Ist das Presseversorgungswerk wirklich die beste Versicherungs-Alternative?

5 Antworten

Die Leistungen des Presseversorgungswerkes wird führend von der Allianz mit Beteiligung des HDI-Gerling und der AXA verwaltet. Ein Vergleich zu anderen Anbietern zeigt, dass die Leistungen des Versorgungswerkes teilweise schlechter sind als bei der Konkurrenz und dies, obwohl man hier davon ausgeht, dass es sich um spezielle Produkte für eine fest umschriebene Klientel handelt. Dieses findet mach auch in diversen anderen Gruppenverträgen - meist mehr Schein als Sein und ein gutes Marketinginstrument. Sehr gut ist das Versorgungswerk - insbesondere bei Freischaffenden, wenn es um die Absicherung der Berufsunfähigkeitsrisiken geht. Das bietet fast kein anderer Versicherer.

Ich habe von meiner Krankenkasse erfahren, dass Selbständige von ihren Renten-Zahlungen aus Verträgen des Presseversorgungswerks Krankenkassenbeiträge abführen müssen, obwohl sie nie angestellt waren, keinen Arbeitgeber hatten, der für sie eingezahlt hat, immer alle BEiträge selbst eingezahlt haben und auch keinen Betrieb als Geschäftsführer geführt haben. Das hieße ja dann für Selbständige, dass Direktversicherungen bei den Konsortionalpartnern (z.B. ALLIANZ, GERLING) letzendlich die bessere Lösung wären, weil diese i.d.R. rentenversicherungs- bzw. nach Auszahlung beitragsfrei sind. Hat noch jemand davon gehört bzw. Erfahrungen mit Krankenkassen in dieser Angelegenheit gemacht?

Das Presseversorgungswerk hat mit z.B. der Allianz einen Rahmenvertrag für Altersvorsorgeprodukte. Das heißt: Die Verträge werden wie ein Großvertrag behandelt. Dadurch hat der Versicherte eine höhere Rente oder Auszahlung zu erwarten als bei einen Einzelvertrag (macht bis zu ca. 15 % mehr aus), weil die Verwaltungskosten geringer sind als bei einem Einzelvertrag. Ist also ein sehr hoher Vorteil, wenn man die Chance hat, über das Presseversorgungswerk eine Altersvorsorge abzuschließen!

Ich bin selbst seit Jahren beim Presseversorgungswerk versichert und habe einen Vertrag mit Gehaltsumwandlung. Rein rechnerisch werde ich monatlich, zusammen mit der gesetzlichen Rente, ein Drittel mehr als die Summe erhalten, die ich heute als Netto-Gehalt bekomme. Mein Berater meint, dass es deshalb nicht erforderlich ist, einen weiteren Vertrag abzuschließen. Und ein Kollege von einer Finanzzeitschrift sagt auch, dass die betriebliche Altersvorsorge über das Presseversorgungswerk die beste für Medienleute sei. Die Grundidee war ja auch, für diese Leute eine einzelne Zusatzversicherung anzubieten.

Soviel ich weiß handelt es sich bei der Versorgung um eine Kapitalversicherung. Mit Sicherheit sollte eine weitere Versorgung ins Auge gefasst werden.

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