Kann jeder zum Logopäden? Ab wann gibts die Überweisung?

5 Antworten

Sitzungen für folgende Kommunikationsstörungen können durch die gesetzliche Krankenversicherung rückerstattet werden: Sprach- und Sprechstörungen sowie Stimmprobleme, die die Ausübung eines Berufes unmöglich machen; Andere Sprach- und Sprechstörungen (z.B. Lern- und Sprachentwicklungsstörungen); Stimmprobleme, die seit der Geburt bestehen oder die nach einem Kehlkopfkrebs auftreten; Gehörstörungen (Behandlung in bestimmten Zentren); Schluckstörungen. Behandlung Vor Behandlungsbeginn erstellt der Logopäde auf Anordnung des Facharztes eine "Bilanz". Diese enthält die Ergebnisse bestimmter Tests. Die Bilanz muss gemeinsam mit einem Antrag auf Rückerstattung, einer ärztlichen Verordnung von Bilanz und Behandlung sowie weiteren Unterlagen (Audiogramm, IQ-Ergebnis, Bescheinigung des Kieferorthopäden, ...) beim Vertrauensarzt der Krankenkasse eingereicht werden.

Die Dauer einer Einzelsitzung beim Logopäden beträgt mindestens 30 Minuten, kann aber für gewisse Erkrankungen auf 60 Minuten erhöht werden. Für bestimmte Störungen besteht auch die Möglichkeit, Gruppensitzungen in Anspruch zu nehmen. Gruppensitzungen mit bis zu vier Personen haben eine Mindestdauer von 60 Minuten.

Erstattung Falls die Kriterien für eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung erfüllt sind, so genehmigt der Vertrauensarzt die Behandlung für einen begrenzten Zeitraum. Eine Sitzung bei einem Logopäden mit Kassenabkommen wird in diesem Fall zu 75 % erstattet. Patienten mit Anrecht auf den Vorzugstarif (Rentner, Invaliden, Behinderte, ...) erhalten 90 % des Abkommenstarifes.

normalerweise schreibt man die Quelle dazu wenn man sowas aus dem Netz holt!

@Maeuschen212000

Das sind ganz normale Leistungsaussagen die nicht nur von einer Quelle komuniziert werden. Da ich mit Leistungsaussagen beruflich arbeite denke ich das ich diese auch wiedergeben kann.

Es sollte schon ein Sprachfehler mit Leidensdruck vorliegen oder "Gefahr" für die Zähne bestehen, damit die Behandlung gerechtfertigt ist (=bezahlt wird). Sprich das doch mal mit Deinem Hausarzt oder Zahnarzt durch, ob einer von beiden Dir das verschreiben würde.

Grundsätzlich muss immer eine Diagnose gestellt werden um Leistungen zu beziehen. Das heisst wenn keine Beeinträchtigung festgestellt wird warum sollte dann gezahlt werden ? Die GKV ist dazu da eine Beeinträchtigung zu beheben. Eine Diagnose ist auch wichtig da eine Beeinträchtigung viele Ursachen haben kann und man nicht zwangsläufig zum Logopäden geht.

Leistungen ohne Beeinträchtigung sind nicht erhältlich. Das muss man selber zahlen.

Aber auch in diesem Falle empfehle ich abzuklären warum der Bedarf besteht und was die Ursache sein kann. Evtl. helfen andere Massnahmen.

Kinder ab 4,5 Jahren können gehen. Erwachsene können das selber zahlen oder sie haben glück und bekommen ein Rezept.

Kinder können auch schon eher gehen

@Julina7

Sicher können Kinder auch eher gehen, es nützt nur leider nichts und viele "Sprachfehler" wachsen sich erwiesener maßen aus. Aus diesem Grund ist es ratsam bis 4, 5 Jahre zu warten!!!

Du benötigst schon eine ärtliche Verordnung, aus der die medizinische Notwendigkeit hervorgeht. Die Kasse/Versicherung prüft dann, ob Leistungen hierfür erbracht werden müssen.

Du kannst auch zum Logopäden gehen und die Sitzungen selbst bezahlen.

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