Ist ein Stundenlohn von 38,50 (netto) für Hausmeister realistisch?

5 Antworten

Ein Stundenverrechnungssatz setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen (siehe Bspl.): Bruttostundenlohn (Facharbeiter): 8,95 €/Std. incl. Personalnebenkosten (Arbeitgeberbeiträge z. Sozialversicherung, Unfallversicherung, Zusatzversicherung f. Lohnfortzahlung etc.): 12,28 €

Neben den Personalkosten fallen im Betrieb die lohngebundenen, betrieblichen Gemeinkosten an. Diese entstehen z.B. für Kfz-Kosten, Abschreibungen, Steuern, Raumkosten incl. Miete, Pacht, Strom, Gas, Wasser, Reparaturen, Betriebsstoffe (Betankung), Zinsaufwendungen, Anwaltskosten, Risiko, Verlust, Unternehmerlohn gemäß empirischer Ermittlung für das Handwerk in Höhe von 83,45 % sowie die buchmäßigen und kalkulatorischen Gemeinkosten in Höhe von 140,45 %.

Hieraus ergibt sich ein durchschnittlicher Gemeinkostenzuschlag in Höhe von 223,90 % auf den Bruttolohn. Umgerechnet auf eine Stunde ergibt dies: Bruttolohn: 8,95 €/Std. lohngebundene Gemeinkosten: 7,47 €/Std. betriebl. lohngeb. Gemeinkosten: 12,57 €/Std.

Gesamt: 28,99 €/ Std. Diese Kosten berücksichtigen aber nicht evtl. zusätzliche Leistungszahlungen, Prämien, Überstundenzulagen, Gewinnzuschläge des Unternehmens die zur Arbeitsplatzerhaltung und für Investitionen notwendig sind, betriebsspezifische Kosten sowie die notwendigen Zuschläge für Wagnis und Gewinn.

Dies ist nur ein Beispiel und spiegelt nicht die heutigen und tatsächlichen Stundensätze wider. Fazit: Eine Firma muss kostendeckend arbeiten und kann somit nicht mit einem Stundenlohn eines Angestellten kalkulieren, da die Pleite der Firma ansonsten vorprogrammiert wäre.

Die Meinung "Für den Stundensatz würde ich auch arbeiten" sollte überdacht werden, oder man sollte eine eigene Firma gründen und selbst Erfahrungen über die tatsächlichen Kosten, welche eine eigene Firma mit sich bringen, sammeln.

Ein Klein- oder Kleinstunternehmer, wird bei den angeblich hohen Stundensätzen mit Sicherheit nicht reich!

als handwerkskosten ist das normal. und du hast nicht mehr dort gewohnt, also könnte es in ordnung sein, den dann hast du auch keine nebenkosten mehr gezahlt. und wenn die kosten für das wechseln auf dich umgelegt werden konnten, ist es sicher auch rechtens, das du normale handwerkerkosten zahlst. bei einer rechnung gehört die mwst dazu. frag einen ieterverein o.ä..

Der Stundenlohn, der in Rechnung gestellt wird, ist ja nicht identisch mit dem, was ein Mitarbeiter verdient, da kommen noch die Betriebskosten dazu. Fragt sich nur, was das für ein "Hausmeister-Betrieb" ist. Aber so utopisch kommt mir die Summe nicht vor, ein Klempner hätte mit Sicherheit mehr verlangt.

Vielleicht habe ich mich etwas falsch ausgedrückt... ich weiß natürlich nicht, wir hoch der Stundenlohn ist, die der Hausmeister von der Hausverwalter bekommt...

Für eine Arbeitsstunde des Hausmeisters wurden 38,50 netto € angesetzt.

Der Verrechnungssatz ist durchaus O.K.! Und der Austausch eines Waschbeckens ist sicher nicht im normalen Arbeitsumfang eines Hausmeisters enthalten! In diesem Falle tritt der Hausmeister praktisch als Installateur auf. So, wie wenn der Hausmeister halt einen Nebenjob bei der Installateurfirma hätte! Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun!

Ein Hausmeister/Hausmeisterservice in selbständiger basis muß sich beim Gewerbeamt anmelden und somit Steuern, Versicherungen, Sozialabgaben uvm. bezahlen.

Somit ist ein dementsprechender Stundenlohn gerchtfertigt.

Solange in Deutschland keine Gesetzliche höchstbeträge vereinbart sind, kann jeder verlangen was er für gerechtfertigt hält.

Ein Hausmeister/Service sollte mindestens 25€  haben, da ca. 42%

an Ausgaben davon abgehen. 

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