Kann die Zeitarbeit (AG) vom AN verlangen, mit Privat PKW zum Einsatzort zu kommen?

5 Antworten

mein Kumpel lehnt es auch ab, sein neues Auto für die Leihbude zu verheizen.

Manche Firmen haben diese Fahrdienste, verlangen dann aber auch Geld. Evtl. kann man das vorschlagen.

Oder es gibt Einsätze in der Nähe. Oder Auslösen mit Hotel-Pensionen

Ich wurde auch mehr oder weniger genötigt, noch die Leiharbeitskollegen mit meinem Wagen mitzunehmen.

Das ist eigentlich ein gewerblicher Personentransport. So gibt es Schwierigkeiten mit Versicherungen. Eigentlich wäre ein Personenbeförderungsschein dafür notwendig

Gegen eine solche Abmahnung würde ich auch vorgehen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Als Leiharbeiter ist dein Einsatzort deine Arbeitsstelle.

Da musst du täglich irgendwie hinfahren wie jeder normale AN. Und normale AN werden auch nicht chauffiert! Wie du da hinkommst ist dir überlassen und darf dir nicht vorgeschrieben werden. Hauptsache du bist pünktlich da.

Dein AN bietet dir die KM-Pauschale. Das muss er nicht. Ist also sogar eine freiwillige Entschädigung für die weite Entfernung. Diese Pauschale ist aber unabhängig davon wie du da hinkommst.

Wenn also in der Abmahnung steht, dass du dein Auto nehmen musst, ist das nicht erlaubt.

Für mich klingt das hier aber eher danach, dass du lieber woanders eingesetzt werden möchtest mit weniger Fahrzeit. Und das kannst du nur verlangen, wenn es dazu eine konkrete Vereinbarungen in deinem Arbeitsvertrag gibt.

Also was genau ist der Grund der Abmahnung? Dass du nicht mit dem Auto fahren willst oder dass du die Arbeit dort nicht antreten willst (weil nur mit dem Auto gut erreichbar).

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Danke für deine Mühe. Es geht hier gem § 106 GewO und 315 BGB um die VErhältnismäßigkei. Das bedeutet, jede Weisung muss gerecht sein.

Der Verleiher hat im Nahbereich auch Stellen, die näher dran liegen. Dass der Verleiher einen Einsatzort findet, der eine einfache Fahrtzeit betträgt durch die bedingte Verbindungen 2;20 h. was heißt, 5 Stunden Fahrtzeit + 8,5 Stunden Arbeitszeit., stellt ene Unmöglichkeit dar. Er hat hat genug andere Stellen. Der AN wäre 13,5 Stunden unterwegs. Der AN ist bereit bis 2h Fahrtzeit (einfache Fahrt) hinzunehmen.

Ok, ich sehe, ihr habt leider mit so einer Situation keine konkreten Erfahrungen.

Das ist Schade, ich nehme es aber euch nicht übel. Ich hatte eben gehofft, dass man rechtlich und wirklich rein rechltich, also konkret, hierzu etwas entgegen setzen kann.

Achtung, falsch: "Dein AN bietet dir die KM-Pauschale. Das muss er nicht."

Er ist Leiharbeiter, daher hat er einen Anspruch auf Fahrgeld. Und zwar bei jedem Einsatz, der über die Entfernung Wohnort - Niederlassung des Arbeitgebers hinaus geht.

Bsp: Er wohnt 10km von seinem Arbeitgeber weg, der Einsatzort ist in 25km Entfernung - er hat Anspruch auf 25-10, also 15km.

@floppydisk

danke, schön daneben geantwortet

Es handelt sich um den Weg von der Wohnung des AN zurm Arbeitsort, richtig? Dann darf der AG dem AN nicht vorschreiben, mit welchem Verkehrsmittel der AN dort hin fährt. Tut er es trotzdem, erlischt der Unfallschutz durch die Berufsgenossenschaft und der AG haftet im Falle eines Wege-Unfalles des AN selbst.

Oder handelt es sich um eine Fahrt im Rahmen der Arbeit? Z.B vom Büro zur Baustele. Dann kann der AG das Verkehrsmittel vorschreiben, muss aber die Kosten tragen. Ob er hier jedoch das Private Fahrzeug des AN vorschreiben darf, wage ich zu bezweifeln, denn der AN ist ja nicht verpflichtet ein Auto zu besitzen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Es handlet sich um Einsätze bei Entleihern. Der AN fährt also von seinem Wohnort zum Entleiher. Bisher hat de AN sich für die stressfreie Bahn entschieden. Doch weil jetzt der Entleiher so umständlich mt der Bahn zu errichen ist, verlagt die Zeitarbeitsfirma, er soll doch sein Auto nutzen, dann wäre die Fahrtzeit kürzer. Sonst droht die Abmahnung

@Leiharbeiter176

So lange du pünktlich da bist soll dem AG doch egal sein, wie lange du brauchst. Du hast auf dem Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte die freie Wahl der Verkehrsmittel und da kann der AG nichts dran ändern.

https://wegeunfall.com/verkehrsmittel/

https://www.bghw.de/arbeitnehmer/versicherungsschutz/arbeitsunfall/wegeunfaelle

Ich fidne gerade nicht die Ausführung zum Wegfall des versicherungsschutzes, wenn der AG die Wahl des Verkehrsmittels einschränken will. Aber das darf er schon allein aus Versicherungsgründen nicht, das hab ich vor einigen Jahren mal recherchiert. Kannst mal bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anrufen, die helfen dir da notfalls auch.

Jetzt droht man ihm mit Abmahnung, weil er das Auto nicht nutzen will

Darauf antwortet er, dass die erste Einsatzstätte der Sitz der Zeitarbeitsfirma ist - wie er von dort zum Entleihbetrieb kommt, ist nicht seine Sache, notfalls hat die ZAF-Klitsche einen Fahrdienst anzubieten.

Jeder moderne Dienstleister hat in seinen Arbeitsverträge eine Mobilitäts-Klausel drin. Achtet nur niemand drauf beim Unterschreiben.

Es gibt KM Pauschale... Jeder AN muss zu seiner Arbeit fahren. Ist doch super, dass es dafür sogar Pauschale gibt.

Klar können AG voraussetzen, dass das eigene Auto genutzt wird.

Klar können AG voraussetzen, dass das eigene Auto genutzt wird.

Auf dem Weg von der Wohnung zur Arbeit darf der AG gar nichts vorschreiben. Das ist Sache des AN.

@Stadewaeldchen

Aber es ist nicht der Firmensitz und Erfüllungsort des Arbeitsvertrags. Da würde ich mal ganz genau reinschauen.

@sozialtusi
Aber es ist nicht der Firmensitz

Welche Rolle soll das spielen?

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