Inkasso im Auftrag Arbeitsamt. Fordert von meinem verstorbenen Vater nach 13 Jahren Rückzahlung. Ist das Nicht verjährt falls dies überhaupt stimmt.?

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Zurück schreiben, dass Her XY am sowieso-ten verstorben ist. Urkunde in Kopie beilegen.

Fordere (als Erbin) Kopien der Bescheide, die die Rückforderung belegen. Erst wenn du diese Bescheide hast, akribisch prüfen, welche Verjährungsfristen gelten.

Nach § 50 Abs. 4 SGB verjähren die Rückforderungsansprüche in 4 Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres in dem der Rückforderungsbescheid bestandskräftig geworden ist.

Entscheidend ist, wann dem Verstorbenen der Rückforderungsbescheid, in dem auch der Grund für die Rückforderung sowie deren Höhe dargelegt sind, zugestellt wurde. Die Zustellung müsste im Streitfall von der Behörde nachgewiesen werden.

Also fordere den Zustellungsnachweis der Rückforderungsbescheide an, wann diese erstmalig an den Vater gingen. (Tipp: Da die Bescheide immer mit normaler Post rausgehen, KANN die Zustellung durch das Amt nicht nachgewiesen werden!)

Dann erst lässt sich sagen, ob hier bereits Verjährung eingetreten ist...

Dankeschön ein sehr guter Tipp.

Also ich hab auch von einem inkassobüro(EOS DID)am 07.02.2019 ein schreiben bekommen,

welches im Auftrag vom Arbeitsamt Geld zurückfordert .Der Brief kam gestern mit einer Forderung aus dem Jahr 2007, auf Nachfrage beim Arbeitsamt stimmt das ,das Amt mit Inkassobüros zusammenarbeitet.Da ich aber zwischenzeitlich noch einmal arbeitslos war können sie sich nicht erklären das mir dann Geld ausgezahlt wurde.

Sie müssen da jetzt tiefer graben. Verjährung habe ich auch angesprochen , konnte mir aber niemand auskunft geben. Bin gespannt wie es weitergeht.

Das Arbeitsamt/die Arbeitsagentur beauftragt kein Inkassobüro - sollten noch Forderungen offen sein, werden Vollstreckungsmaßnahmen durch das Hauptzollamt durchgeführt.

Sollte das eine Rückforderung seitens der Arbeitsagentur sein, ist die Verjährung im Einzelfall zu prüfen - diese kann zwischenzeitlich gehemmt (auch Anlaufhemmung, Ablaufhemmung etc.) oder unterbrochen worden sein.

Das läßt sich aus der Ferne nicht beurteilen.

die Agentur für Arbeit hat einen Inkassoservice (hauseigene Stelle die sich um offene Forderungen kümmert) - von denen stammt sicher die Post - diese Stelle entscheidet auch, ob ein Vollstreckungsauftrag an das Hauptzollamt geht

Ist der Brief vom Finanzamt oder von einem Inkassobüro? Das Finanzamt beauftragt keine Inkassobüros.

Es ist das Arbeitsamt.. Nicht Finanzamt

Hast Du das Erbe ausgeschlagen?

Nein

@Danny664

Dann hast Du / Ihr das mit geerbt (Verjährt glaube ich nach 30 Jahren, wenn überhaupt)

@Novos

Und wie kann man das nachvollziehen. Ob diese Forderung überhaupt gerechtfertigt ist

@Danny664

Da ist sicher ein Aktenzeichen oder ähnliches und ein Absender

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