Ist das Verbot, eigene Getränke im Fitnessstudio mitzubringen in Ordnung?

5 Antworten

Naja ein privates Fitneßstudio kann seine eigene Hausordnung erlassen. Zwingt dich ja keiner, genau dieses Fitneßstudio aufzusuchen. Und wenn die dort das Mitbringen von eigenen Getränken verbieten, ist das durchaus möglich, wobei mir die Begründung nicht ganz geheuer ist.

Doch, das kann das Fitnesscenter, denn es hat ein Hausrecht. Die ganzen Urteile diesbezüglich sind veraltet. Außerdem muss man das Ganze auch differenziert betrachten. Hat das Center eine "Gastronomie" angemeldet , ist es deren gutes Recht mitgebrachte Getränke zu verbieten. So werden die Kosten auf verschiedene Standbeine verteilt und so z.B. stabile Monatsbeiträge gewährleistet. Außerdem gibt es ein neues Urteil von 2013 aus Frankfurt, welches dem Centerbesitzer recht gibt.Es sind immer juristische Einzelentscheidungen und ich wäre vorsichtig hier was zu provozieren. Ich gebe euch den Rat: Haltet euch an die Regeln, wenn's euch in eurem Center gefällt, denn ein Recht haben die Betreiber auf alle Fälle. Nämlich das Hausverbot. Also dann lieber auf's Klo und aus dem Wasserhahn trinken, oder Getränk in der Kabine lassen und dort trinken. Das ist sicher die anständigste Lösung.Oder bei Vertragsabschluss nachfragen und wenn's nicht passt einfach nicht unterschreiben!

Klar darf er. Der Hausherr stellt die Regeln auf, und sie sind zu befolgen. Wenn bei Dir Rauchverbot in Deinem Heim herrscht, erwartest Du doch auch nicht, daß sich plötzlich Jemand eine Zigarre oder Pfeife anzündet, oder?

Allerdings frage ich mich, ob das ein echter Grund ist, oder ob er nicht selbst am Verkauf von Getränken zusätzlich verdienen will.

Entsprechende Regeln sind unwirksam, wie die Rechtsprechung immer wieder feststellt. Also darf es der "Hausherr" nicht verbieten ...

@dock69

Kannst Du die Rechtsprechung belegen?

@gri1su

OLG Brandenburg, Urteil v. 25.06.03 (Az.: 7 U 36/03). Bitte sehr. Zwar nicht von Kai, aber belegt...

@ungererbad

Danke Dir, werd ich mir morgen mal zu Gemüte führen.

Es gilt, wie immer, es geht und es geht nicht. Es kommt auf die Umstände an. Z. B. ist der Verkaufspreis ein entscheidender Faktor. Die Rechtsprechung (Urteile wurden hier schon genannt) lässt handelsübliche Preise durchaus zu. Das bedeutet, sie müssen günstiger sein als in der Kneipe. Ein Isodrink 0,75 l für 1,50€ ist nicht zu beanstanden, ein Mineralwasser 0,75 l für 1,20€ ebenfalls NICHT. Es muss auch zwischen kommerziellen Studios und Vereinen unterschieden werden, was einem Verein erlaubt ist, kann für ein Studio verboten sein. Ein cleverer Studiobetreiber bietet eine günstige Flatrate an. Dann bringt kaum einer eigene Getränke mit und er verdient am Leitungswasser mit Geschmack bis zu 400%!

Nein ist nicht in Ordnung. Das wird nur gemacht, damit du dir dein Getränk im Studio kaufst.

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