Ist man zur Beatmung in einem Notfall verpflichtet?

5 Antworten

Man sollte machen, was einem zumutbar ist: sowohl gesetzlich als auch moralisch. Was das ist, hängt vom Einzelfall ab.

Bei der Entscheidung bitte berücksichtigen:

1. Notruf 112 geht immer. Kann jeder. Es wäre schön, wenn das auch mal jemand machen würde, wenn er einen Notfall erkennt. Viele denken sich nämlich "Oh, ich kann eh nicht helfen", wenden sich ab und machen nicht mal einen Notruf. Das ist aber das mindeste, was man kann (und auch muss!).

2. Für den Normalbürger ist es sehr selten, in die Lage zu kommen, jemanden reanimieren zu müssen. Die meisten Erste-Hilfe-Leistungen sind allgemeiner Art, z.B. bei Atem- oder Kreislaufbeschwerden. Also bitte nicht davor zurückschrecken, jemandem in einer Notlage beizustehen. In den meisten Fällen genügt sowieso "Händchen halten", also einfach nur für den anderen da zu sein, bis der Rettungsdienst kommt.

3. Man wird meist Zeuge eines solchen Falles in der eigenen, privaten Umgebung! Es ist also nicht der "Wildfremde", dem man helfen muss, sondern die eigenen Eltern, Geschwister, Kinder, Freunde oder Arbeitskollegen.

4. Falls man doch mal reanimieren muss: es reicht tatsächlich zunächst, die Kompression des Brustkorbes ("Herzdruckmassage") einigermaßen rhytmisch durchzuführen. Man geht heute davon aus, dass allein dadurch schon genug Luft in den Atemwegen bewegt wird, um noch ausreichend Sauerstoff zu liefern. Wenn man aus irgendeinem Grund nicht beatmen kann, reicht also drücken erstmal völlig aus.

5. Es gibt Beatmungstücher, klein zusammengefaltet, als Schlüsselanhänger, z.B. in der Apotheke zu kaufen (ca. 3-6 EUR). Das sind Plastikfolien mit einem Venitl, dass über das Gesicht des Patienten gelegt wird. Wer mag, kann sich damit gut vor Ekel schützen. Gleich auch noch ein Paar Einmalhandschuhe für die Handtasche kaufen, kann man/frau immer brauchen.

6. Erste-Hilfe ist wahnsinnig wichtig. Ohne gute Erste Hilfe kann auch der Rettungsdienst oft nichts mehr erfolgreich ausrichten.

7. Erste-Hilfe kann jeder lernen! Termine und Kosten (ca. 30-50 EUR, wird oft auch von der Berufsgenossenschaft übernommen) findet man bei der nächsten Hilfsorganisation (siehe Internet oder Telefonbuch).

8. Das Gefühl, sich getraut und geholfen zu haben ist unbeschreiblich!

Just do it...

es ist niemals Zwang aber denke mal daran, du hast dein eigenes Kind vor dir.

wozu man verpflichtet ist, hat bitmap ja schon schön zitiert. Wie du vielleicht daraus erlesen kannst, ist eine Beatmung nicht direkt verpflichtend, aber wie auch schon schön beschrieben - wenn wir uns jetzt wegen Ekel diese Beatmung nicht mehr antun, dann handeln wir irgendwann derart egozentrisch, dass nichts mehr funktioniert. Denk immer daran, was du dir erhoffen würdest, wenn DU derjenige bist, der Hilfe braucht. Auch DU wirst dann möglicherweise schon erbrochenes am Mund haben, artieriellen Blutschaum etc. am gesicht haben, und nicht besonders lecker aussehen. Willst du wirklich, dass dir dann nicht geholfen wird, weil sich vielleicht die anderen EKELN?

Abgesehen davon gehört für mich eine erste Hilfe-Ausbildung in die Schule, und zwar die vollständige, nicht nur die paar Stunden Sofortmaßnahmen am Unfallort.

Hoffentlich verzichtet sie bei einem Notfall auch auf eine Beatmung und zeigt Verständnis für den Ekel des wildfremden Ersthelfers. Leute gibt es.

Jetzt frage ich mich warum man an Erste Hilfe Kurse teilnimmt. Nur den Nachweis vorzulegen zu können um den Führerschein zu bekommen aber nichts verstanden hat?

Telefonnummer angeben auf arbeit. Bin ich verpflichtet AUCH die Handynummer anzugeben, obwohl ich eine Festnetznummer habe?

Ich bin in der Pflege. Bei uns ist es verpflichtend, dass eine Telefonnummer angegeben wird. Ich habe meine Festnetznummer angegeben. Alle wissen, dass ich auch eine Handy habe. Letztens wollte mich der Stationsleiter an meinem freien Tag anrufen, und Fragen, ob ich bei ihm einspringen könnte, weil alle seine Mitarbeiter entweder krank waren oder schon Dienst hatten. Da ich allerdings nicht daheim war, hat er mich nicht erreicht. Er hat im Haus rum gefragt, wer meine Handynummer hätte. Die Kollegen, die sie hatten, haben sie ihm nicht gegeben. Er bekam sogar von einigen die Antwort, er solle mich auf meinem Festnetz anrufen und mich persönlich um meine Handynummer für die Telefonliste bitten. Was natürlich nicht möglich war, weil ich ja nicht daheim war. An meinem nächsten Arbeitstag sagte er mir, ich solle meine Handynummer auf die Telefonliste schreiben, dass man mich erreichen könnte, wenn ich nicht daheim wäre. Ich verwieß ihn darauf, dass in den Dienstverträgen steht, dass man EINE Telefonnummer angeben muss, und man soll die verwenden, unter der man am ehesten erreichbar ist. Was in meinem Fall meine Festnetznummer ist. Er meinte, ich wäre verpflichtet, meine Handynummer anzugeben. Also soll ich meine Festnetznummer von der Liste streichen und meine Handynummer drauf setzen. Das will ich aber nicht. Ich bin unter der Festnetznummer sehr wohl erreichbar. Und ich stehe auf dem Standpunkt, wenn ich nicht daheim bin, bin ich telefonisch nicht erreichbar. Wenn ich daheim bin, brauche ich nicht an's Handy gehen. Und wenn ich unterwegs bin, ist das Handy nur für den Notfall da. Und ein Notfall ist für mich, wenn ich nach einem Autounfall halb Tod im Strassengraben liege, ich mich nicht mehr rühren kann, und ich für mich einen Notarzt holen müsste (oder eben jemand danderes, der dann mein Handy nehmen muss, weil sein'S nicht funktionstüchtig ist).

Kann mich mein Arbeitgeber wirklich dazu zwingen, meine Handynummer her zu geben, ober habe ich die Entscheidungsfreiheit, welche private Nummer ich her gebe? Ich stehe so ein bisschen auf dem Standpunkt, wenn sie wollen, dass ich mobil erreichbar bin, dann sollen sie mir ein Diensthandy stellen und es müssen feste zeiten angegeben werden, wann ich auf dem Diensthandy erreichbar sein muss.

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