Ist es für einen Hausbesitzer wirklich günstger, solange es belastet ist?

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"Steuern", meist ist die Einkommensteuer gemeint, muss nur gezahlt werden, wenn das Haus vermietet ist.

Solange es vermietet ist, kann man die Schuldzinsen als Werbungskosten abziehen, und mindert so den steuerpflichtigen Überschuss. Wenn das Haus abbezahlt ist, steigt somit die Steuerbelastung.

Aber jetzt mal ehrlich. Wer zahlt gerne 3.000 Euro Zinsen an die Bank, damit er 1.000 Euro Einkommensteuer spart.

Aus gegebenem Anlass noch eine Ergänzung.

Die Vermögenssteuer wurde ab 1996 für verfassungswidrig erklärt und wird seit dato nicht mehr erhoben.

Hängt davon ab... Laufende Kredite von der Steuer absetzen kann sich lohnen, dafür braucht man aber ein ausreichendes Steueraufkommen.

Im AlgII-Bezug kann man beispielsweise die Zinsen (nicht die Raten) geltend machen (ist immer mal nötig, wenn Leute beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können).

Im Moment gehe ich von einer anstehenden Inflation aus, da sind Schulden in der Regel besser als Guthaben, weil letztlich alles entwertet wird...

Ich denke, niemand hat recht und alle. Wer sich ohne Schulden besser fühlt, hat ohne Schulden ein zufriedeneres Leben. Und finanziell müsste man es jeweils durchrechnen.

wenn das Haus zur Eigennutzung ohne Vermietung ist, dann sollte schon versucht werden, dass Haus auch schuldenfrei zu bekommen.

Das Haus mit immer neuen Krediten belasten, bringt nur bei Vermietung was. Denn in dem Fall können die Zinsen aus den aufgenommenen Krediten steuerlich geltend gemacht werden.