort vorbeibringt) rechnen tut dann das amt und in der ZPO sind die Pfändungsfreigrenzen festgelegt.

So viel ich weiß, ist auch ALG pfändbar, allerdings nur in einer bestimmten Höhe, da dem ALG-Empfänger eine bestimmte Höhe als Selbstbehalt zum Bestreiten seines Lebensunterhaltes zusteht.

Sozialleistungen sind zum Teil auch pfändbar, es kommte darauf an, welche Sozialleistung gepfändet werden soll. Nicht pfändbar sind: Sozialhilfe, Erziehungsgeld, Mutterschaftsgeld. Wohngeld und Kindergeld sind unter besonderen Umständen pfändbar.

Alle anderen Sozialleistungen können wie Arbeitseinkommen gepfändet werden. Dies gilt für alle Sozialleistungen mit Lohnersatzfunktion, wie Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Renten, Krankengeld Übergangsgeld oder Unterhaltsgeld.

Daher kannst du das Arbeitslosengeld pfänden lassen. Du musst beim Gerichtsvollzieher die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung beantragen, falls der Schuldner dies noch nicht getan hat. Dabei muss er auch offenbaren, wieviel Arbeitslosengeld er bekommt und von welcher Stelle. Es gelten hier aber auch die Pfändungsfreigrenzen, d.h. du darfst erst ab einem bestimmten Betrag den Rest pfänden lassen, damit dem Schulder das nötigste verbleibt.

man braucht nicht für 50 Euro eine eidesstattliche Versicherung abnehmen zu lassen, um eine Pfändung auszubringen. Sofern man das Amt kennt, geht das auch so.

Arbeitslosengeld, je nach Höhe, kann gepfändet werden. Geh am besten zu einem Anwalt. Der kann dir die Chancen und die Vorgehensweise am besten erklären.

der einzige, der daran einen vorteil hat, ist aber der anwalt.... für alg lohnt das nicht!

@amiria71

Für Harz nicht, aber ALG je nach Höhe, auf jeden Fall.

@Katzentatze

bei den meisten, die nicht freiwillig zahlen, ist noch nicht mal das normale einkommen pfändbar :-/

nur mal als beispiel: alleinstehend grenze 940,00 Euro 1 unterhalsberechtigter (frau) 1.291 Euro. Danach fängt jeweils mit 7 Euro oder so an, die pfändbar sind. hängt ja auch davon ab, was an Unterhaltsverpflichtungen vorliegt. Die Pfändungsfreigrenzen sind vor einiger Zeit erheblich angehoben worden.

ALG1 ist bais auf die gesetzliche Selbstbehaltsgrenze Pfändbar, ALG2 - nicht, weils ohnehin drunter liegt!

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